"f" und "v" sind sich irgendwie 2 ziemlich aehnlich Buchstaben. Ich frage mich (mal ganz davon abgesehen, wie es aussehen wuerde) , was sich aendern wuerde, wenn es nur einen von diesen Buchstaben gaebe?
(bitte jetzt mal vorstellen)
(Aussprache!)
Die Deutschen brauchen anscheinend ein weiches und hartes "ef", aber warum? Die Englischsprachigen brauchen nur ein "ef", allerdings haben die 2 "w" ... das "v" wird als "w" gesprochen. Das heisst es gibt einen sehr geringen Unterschied, der nicht einmal bei allen Woertern existiert, da es einen fliessenden Uebergang gibt.
Ich denke dabei zurueck an die Zeit in der man in der Schule diese Gramatik gelernt hat. Als Kind war es schwer diese efs zu unterscheiden. Und als man es endlich konnte, unteschied man diese nicht an Hand der Aussprache sonder aus Erfahrung. Wie sieht denn das aus, wenn man Vogel mit F schreibt? "Fogel" oder Folge mit V? "Volge" ... aber wie gering ist der Unterschied in der Ausprache?
Gramatik ist nur im Ausnahmefall logisch. Wie viel Zeit koennte ein Kind sparen, wenn es eine logische Sprache lernt? Es lernt 100 Woerter und kann die restlichen schreiben und lesen ohne etwas zu wissen.
Tiefflieger
19.05.2003, 11:23
Unsere Sprache hat sich über einen langen Zeitraum entwickelt. So sind auch die Buchstaben f und v über einen längeren Zeitraum eingesetzt worden und haben sich eingeprägt. Also einen Vogel mit F schreiben kann man, aber es sieht für jemanden der es mit V gewohnt ist doch komisch aus. Ich muß immer mal wieder an die Rechtschreibreform erinnern, an welche ich mich auch nicht gewöhnen kann und die einiges an Unsinn geliefert hat. Da wurde dann z.B. beschlossen, daß man das wort "daß" in Zukunft als "dass" zu schreiben hat. Was für einen Vorteil bietet diese Schreibweise? Meiner Meinung nach gar keinen. Wer vorher nicht wußte, wann man "das" und wann "daß" schreibt, der kann jetzt auch nicht "das" und "dass" unterscheiden.
Dein Vorschlag bietet zumindest den Vorteil, daß man hierbei ja auf einen Buchstaben ganz verzichten könnte, aber was soll das bewirken?
In der Mathematik könnte man auch einiges vereinfachen. Warum im Dezimalsystem (10 Ziffern) rechnen, wenn es auch im Dualsystem (2 Ziffern) geht, was uns ja die Computertechnik vormacht?
minutemen
19.05.2003, 13:00
:D
ich kann mich nicht mehr erinnern, wann mir erstmals ins bewusstsein brach, dass backen ein starkes ferb (brrr...) ist und ich vürderhin (ach nee...) nun büke würde sagen müssen, wenn ich "backen würde" meine. wiefiele (äks...) jahre unbeschwerter kindheit gingen mir an den vutur (schluck...) II (eine in der zukunft abgeschlossene handlung, wer braucht denn sowas?) oder den sinnlosen genitif (ähhh...) ferloren (hmmm...), der sich doch so gut mittels datif (schüttel...) substituieren lässt: wem seine ist denn das? oder: wozu braucht jedes beknackte substantif (hust...) ein konkretes geschlecht?
aber es ist nunmal so, wie es ist & es ist gut so. sieh's von folgender seite: deutsche orthographie und grammatik halbwegs korrekt zu beherrschen, ist ein privileg. wobei ich mir nach der netten reform über nichts mehr wirklich sicher bin.
Lunaris
19.05.2003, 13:34
@mm: :D... zum Wegpacken! Aber ich mag die "f"´s und "v"´s an dieser Stelle... eingekrustet? Wenig flexibel? Kann sein - gute alte Gewohnheit..
:D
Luni
hippie
19.05.2003, 17:20
Originalnachricht erstellt von mr.burns
Die Englischsprachigen brauchen nur ein "ef", allerdings haben die 2 "w" ... das "v" wird als "w" gesprochen.
Leider nur bedingt richtig, es gibt schon eine Unterscheidung zwischen "v" (phonetisch wie das dt. "w") und dem "w" ("double u", so wird es denn auch ausgesprochen!!), zu dem es im deutschen keine phonetische Entsprechung gibt.
Beide Laute wie ein dt. "w" auszusprechen ist ein typischer Aussprachefehler, den viele Deutsche im Englischen machen.
