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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wehrpflicht / Zivildienst


buba
30.08.2000, 00:56
Wer von euch hat schon Wehr- bzw. Zivildienst geleistet und warum ausgerechnet dies und nicht das andere?
Wo habt ihr den Dienst abgeleistet?
Findet ihr es gut, dass in der heutigen Zeit in den meisten Ländern der Wehr- bzw. Zivildienst verpflichtend sind? Sollte man nicht eine freiwillige Berufsarmee gründen?

Postet hier eure Meinungen rein.

Ich finde es absolut besch*****, dass man gezwungen wird, entweder Wehr- oder Zivildienst zu leisten!

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buba
Moderator

nobody
30.08.2000, 14:58
Hallo Buba!
Ich gebe dir recht, dass es für euch Männer ziemlich bescheuert sein muss, den Wehr-bzw. Zivildienst abzuleisten. Scließlich ist das ja auch ein Jahr Verschwendung. Aber ich finde es auch gut, dass der Zivildienst, für diejenigen eingerichtet worden ist, die eher eine "pazifistische" Einstellung haben und keinen Dienst an der Waffe leisten möchten.

hippie
30.08.2000, 17:21
also,
ich finde es aüsserst ungerecht, dass jetzt, wo frauen zum bund dürfen,
keine allgemeine wer-bzw. zivildienstpflicht eingeführt wird :mad:.

aber ich fände es noch besser, wenn man in deutschland, wie z.b. in den usa eine freiwilligen berufsarmee schaffen würde.

(möglichst noch bevor ich gemustert werde :D)

hippie
:jump_green:

[This message has been edited by hippie (edited 30-08-2000).]

Cyberlink
30.08.2000, 18:02
finde das ganze ebenfalls ziemlich bescheuert aber wenigstens muss man in der schweiz nur 15Wochen in die Rekrutenschule...:)

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Michael Pfister
Moderator

Jens
30.08.2000, 21:24
Ich finde auch, man sollte eine Berufsarmee
einführen. Dann können die Leute hin, denen es Spaß macht und die anderen verlieren keine wertvolle Zeit.
Außerdem; Bier trinken und Cowboy und Indianer spielen, kann man auch zu Hause.

nobody
31.08.2000, 22:08
Nur noch 15 Wochen? Früher waren das noch 21! Mann, bin ich schon alt!

nobody
01.09.2000, 14:13
Ich habe die 12 Monate beim Bund überlebt. Machmal fühlt man sich dort in den Kindergarten zurückversetzt.

Ich war glücklicherweise in einer Einheit, wo es körperlich nicht so anstrengend war, aber an wassergefüllte "Schützengräben" und Lagerplätze voller Schafscheisse (darf man das hier schreiben?) kann ich mich auch erinnern.

Ansonsten: Nichts als Langeweile, man wird zum Pizzaessen, Biertrinken, Doppelkopfspielen, Videogucken und Rumhängen erzogen.

nobody
16.09.2000, 17:19
Hallo

ich befasse mich schon länger mit diesem Thema da es mich auch bald "erwischt".
Um es ganz kurz zu sagen ich bin totaler Bundeswehrgegner, abgesehen von dem Katastrophenschutz den die ja erfüllen finde ich sie total unnütze. Deswegen hab ich mir schon eine Stelle bei "Essen auf Rädern" gesichert.
Was ich bis jetzt mitbekommen habe von unserer Bundeswehr sind eine Menge Leute dabei die total verrückt darauf sind Krieg zu spielen.
Von mir aus sollen die das, aber nicht auf Kosten des Steuerzahlers.

Das ist meine vielleicht etwas aggresive Haltung gegen die Bundeswehr.

Bleibt sauber und macht Zivildienst

Jan

nobody
16.09.2000, 20:57
@ Giftmixer

Diese Einstellung gegen die Bundeswehr kann man sich natürlich leisten, wenn man das Glück hat, in einer friedlichen Zeit (für Mitteleuropa) zu leben, wie es sie seit Menschengedenken nicht gegeben hat.

Aber bei aller persönlichen Abneigung gegen den unangenehmen Dienst in der Bundeswehr (hab ich auch, lies meinen Beitrag): diese friedlichen Zeiten sind keine Selbstverständlichkeit und können im Handumdrehen vorbei sein.

