Ich komme aus dem Rhein-Main-Gebiet und habe demnächst vor, Chemie zu studieren. Kann mir jemand sagen, was die besten Chemie-Unis sind?? Frankfurt und Darmstadt sollen nicht so toll sein, habe ich gehört, Gießen dagegen ganz gut. Ich habe keine Ahnung.
danke
Matzi
20.05.2003, 15:17
Ich glaube, deine Frage wird nicht leicht zu beantworten sein. Nicht jeder war auf jeder Uni und kann somit die "beste" nennen und selbst, wenn dies so wäre, könnte niemand ein objektives Urteil abgeben, sondern nur seinen subjektiven Eindruck schildern. Dieser unterscheidet sich allerdings von Person zu Person. Am besten du verschaffst dir selbst einen Eindruck von verschiedenen Unis (wenn du eh in der Nähe wohnst).
Außerdem kannst du zu dem Thema die Suchfunktion bemühen, da wurden ähnliche Fragen schon öfters gestellt, vielleicht hilft das ja weiter.
Adam
20.05.2003, 15:21
@kammerjäger
Stöber mal etwas mit der Suchfunktion rum, das Thema wurde hier schon mal angerissen.
Gruß
Adam
buba
20.05.2003, 15:34
Ach Kinners... schon wieder so ein Thread...
kammerjäger
20.05.2003, 15:39
ja man, muss sein. Komm grad von der Achema in Frankfurt. Hab da einen angetrunkenen Aussteller getroffen, der über die Chemie hergezogen hat und empfehlt, lieber BWL zu machen. Weiss er von seinem Freund, der nie mit ihm einen Trinken geht, weil der immer Praktikum hat :D ....und über Universitäten wusste er auch alles besser.
buba
20.05.2003, 15:43
Verstehe den Sinn nicht... an jeder Uni hat man Praktika, wenn man Chemie studiert...
Matzi
20.05.2003, 16:13
...aber nicht wenn man BWL studiert... oder worum geht es jetzt :confused:
Easyquantum
20.05.2003, 18:53
@ buba:
also für mich macht das nen Sinn. Andere Studiengänge sind halt nicht so arbeitsaufwendig, daß wollte uns der "angetrunkenen Aussteller" wohl damit nahe bringen.
Wie schon gesagt wurde ist es nicht so einfach objektiv festzustellen, welche Uni nun die beste ist.
Bei den meisten Uni-Rankings belegen die Uni-Marburg und die TU München im Bereich Chemie die Spitzenplätze.
Die meisten halten von Rankings nicht besonders viel, aber ich denke um sich mal einen Überblick zu verschaffen sind sie gar nicht schlecht.
Kannst die ja nen paar Unis rauspicken und dir die dann mal persönlich anschauen.
Gruß Easy...
Easyquantum
20.05.2003, 18:54
hab ich vergessen, hier der Link zum Uni-Ranking von stern:
http://www.stern.de/CHE4/CHE4?nv=el_ex_cp_L1_rt
KillerGurke
20.05.2003, 19:36
Ich bin an der Uni Gießen (allerdings erst 2. Semester) und ziemlich zufrieden. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie es woanders ist, aber mir gefällts hier. Vor einigen Jahren muß es wohl recht chaotisch gewesen sein, da beinahe die ganze Professorenschaft gleichzeitig in Rente ging. Mittlerweile sind wir allerdings sehr gut mit neuen, jungen und motivierten Professoren ausgestattet, die auch menschlich wirklich o.k. sind. Momentan sind zwar Bestrebungen in Gange, das Grundstudium etwas anders zu gestalten (z.B. nicht mehr 2 qualitativ-analytische Praktika über jeweils ein ganzes Semester, sondern verstärkt auch präparative Aufgaben im Praktikum), aber trotzdem werden die Praktika wohl zeitaufwendig bleiben (was aber wohl überall so ist). Abgesehen davon: Mir macht sowas Spaß, nach nem Vormittag voller Vorlesung macht ein Nachmittag kochen wirklich Spaß.
Eins musst du allerdings noch wissen: Im Wintersemester 02/03 haben gerade mal 22 Leute angefangen, im Moment sind wir noch 15. Das hat zwar auch wirklich positive Seiten (schon nach der ersten Woche grüßen Dich die Profs im Fahrstuhl ;)), manche wird das aber wohl eher stören. Ich finds jedoch wirklich nicht schlimm, wenn man gute Freunde gefunden hat. Es hat schon was, mit 15 Leuten im größten Hörsaal der Uni zu sitzen ;)
mfg
KillerGurke
P.S.: Von den Naturwissenschaften sinds nur 10 bis 15 Minuten zu Fuß zum Bahnhof, also sehr praktisch.