Zur Herkunft:
Das F kommt vom altgriechischen Φ, das W vom sehr altgriechischen F (Digamma). Zudem ist das Indogermanische B (griech. Beta) auch mit dem heutigen Laut W verwandt.
buba
19.05.2003, 17:24
Oh ja... hört sich fürchterlich an. :ugh:
Im Spanischen wird "v" übrigens wie ein weiches "b" ausgesprochen.
FK
19.05.2003, 18:12
Das "v" kommt ja von den alten Römern, die dieses Zeichen für unssere Buchstaben "u" und "v" verwendeten. Im Deutschen ist es tatsächlich überflüssig, da wir ja das "f" und das "w" haben...
Überflüssig sind auch das "q" und das "x" - "Kwalle" und "Faksgerät" sehen doch ganz lustig aus...
Auch auf das "y" könnten wir hierzulande verzichten a lá "Methülcüanid"...
Beinahe wäre auch das "c" überflüssig gewesen, gäbe es da nicht diese Kombinationen "ch" und "sch" oder so ein paar Fremdwörter...
Welche Chancen blieben hier ungenutzt, als die Neue Deutsche Rechtschreibung verbrochen wurde...
Gruß,
Franz
nobody
19.05.2003, 19:22
Warum ziehen immer alle das Gewohnte dem Sinnvollem vor? Ich finde dieses Verhalten faul und dumm.
Originalnachricht erstellt von FK
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.
Geben wir dem Mann den Fisch, dann akzeptieren wir diese "Fehler" in der Sprache und die Generationen heute haben keinen Aufwand. Bringen wir dem Mann das fischen bei - bringen wir der Sprache die Logik bei, so haben wir etwas fuer alle nachfolgenden Generationen getan.
Ausserdem ist es gar nicht so anstrengend wie es aussieht, denn zu jedem Problem in einer Sprache existiert die Loesung in einer anderen.
zB Problem "sch" man kann es nur aussprechen weil man es gelernt hat, nimmt man an dieser Stelle das russische "tscha" dann kann ein Kind in der ersten Klasse auf Erklaerungen des Lehrers verzichten.
Rechtschreibrewoluzion!
hippie
19.05.2003, 19:26
Originalnachricht erstellt von mr.burns
Bringen wir dem Mann das fischen bei - bringen wir der Sprache die Logik bei, so haben wir etwas fuer alle nachfolgenden Generationen getan.
Bestes Beispiel für eine so gelungen Transformation: Newspeak in G. Orwells 1984...
Lunaris
19.05.2003, 19:40
:D @fk... schaut gut aus!
nobody
19.05.2003, 19:41
Muesste ich nur noch wissen was "Newspeak in G. Orwells 1984... " ist oder war...
FK
19.05.2003, 19:57
Originalnachricht erstellt von mr.burns
Muesste ich nur noch wissen was "Newspeak in G. Orwells 1984... " ist oder war...
:eek:
Kennst Du nicht "1984"?
- Sprache und Logik haben nur bedingt etwas miteinander zu tun, scheint mir...
Gruß,
Franz
bm
19.05.2003, 20:07
Habe mich gerade heute mit meiner (französischen) Laborantin unterhalten :
quatre-vingt-seize = 96
Wo ist da die Logik?
nobody
19.05.2003, 20:08
@FK
Es geht ja nicht darum die Sprache zu aendern sondern nur die Rechtschreibung. Ausserdem kann es doch nicht schaden oder?
Moege sich die Sprache entfalten wie sie will mit all ihren Bildern und umschreibungen und Vergleichen.
Aber warum sollte man einen Buchstaben haben der nicht gebraucht wird. Die Schrift ist doch entstanden um sich zu verstehen bzw zu verstaendigen und nicht um sich zu verwirren.
Die Antwortgeschwindigkeit in diesem Forum erinnert mich an chatten.
FK
19.05.2003, 20:49
Originalnachricht erstellt von bm
Habe mich gerade heute mit meiner (französischen) Laborantin unterhalten :
quatre-vingt-seize = 96
Wo ist da die Logik?
Na, ja, wenn mans zusammenzählt.... :rolleyes:
@mr.burns
Nee, eine Vereinfachung der Rechtschreibung ist bestimmt nützlich, da gebe ich Dir recht.
Gruß,
Franz
ork
19.05.2003, 20:53
Originalnachricht erstellt von FK
Na, ja, wenn mans zusammenzählt...
... kommt 40 raus. :rolleyes:
4+20+16.
Tomboy
25.05.2003, 14:20
Originalnachricht erstellt von Tiefflieger
Da wurde dann z.B. beschlossen, daß man das wort "daß" in Zukunft als "dass" zu schreiben hat. Was für einen Vorteil bietet diese Schreibweise? Meiner Meinung nach gar keinen. Wer vorher nicht wußte, wann man "das" und wann "daß" schreibt, der kann jetzt auch nicht "das" und "dass" unterscheiden.