Ich denke, Du kannst davon ausgehen, dass die Zeiten auch wieder "normal" werden. Hoffentlich erst in ferner Zukunft.

[This message has been edited by Dirk (edited 16-09-2000).]

Derpel
28.09.2000, 14:05
Ich kenne auch einen der war beim Bund.
So jetzt der vorher Nacher vergleich:

Vorher: Schlank Nacher: Dicke Wampe


Ich will meinen Zivi Dienst beim DeutschenRotenKreuz als Sani ableisten.

Derpel
11.11.2000, 18:41
Ich kenne einen der ist schon so 20Jahre bei der Nato, und der meinte da würde man sich dämlich verdienen. Er meinte wenn man da studiert (Unter der Bedingung nacher bei denen zu arbeiten), bezahlt einem der Bund 2600DM Netto monatlich, nur fürs studieren!
Und der kennt welche, die haben mit 24 schon sehr viel zu sagen, und können dort jeden rumkommanieren. Wenn man sich dort mit Abi meldet, kann man direkt Offizierslaufbahn einschlagen. Das fand ich dann schon interessant, und da überlegt man sich schon zweimal, ob man nicht bei denen Chemie studieren sollte, und nacher vielleicht ABC-Soldat werden, oder einen anderen Job bei denen. Und dort hat man eine wahrscheinlichkeit einen Job zu kriegen, die ja bie fast 100% leigt.
Was meint ihr dazu, alles nur verarsche, oder was dahinter??

glimpse
11.11.2000, 19:49
Derpel, das würde ich mir zweimal überlegen. Du musst jederzeit bereit sein einen Menschen zu töten, der dir nie im Leben etwas getan hat, nur weil man es dir befiehlt. Und wenn du in der Entwicklung arbeitest stellst du die Waffen her die hunderte von Menschen das Leben kosten können.
Die ganze Grundausbildung ist darauf angelegt deinen Charakter zu brechen. Klar, wäre im Ernstfall ja auch blöd, wenn du erst lange „warum?" fragst, bis dahin könnte der Feind dich schon in die Luft gesprengt haben.
Ich weiß nicht, ob mir 2600 DM das wert sind. Klar ist es eine Versuchung später alle herumkommandieren zu können, aber nach einer Weile findest du das auch nicht mehr so angenehm. Die wenigsten Ausbilder genießen ihren Job.
Außerdem ist die Lage gar nicht so rosig. Wie es bei der NATO ist weiß ich nicht genau, aber ich habe einige Bekannte bei der Bundeswehr, und sie jammern alle. Es wird an allen Ecken und Enden gespart, du wirst dorthin versetzt wohin es denen gerade passt (ist gerade dem Vater einer Freundin passiert) und du musst mit ständigen Auslandsaufenthalten rechnen -was dem Familienleben auch nicht gerade gut tut.
Überleg' dir das sehr gut!

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Some people would rather die than think. In fact they do so.

[This message has been edited by glimpse (edited 11-11-2000).]

Derpel
11.11.2000, 20:17
Mit den Auslandleben hast du recht, aber mit dem Leuten töten aus meiner Sicht nicht!
Denn ein was ist zum Beispiel im Kosovo, wo man etwas aufgebaut wird, und Boden und Wasserproben entnommen und analysiert werden müssen. Das verstehe ich nicht unter töten.
Bis jetzt habe ich über den Job ja nur spekuliert, und mehr nicht, aber eine Überlegung finde ich ist es Wert!

Freyr
11.11.2000, 21:04
Der Wehr- bzw. Ersatzdienst sind meiner meinung nach sinnvoll. Der Wehrdienst garantiert im Kriegsfall eine militärisch ausgebildete Masse, die das Land verteidigen kann. Desweiteren werden die Soldaten auch zu humanitären Einsätzen geschickt (z.B. Hochwasser, med. Versorgung in Kriegsgebieten,...). Der Zivildienst spart den Staat viel Geld, da ausgebildete Kräfte ziemlich teuer sind, so ist es bei der derzeitigen Verschuldung notwendig Zivildienstleistende zu haben, die soziale Aufgaben übernehmen. Die Einnahmen die durch ausfallende Steuergelder verloren gehen, sind wahrscheinlich nicht so groß, daß sie die Leistung der Ersatzdienstleistenden übersteiegn.

