Hallo!
Da ich dieses Forum auch mal ein bißchen unterstützen möchte, erkläre ich mich nun dazu bereit die Frage von Fabio zu beantworten.
Also, der Tricarbonsäurezyklus(Z)läuft in den Mitochondrien ab und ist ein energieliefernder Prozess, der der inneren Atmung (Zellatmung) dient.
In dem Z werden energieliefernde Stoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Proteine abgebaut, aber auch Substanzen wie Fettsäuren oder auch Häm aufgebaut. Für den Z muss zunächst die Brenztraubensäure aktiviert werden (die Brenztraubensäure geht aus der Glykolyse hervor). Sie wird aktiviert indem von dem C3-Körper der Brenztraubensäure (CH3-CO-COOH)Kohlendioxid und Wasserstoff abgespalten werden. Nach diesem Schritt entsteht Essigsäure (CH3COOH), die jedoch noch erst "aktiviert" werden muss bevor sie als Ausgangssubstanz in den Z eingehen kann. Von dieser aktivierten Essigsäure (auch Acetyl-Coenzym A genannt) wird jedoch nur der Acetylrest, der an das Coenzym A gebunden ist, für den Z benötigt. Mit Hilfe dieses Acetylrestes kann der Z nun beginnen.
Da ich momentan nicht so viel Zeit habe und lieber noch mal in einem Buch nachgucken möchte, bevor ich mit dem Kreislauf des Z beginne, kann es noch einige Zeit dauern bis ich meine Antwort kompletieren kann.
nobody
27.08.2000, 15:42
Da bin ich wieder! Nun werde ich mit dem eigentlichen Teil des Citratzyklus beginnen.
Also: Der Citratzyklus ist ein Kreislauf, der eine Folge von Teilreaktionen darstellt, in denen eine der beiden Ausgangsverbindungen (Oxalessigsäure) über die einzelnen Zwischenschritte regeneriert wird.
Dieser Kreislauf beginnt, indem das eintretende Acetyl-CoA (unter Wasseraufnahme und Freisetzen des Coenzym A der aktivierten Essigsäure) an die Oxalessigsäure gebunden wird und somit die Citronensäure entsteht. Eine isomere Verbindung der Citronensäure, die Isocitronensäure, wird oxidativ decarboxyliert, d.h. es wird unter Wasserstoffabspaltung ein CO2-Molekül eliminiert. Dadurch entsteht alpha-Ketoglutarsäure, von der ebenfalls ein Molekül CO2 abgespalten wird. Aus Bernsteinsäure wird über Fumarsäure und Apfelsäure schließlich die Oxalessigsäure regeneriert.
Der Kreislauf beginnt nun von neuem, indem an diese Oxalessigsäure wieder ein neues Acetyl-CoA gebunden wird.
Bezogen auf ein Essigsäuremolekül, werden in dem Abbaugeschehen des Citratzyklus an 2 Stellen je ein Molekül CO2 und an 4 Stellen je zwei H-Atome abgespalten. das Kohlentoffdioxid wird vom Blut aus den Zellen abtransportiert, da es keine Bedeutung für die weiteren Vorgänge der Zellatmung hat. Der Wasserstoff hingegen wird an Wasserstoffträger gebunden, und zwar dreimal in Form von NADH2 (reduziertes Nicotinamid-adenin-dinucleotid) und einmal als FADH2 (reduziertes Flavin-adenin-dinucleotid). Diese beiden Koenzyme dienen als wichtige Wasserstoffüberträger in der "Atmungskette". Weiterhin wird ein energiespeicherndes Guanosintriphosphatmolekül (GTP, dem ATP vergleichbar) gewonnen.
Um den Citratzyklus besser verstehen zu können, ist es notwendig ihn nicht als einen isolierten und unabhängigen Prozess anzusehen. Er ist an die oxidative Decarboxylierung der Brenztraubensäure und diese wiederum an die Glycolye gekoppelt.
Fabio
27.08.2000, 18:07
@Bina:
danke für die Antworten!!
MfG
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Fabio
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