Lupovsky
20.05.2003, 21:59
Ich studiere an der TU Darmstadt und bin im 6. Semester. Die Uni ist schon ganz in Ordnung, scheidet auch bei den Uni-Rankings eigentlich immer ganz gut ab, zumindenst was Chemie angeht. Es sind inzwischen viele junge und ergeizige (auch nette ;) ) Professoren und Dozenten dazugekommen, die sich auch recht intensiv teilweise um die Studenten kümmern. Daß das Chemie-Studium arbeits- und zeitaufwendig ist lässt sich natürlich nicht verheimlichen und schreckt auch viele Studienanfänger ab. Das ist allerdings an jeder! Uni so, die Lehrpläne sind zwar unterschiedlich angeordnet, beinhalten aber letztendlich dasselbe in derselben Zeit.
Also ich bin in Darmstadt sehr zufrieden, außerdem liegt die Chemie ausserhalb der Innenstadt auf der Lichtwiese (wirklich eine Wiese) was zur Folge hat, daß man immer einen Parkplatz findet, nie länger als 2 Minuten zur Mensa benötigt(zu Fuss) und alle wichtigen Einrichtungen (Bibliothek, Rechenzentrum) auch extra an der Lichtwiese aufgezogen sind.
Ausserdem haben wir im Sommer vor der Mensa einen Biergarten (bis 10 Uhr abends geöffnet :D ) und neben dem Chemie-Gebäude eine Golf-Anlage (Driving Range) für uns Studis :D :D :D !
Welche Uni kann da schon mit?
KillerGurke
20.05.2003, 22:22
Das mit der Driving-Range is natürlich cool (naja..."Haben Sie noch Sex oder golfen sie schon...?"). Ach ja: Rechenzentrum und Cafete (in der jedoch die Auswahl nicht so groß ist wie in den anderen beiden Mensen der Stadt) liegt auch bei uns direkt gegenüber ;)
mfg
KillerGurke
Tomboy
23.05.2003, 00:44
Also ich habe hier eine kleine Übersicht, in der Studierende für Diplom-Chemie und durchschnittliche Studiendauer an verschiedenen Unis gegenübergestellt sind, da sind bei den meisten Unis im Osten die wenigsten Studenten und die kürzesten Studienzeiten. Ausnahme zum Beispiel die FU in Berlin mit einer Rekordstudienzeit von über 14 Semestern oder Kassel mit fast den wenigsten Studenten, aber der zweithöchsten Studienzeit von fast 14 Semestern... (Stand 2000)
In Sachen Darmstadt kann ich bezüglich der Lage nur zustimmen. Gut auch mit dem Bus erreichbar, die Unibib direkt im Gebäude und die Mensa auf der anderen Straßenseite. Was allerdings das Studium an sich angeht, kann ich da nicht viel sagen (aber die Labors sind relativ gut ausgestattet ;) ).
Easyquantum
23.05.2003, 10:27
Na Gott sei Dank wird der Diplom-Chemie-Studiengang in Kassel nicht mehr angeboten :D
Bei der hohen Studienzeit!
Gruß Easy...
ork
23.05.2003, 10:42
*stirnwisch*
... Puh! Und an der FU zum Glück auch nicht mehr.
Tomboy
23.05.2003, 12:16
:D ihr müsst ja nur schneller sein. ;)
ork
23.05.2003, 14:47
Ich denke, so langsam sind die FUB-Chemiker nicht...
...im internen Univergleich. :D
Tomboy
23.05.2003, 15:17
Na war ja auch nur Stand 2000, wie gesagt. ;)
schlumpf
24.05.2003, 10:58
um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen:
1. Hast du Mainz und Marburg vergessen, die beide einen recht guten Ruf haben
2. Uni Frankfurt ist sicher ein spezielles Thema, einerseits bestehen uralte Beziehungen zur Frankfurter Chemieszene (Hoechst, Degussa, aber auch GDCh und Beilsteininstitut), die sich durchus positiv niederschlagen (z.B in diversen Stiftungsprofessuren und Indiustriekooperationen) - andererseits ist ein Studium in einem langsam vergammelnden Betonbunker ohne vernünftige Verkehrsanbindung auch nicht so der Hit ....
3. kann man kaum irgendwo sonst als im Rhein-Main-Gebiet in kurzer Zeit mal mehrere Unis besuchen und sich dabei einfach mal selber ein Bild machen von der Umgebung und von Klima an den Unis - und genau das solltest du auch tun!!
Harasser
28.05.2003, 23:34
Also ich bin jetzt gerade Chemie-Erstie in Mainz. Mir gefällt das Studium eigentlich ganz gut.