glimpse
12.11.2000, 07:59
@ Derpel
Sorry Derpel wenn ich ein bisschen grob war ;), war nicht beabsichtigt. Ich habe eigentlich nichts gegen den Bund, viele Freunde von mir sind dabei (kleines Kaff -große Kaserne :) ). Ich finde es bewundernswert, welche Oper sie bei den humanitären Maßnahmen bringen, aber du musst dir trotzdem bewusst sein, dass das Militär tötet. Auch jetzt im Kosovo wurden nicht nur Menschenleben gerettet. Das wollte ich damit nur ausdrücken. Wer etwas tut kann keine weiße Weste behalten, und du musst dir darüber im Klaren sein ob du das seelisch packst, selbst wenn du nicht direkt an den Kampfeinsätzen beteiligt bist. Wenn ja ist das absolut okay, denn heutzutage werden wirklich mehr Menschen bei Einsätzen westlicher Armeen gerettet als getötet.

[This message has been edited by glimpse (edited 12-11-2000).]

[This message has been edited by glimpse (edited 12-11-2000).]

nobody
12.11.2000, 12:35
He Leute,
ich schließe mich größtenteils der Meinung von Buba an, nur finde ich das dieses knappe Jahr, Wehrpflicht, keine Verschwendung ist!
Die Wehrpflichtigen bekommen vielmehr einiges an Lebenserfahrung dazu, ebenfalls können sie vielen Menschen durch ihren Dienst helfen(z. B. ICE-Unglück/Eschede; Überschwemmungen; Kosovoeinsatz; usw.)
Aber ich versteh euch schon, denn ich möchte eigentlich auch nicht unbedingt!!
Gruß
Jochen :-))

nobody
12.11.2000, 19:30
Ich fand die 10 Monate als Panzergrenadier gar nicht so schlecht. Man lernt viele neue Leute kennen und lernt auch, an seine körperlichen Grenzen zu gehen. Außerdem hat man unter Umständen auch als Wehrdienstleistender die Möglichkeit, ein paar Wochen unter friedlichen Umständen im Ausland zu verbringen: Ich hatte 3 Wochen "Urlaub" auf einem Übungsplatz in Kanada und bekam auch noch Geld dafür :).
Die Ausbildung für den Kriegsfall ist in den 10 Monaten jedoch völlig unzureichend, in dieser Hinsicht ist eine Berufsarmee auf jeden Fall besser!

nobody
27.12.2000, 00:49
Hi,

ich war zu Zeiten des "kalten Krieges" 4 Jahre bei einem Jagdbombergeschwader. Ich finde die Diskussion hier klasse und möchte zwei Aspekte beitragen:

1)
Es gab mal den Spruch "stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin". Der lässt sich verändern: "stell Dir vor es ist Frieden und einer macht nicht mit". Der Friede in Europa hält weil niemand die Kraft hätte eine Konfrontation zu gewinnen, - also brauchen wir insgesamt weiterhin eine Armee.

2)
Zur Frage der Wehrpflicht: eine Armee die alle 12 Monate 2/3 des Personals austauscht und im Grunde aus Zivilisten besteht gefällt mir besser. Man stelle sich mal eine serbische Wehrpflichtarmee vor (statt einer militärisch organisierten Staatspolizei und einer Berufsarmee). Mit der hätte niemand den Balkan anzünden können.

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Viele Grüße,

manitoba

DirtyHarry
28.12.2000, 00:11
Also mir persönlich wäre ne kleine, aber äußerst schlagkräftige und gut ausgebildete Berufsarmee als Kern mit Wehrpflichtigen als drumrum (Versorgung, Logistik, Instandsetzung etc.) am liebsten.
Apropos Wehrpflicht, hier sollte man das israelische Modell insoweit übernehmen, daß auch Frauen zum Wehrdienst herangezogen werden. Wenn Gleichberechtigung, dann schon richtig und mit den dazugehörigen Pflichten!

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Dirty Harry

nobody
28.01.2001, 19:01
Hallo

wenn man eine Berufsarmee einführen würde, so hätte auch dieses Konsequenzen. Allein schon deswegen, weil es da bestimmt eine Vereinigung von Rechten dort geben würde und damit is jawohl nix geholfen.