Dein Vorschlag bietet zumindest den Vorteil, daß man hierbei ja auf einen Buchstaben ganz verzichten könnte, aber was soll das bewirken?
Die Regel mit dem 'ss' ist eine der wenigen logischen Regeln der neuen Rechtschreibung und es wird dabei keineswegs auf einen Buchstaben ganz verzichtet. Diese Regel ist auch nicht da, damit man sich besser merken kann, wann man 'das' oder 'dass' schreibt, sondern damit man sich besser merken kann, dass 'Fass' in etwa mit 'ss' geschrieben wird (kurzer Vokal vor dem s-Laut), 'Fuß' aber weiter mit 'ß' (langer Vokal vor dem s-Laut) und damit Kinder in der Grundschule nicht verwirrt fragen, warum man 'Fässer' mit 'ss' schreibt, aber 'Faß' (wie es vorher der Fall war) mit 'ß', obwohl doch beides vom selben Wort stammt.
Diese Regel wird immer wieder von vielen zu Unrecht missverstanden und kritisiert, was mir zeigt, dass viele sich immernoch nicht wirklich ernsthaft mit den Regeln auseinandergesetzt haben, sondern nur Beispiele kennen und davon auf die Regel schließen.
ork
25.05.2003, 15:19
@ Tomboy: :up:
FK
25.05.2003, 17:45
@Tomboy
Ist tatsächlich eine der wenigen vernünftigen Regeln...vor allem leicht nachvollziehbar. Mit dem großen Teil des Restes komme ich nicht überein - bedeutet für mich, die deutsche Orthographie nochmal zu lernen (kein Nerv dazu....).
Gruß,
Franz
GH
25.05.2003, 20:43
Ich finde, dass es keine einzige lebende Sprache gibt die nur nach logischen Regeln aufgebeut ist. Die neue deutsche Orthographie hat nun einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es ist nun die deutsche Gramatik etwas logischer. Meiner Meinung nach ist sie noch viel zu wenig weit gegangen. Wenn man sich aber alte naturwissenschaftliche Literatur ansieht, so wird man merken, dass damals oft so geschrieben wurde wie es jetzt die neue Gramatik vorschreibt. Man ist also wieder zurück gegangen, von in der Zwischenzeit unvorteilhaften Gramatikregeln.
Die einzige logische Sprache ist die Mathematik!
Gruß
GH
Tomboy
25.05.2003, 20:46
Auch das sieht leider nicht zwangsläufig jeder so... ;)
Firefighter
23.07.2004, 20:04
Ich finde schon, dass es einen Unterschied zw. Vase und Fase gibt. Ja okay man hätte das Ding so schreiben können: Wase.
Aber wie soll, dann der Physiker zw. Geschw. und der Frequenz unterscheiden, wenn es kein v mehr gibt? :D
Wenn man konzequent wäre, müsste man auch das C streichen. Dann würde es aber kein ABC mehr geben. :D
FK
23.07.2004, 20:15
Dann würde es aber kein ABC mehr geben. :D
Dann nennen wirs halt, äh, grübel...Alphabet!
(So ein spontaner Einfall von mir... :D )
Gruß,
Franz
Para
20.09.2004, 15:52
quatre-vingt-seize = 96
4 x 20 + 16 = 96
logisch ist das wirklich nicht :confused:
Rolando
20.09.2004, 15:55
Wer hat gesagt, dass Sprache logisch sein muss?
Im deutschen wäre es ja eigentlich gar nicht unähnlich:
132 = 100 + 30 + 2
Zwar noch einfacher als im Französischen, aber immerhin...
Tomboy
20.09.2004, 18:21
4 x 20 + 16 = 96
logisch ist das wirklich nicht :confused:
Also unlogisch finde ich das aber bestimmt auch nicht. Schließlich lässt es sich sogar mathematisch beschreiben. Vielleicht hat ja irgendwann mal ein Franzose die Idee gehabt, man könnte nicht nur die Vielfachen von 1, 10 und 100 zusammenfassen, sondern auch die von 20 (macht sich nicht ungünstig, wenn man weniger Zahlworte benutzen will und "quatrevingtseize" ist schließlich auch nur einen Buchstaben länger als "sechsundneunzig").
Vic Tim
05.10.2004, 09:22
...Überflüssig sind auch das "q" und das "x" - "Kwalle" und "Faksgerät" sehen doch ganz lustig aus...
Auch auf das "y" könnten wir hierzulande verzichten a lá "Methülcüanid"...