Minuspunkte sind für mich bloss, dass wir die Physik-Vorlesung für Physiker besuchen müssen, weil Physik für Chemiker aus Zeitgründen nicht mehr angeboten werden kann, weil seit 1 Jahr alles doppelt angeboten werden muss (blödes vorgezogenes Abitur, dass ich auch gerade im März abgelegt habe).
Das Studium ist gut organisikiert aus meiner Sicht. Wir sind hier sehr viele Ersties (150 Erstsemester sind für den Sommer extrem viel, das liegt aber auch an dem neueingeführten Studiengang biomedizinische Chemie der viele Leute anzieht).
Mit den 30 angekündigeten Semesterwochenstunden laut Studienheft stimmt das hier aber nicht, wir haben ca. 36
Ich hab hier im Moment unter der Woche fast keine Freizeit, aber das Studium macht schon Spass.
buba
28.05.2003, 23:37
Originalnachricht erstellt von Harasser
Mit den 30 angekündigeten Semesterwochenstunden laut Studienheft stimmt das hier aber nicht, wir haben ca. 36
Das ist nicht ungewöhnlich, wenn man ausgedehnte Praktika oder Vorlesungen mit mehr als 4 SWS hat. Unterm Strich kommen aber die angegebenen SWS heraus.
KillerGurke
29.05.2003, 01:19
Minuspunkte sind für mich bloss, dass wir die Physik-Vorlesung für Physiker besuchen müssen
Das ist nicht wirklich ungewöhnlich... ist bei uns auch so. Wir als Chemiker müssen in Experimentalphysik I u. II gehen, (in die Vorlesungen müssen auch die Physiker), die Physiker müssen allerdings auch noch die Vorlesungen III bis VI in den nächsten Semestern besuchen, die bei uns nicht mehr Pflicht sind...
Tomboy
30.05.2003, 13:19
Eine Frage:
Die Schule ist Ende Juni vorbei und im Oktober fängt das Semester an. Wie kann man sich in drei Monaten studiumsvorbereitend beschäftigen (die Möglichkeit des Bücherlesens muss nicht genannt werden, die kenne ich selbst schon ;) )? Ich werde mich noch um den ein oder anderen Antrag kümmern und habe eine Menge Bücher hier rumliegen, die ich lesen kann, aber sonst fällt mir im Moment nicht viel ein, womit ich mich sinnvoll beschäftigen könnte (btw.: kostenaufwändige Beschäftigungen fallen weg).
Würde mich über Anregungen freuen.
KillerGurke
30.05.2003, 14:56
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Alles halb so wild. Ich hab mir ziemliche Sorgen gemacht, ob ich tatsächlich bei diesem Studiengang mitkomme, da in unserem Jahrgang kein Chemie-LK angeboten wurde. Ich habe mir dann im Sommer den Mortimer zugelegt und ein bisschen gescmökert, aber das wars dann auch schon. Bis jetzt habe ich keine größeren Probleme. Also: Mach dich nicht verrückt, genieß deine Ferien! Zumindest bei uns wurde wirklich kein großartiges Vorwissen vorausgesetzt, wichtig ist eben nur starkes Interesse an der Sache. Die Vorlesungen fingen wirklich ziemlich bei den Grundlagen an (was ist ein Element, was eine Verbindung, was ein heterogenes oder homogenes Gemisch :)).
Wenn man jetzt schon vor dem Studium Riedel und Vollhardt auswendig kann, dann führt das in meinen Augen eher dazu, daß man sich in manchen Vorlesungen ziemlich langweilt, und das ist ja auch nicht Sinn der Sache...
Ich hätte letzten Sommer besser mal in nem Biergarten kellnern sollen, vielleicht hätte diese Übung meinen Glasbruch im Labor auf ein Normalmaß reduziert...so wars leider ein teures Semester ;)
nur meine persönlich Meinung...
KillerGurke
Tomboy
30.05.2003, 14:58
:D Ich bn mir relativ sicher, dass mir das Studium selbst keine Probleme machen wird. ;) Ich will mich nur nicht drei Monate langweilen. :p
KillerGurke
30.05.2003, 15:04
Hmmm...dann versuch nen schönen Ferienjob zu finden (vielleicht doch kellnern? :)), denn durch die ganzen Praktika wirds teilweise schwierig im Semester nebenher noch etwas zu verdienen. Und Geld kann man ja eigentlich immer gebrauchen.
Aber da das wohl nicht das ist, was du hören wolltest, überlass ich jetzt lieber anderen das Feld ;)
mfg
KillerGurke
Tomboy
30.05.2003, 15:09
Naja schlecht wäre es sicher nicht, aber wie das mit der Jugend eben so ist... ;)
Paula100
30.05.2003, 17:06
Ich war während der drei Monate Schülerpraktikant bei Aventis. War klasse! Geld, gute Kontakte, Erfahrung sammeln und tolles Zueugnis.