Ich hab das auch noch vor mir und weissnoch nicht was ich machen werde aber man kann es sicher auch als chance sehen das man etwas macht was man sonst nie machen würde.
meine altenheim mässig und so ...

ika
........
komma klau

Derpel
28.01.2001, 21:17
Lasst euch doch freistellen, ich bin z.B beim DRK, und muss mich auf 7 Jahre verpflichten, kein Prob, da das wirklich niciht viel Arbeit ist, oder bei der Feuerwehr!

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Fürchte nicht den Tod, bedenke der Tod fürchtet dich!

No Regrets
28.01.2001, 21:29
Oder THW

Irkingu
22.05.2001, 18:16
Ich kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen, da ich beim THW bin.
Die Vorteile:
1. Man verliert kein Jahr durch einen Dienst im den man kaum etwas macht, das man später gebrauchen kann.
2. Die hier soviel gepriesenen Einsätze der BW im Katastrophenschutz hat man auch, allerdings ohne irgendjemanden erschiessen zu müssen.
3. Man muß sich nicht von schlecht ausgebildeten Idioten anschreien lassen, die nicht mal die Lebenserfahrung von einem selbst haben (im BW-Jargon Ausbilder genannt).

Zum letzten Punkt: ist mir wirklich passiert, da die BW mich mitten im Studium eingezogen hatte und meine Verweigerung erst drei Wochen später durch war. Mein Ausbilder war zwei Jahre jünger als ich, hatte keine zivile Ausbildung und augenscheinlich auch beim Bund nicht sonderlich den Plan, so daß ich kaum einsehen konnte, auf jedes seiner Worte zu hören und ohne nachzudenken zu tun, was er sagt.

Also wer zum Bund will, soll gerne hingehen, er wird sich noch wundern. Wer etwas sinnvolles machen will, sollte Zivi machen oder, wenn er kein Jahr verlieren will, zum Katastrophenschutz gehen.

MfG
Henning

nobody
28.05.2001, 12:47
@DirtyHarry

Neee, bitte keine Wehrpflicht für Frauen. Ich bin aber auch gegen die Wehrpflicht bei Männern. Eine Freundin von mir schlägt jetzt freiwillig die Offizierinnen-Karriere ein...

Ich würde - glaube ich - entweder zum DRK gehen, mich ausmustern lassen :D oder auch Zivi machen. Was ich gut finde ist, dass demnächst auch das freiwillige soziale bzw. ökologische Jahr als Ersatz gelten sollen! :yes:

Galileo
28.05.2001, 17:50
Auch ich habe die 10 Monate beim Bund (Nachschub) überlebt. Die Grundausbildung war zwar kein Zuckerschlecken, aber hinterher war´s eigentlich keine schlechte Zeit. Immerhin konnte ich den LKW- und Gabelstaplerführerschein mitnehmen.
Dass man öfters sinnloses Zeug tun muss oder von einem Vorgesetzten dumm angemacht wird, ist mir schon nach kurzer Zeit in der Stammeinheit am Allerwertesten vorbeigegangen.

Trotz allen Nachteilen, die der Bund mit sich bringt (Ein Jahr "totgeschlagen", usw.):
Ich bin in Deutschland rumgekommen und habe was erlebt - positives wie negatives.

Dies nur als Erfahrungsbericht eines Ex-Wehrpflichtigen. [In anderen Einheiten kann das alles natürlich ganz anders aussehen.]


Zu den sicherheitspolitischen Aspekten möchte ich aufgrund mangelnder Reflexion dieses Themas momentan keine (unqualifizierte) Aussage machen. Vielleicht später ...


Ciao,
Galileo

nobody
16.08.2001, 22:15
Wehrdienstpflichtige Freunde,

macht Auslandszivildienst (http://www.auslandsdienst.at), zumindest wenn ihr Österreicher seid, schließlich weiß ich nicht, wie das im Norden aussieht.
Ich habe nicht einmal die Diskussion verfolgt, aber klarerweise darf mein Kommentar hier nicht fehlen :D

Das dauert zwar 14 Monate, bringt aber meier Meinung nach wirklich mehr, als die meisten anderen Möglichkeiten.

RaH

nobody
16.08.2001, 22:52
Also ich finde man sollte die Wehrpflicht nicht Abschaffen, da dadurch wie bereits erwähnt der Zivildienst ja auch wegfallen würde. Was den Staat dann ziemlich viel Geld kosten würde. Ich denke auch dass es unsinn wäre die Frauen auch zu verpflichten da die ja meistens auch irgendwenn für min 9 Monate "ausfallen"

Ich hab übrigens meinen Wehrdienst noch nicht geleistet. Meine Meinung zur Bundeswehr und der Wehrpflicht im Allgemeinen kann sich also noch ändern

schlumpf
17.08.2001, 09:50
Also, wenn ich das schon hoere:

da dadurch wie bereits
erwähnt der Zivildienst ja auch wegfallen würde. Was den Staat dann ziemlich viel
Geld kosten würde.


hm, eigentlich gibt es sehr genaue Vorschriften, dass Zivis auf keine Fall normale Arbeitsplaetze ersetzen duerfen und nur 'extra' eingestellt werden duerften ...

Im Krankenhaus z.B. fuer eine Zusatzbetreuung, aber nicht fuer eine normale Pflege. Nur schert sich natuerlich kein Krankenhausbetreiber etc. drum. Und da im sozialen ja eh auf Teufel komm raus gespart wird, hat auch der Staat kein Interesse daran was zu aendern. Letztlich ist es eine Ausbeutung erster Guete ...

Abgesehen davon ist es (wenigstens teilweise) eine Milchmaedchenrechnung. Ein Zivi wird meist wie eine ungelernte Hilfskraft eingesetzt und verdient ca. 1000 - 1500 DM netto weniger als eine solche. Aber das ist halt nur netto. Der Zivi zahlt keine Steuern und bekommt zusaetzlich zum Nettogehalt noch Freifahrten bei der Bahn und Unterkunft. Und natuerlich muesste man (wollte man wirklich den finanziellen Nutzen berechnen) noch den buerokratischen Aufwand fuer Wehrerfassung, Musterung etc. mit einrechnen.

Ich habe uebrigens seinerzeit 20 Monate Zivildienst (im Rettungsdienst) gemacht. Also fast zwei Jahre. Bereuen tu ich es persoenlich ueberhaupt nicht - eine sehr interessante Erfahrung. Eine Erfahrung, die ich auch jeden wuenschen wuerde, grad wenn man nachher was ganz anderes macht.

Nur war ich halt schon am Studienanfang zwei Jahre aelter als jemand, der direkt von der Schule kam. Und natuerlich aus dem Lernen voellig raus. Und da man in einem Land lebt, in dem die Absolventen eh' schon aelter sind als im Ausland, und in dem andererseits ueber Verkuerzung der Schulzeit und Sanktionen fuer 'Langzeitstudenten' nachgedacht wird, ist der volkswirtschaftliche Nutzen (der immer so hervorgehoben wird) doch eher begrenzt.

nobody
13.10.2002, 23:32
War 9 Monate Sanitäter bei der Bundeswehr in Mainz

Pro:
- Häufige Ortswechsel
- LKW-Führerschein
- viel Sport
- gute Sanitäterausbildung
- Sanitäter: man hat fast nur mit Ärzten zu tun: wenig militärisch

Contra:
- mann kann nichts bewegen!
- Befehl und Gehorsam
- schlechtes Essen und Unterkunft
- viele naja Kameraden!

Fazit: Würde jetzt Zivi vorziehen!

Smudie
14.10.2002, 05:13
Wollte nur mal kurz anmerken, dass das Argument:
wie bereits erwähnt der Zivildienst ja auch wegfallen würde. Was den Staat dann ziemlich viel Geld kosten würde.
seine Kraft verliert, wenn man sich vor Augen hält, wieviel Millionen der Staat sparen würde, wenn die vielen Wehrpflichtigen und vor allem deren Ausbildung nicht mehr finanziert werden müssten.
Ich denke da vor allem Panzerverbände usw.

Paladin
14.10.2002, 11:33
Hy Leute,

ich war 13 Monate bei der BW, einen davon im Ausland - und nein, ich mußte dort keine Leute erschießen - ich durfte mich unter texanischer Sonne räkeln.
Im großen und ganzen hat mir die Zeit gefallen. Ich hatte einen sehr abwechslungsreichen Job, bin in ganz Duetschland rumgekommen und die Extra-Kohle für die 3 Monate extra war auch nicht ohne.