Vor allem in den OC-Praktika war ich immer meinen Kommilitonen weit voraus und kenne auch die modernen Geräte, die bei uns noch nicht mal ein Arbeitskreis hat. Da bin ich schon froh, so was mal gesehen und mitgearbeitet zu haben.
Bei drei Monaten durfte ich so nach und nach auch viel alleine machen; NMR, HPLC usw..
Das war wirklich super, denn direkt nach der Schule konnte ich ja noch nicht viel und die Laboranten waren nett und haben alles erklärt.
Tomboy
30.05.2003, 17:14
Wie lange vorher musstest du dich dafür bewerben? Wohnst du in der Nähe oder wurde dir irgendwie ein Wohnplatz gestellt? Wie bist du dazu gekommen?
Paula100
30.05.2003, 17:21
Ich hatte mich damals ein Jahr vorher beworben, ist aber bestimmt nicht so nötig. Wenn du jetzt für den Sommer was suchst, würde ich aber schnellstens loslegen.
Meine Eltern wohnen praktischerweise in der Nähe von Frankfurt, da konnte ich dann bequem mit der Bahn hinfahren. Aber ich glaube, die stellen auch Wohnheimplätze und helfen bei der Wohnungssuche.
Ich hatte einfach die Idee und habe mich über das Ausbilsungszentrum vom Industriepark beworben, man kann sich aber auch direkt bei Aventis bewerben. Ich hatte vorher also auch keine Beziehungen, die mir die Stelle beschafft haben. Einfach Bewerbung geschrieben, Lebenslauf, in welchem ja noch nicht viel stand, und eben die drei Monate. Die lange Zeit war wohl ein großer Vorteil gegenüber Mitbewerbern.
Tomboy
30.05.2003, 17:30
Hm... ich befürchte leider das wäre mir zu kurzfristig... Ich müsste im Prinzip bis nächste Woche meine Bewerbung fertig schreiben und habe im Moment auch so noch ein bisschen was zu tun, was das Studium angeht und Versicherungen und anderes. Außerdem werde ich in der Zeit noch den ein oder anderen Ausflug nach Leipzig machen müssen, um ein paar Dinge zu organisieren und das wird von Frankfurt aus während eines Praktikums ein wenig ungünstig...
Danke trotzdem für den Vorschlag. :)
Paula100
30.05.2003, 17:42
Also, bei drei Monaten hast du auch Urlaubsanspruch.... :D
Mike140
30.05.2003, 18:10
Also hier ist ein Marburger Studi und ich kann unserer Uni bezüglich Chemie nur empfehlen. Bei Fragen einfach mal mailen. Relativ enger Kontakt zu den Profs und somit ist man schon im ersten Semester am Puls der aktuellen Forschung. Sehr spannend aber auch fordernd. Also leicht ist es bei uns nicht. (Aber wo ist es das schon.. )
Schönen Gruß
Mike
buba
30.05.2003, 18:26
Originalnachricht erstellt von Tomboy
Ich will mich nur nicht drei Monate langweilen. :p
Sondern während des Studiums? :rolleyes:
Tomboy
30.05.2003, 18:45
Quark. Während des Studiums bekomme ich einen besseren Blick darauf, womit ich mich beschäftigen kann. :) Und wenn ich Geld bekomme, kann ich vielleicht auch neue Bücher kaufen. ;)
Kutti
31.05.2003, 13:37
@ Tomboy: Hast du dich schon beworben ?
Tomboy
31.05.2003, 14:10
Kann ich noch nicht, ich bekomme meine HSZB (sprich Abizeugnis) erst am 28.6.
Allerdings habe ich den Antrag fürs Wohnheim schon abgeschickt und bin dabei, mich um den Antrag auf BAföG-Förderung zu kümmern.
Den Antrag für die Uni habe ich schon so weit wie möglich ausgefüllt, fehlt nur noch die Abinote und das Datum des Erwerbs, die Unterschrift und deren Datum. Und natürlich eine beglaubigte :rolleyes: Kopie vom Abizeugnis.
Freyr
01.06.2003, 22:08
@ kämmerjäger
ich studier in ffm und wir haben eigentlich ganz gute bedingungen,
kleines semester so 30 sind in den vorlesungen und 15 im labor, nur mit den geräten könnte es mal probleme geben und die assistenten im praktikum sprechen nur unzureichend deutsch
ach, ich glaub wir ham im moment so en projekt laufen, wo sich die abiturienten zwischen den prüfungen die uni angucken können und sich in die vorlesungen setzen können, würd ich mir einfach mal angucken, wenn das noch läuft, da bekommst de nen einblick in die sache,...
wenn du irgendwo anders hinwillst mußt du dir auch überlegen wie du das ganze finanzieren willst, ....