Aber ich wollte hier auch mal meine Meinung zum Thema "Wehrgerechtigkeit" äußern.
Ich finde, daß es für alle verpflichtend sein sollte, ein Jahr "zu opfern", allerdings sollte es dann mehrere Altenativen geben. Man sollte wählen können, ob man Zivi macht, ein ökologisches Jahr ableistet oder, wer möchte soll halt zum Bund gehen (soll's ja auch geben).
Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte auch für Männer.

Gruß
Paladin

Matzi
14.10.2002, 12:38
Originalnachricht erstellt von Paladin
...Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte auch für Männer...

In dieser Situtation stimme ich dem auch voll zu. Es gibt zwei Möglichkeiten für die Wehrpflicht in der Zukunft:
1. Abschaffung und Berufsarmee.
2. Wehrpflicht sowohl für Männer as auch für Frauen.

JJFox
14.10.2002, 13:27
ich habe meinen wehrdienst abgeleistet weil er kürzer ist als der zivildienst (um 4 monate) und das war eigentlich schon mein einziger grund.
meinen dienst hab ich in zwölfaxing (so ein kleines kaff bei Wien) abgeleistet als munitonslager-wache. Im nachhinein gesesehen war das eine ganz lustige zeit und man hat viele neue leute kennen gelernt.

die verpflichtung finde ich eigentlich in ordnung (wer sollte sonst die grenzen schützen und bei katastrophen helfen). wobei es fair wäre wenn auch frauen einen "dienst am staat" leisten müssen (wehr- oder zivildienst.)

zarathustra
14.10.2002, 13:58
Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der nächsten Zeit die Wehrpflicht abgeschafft wird. Wenn man sich mal überlegt, was aus dem Gesundheitssystem würde, wenn man keine Zivis mehr hätte, wird klar, dass schon aus diesem Grund eine Abschaffung der Wehrpflicht schwierig ist. Außerdem stellt sich die Frage, welcher halbwegs normale Mensch für einen Stundenlohn von etwa 1 Euro freiwillig in Krankenhäusern, Altenheimen u.ä. arbeiten würde.
Ich denke dass Zivis in solchen Einrichtungen ziemlich ausgenutzt werden und für einen "Minimallohn" z.T. die gleiche Arbeit verrichten wie Krankenschwestern, Pfleger usw.
Auf der anderen Seite kann man auch mit dem Zivildienst Glück haben, wenn man sich um eine interessante Stelle bewirbt, z.B. im Senkenberg-Institut in Wilhelmshaven u.ä. Da ist aber natürlich eigenes Engagement gefragt...

Tommes
14.10.2002, 15:47
Moin!

Also ich war auch bei der BW und denke gerne an die Zeit dort zurück. Die Grundi war zwar schon ein bißchen doof und die Ausbilder sind echt meist nicht besonders helle, aber später war ich Sani im StoSanZentr an der TSH/FSHT Aachen und das war echt gut. Wir haben keine stumpf- und unsinnige Jobs gehabt und meine Vorgesetzten war voll in Ordnung. Wir haben am WE mit Zeitsoldaten und Wehrpflichtigen Motorradtouren gemacht und auch im dienst hatten wir alle ein gutes verhältnis untereinander. Natürlich bin ich mir auch bewußt, dass das eine absolute Ausnahme ist. Es gibt genug Jobs beim Bund um die ich mich nicht reißen würde, aber viel hängt auch von der Einstellung des Wehrpflichtigen ab.
Die Wehrpflicht abzuschaffen halte ich für keine guten Ansatz, aber umstrukturieren wär gut. Eine bestimmte Zeit (meinetwegen 10 Monate) muß jeder einen sozialen Dienst leisten bzw. als Alternative zum Bund gehen (kurz: genau andersherum als jetzt, und ohne umständliche Verweigerung). Meiner Meinung könnten so diverse Stellen, die eh nur für wehrpflichtige geschaffen worden sind wegfallen und jeder nen ordentlichen Dienst tun. Und das sozialsystem würde auch noch profitieren. Und man könnte sich Gedanken machen dies auch für Frauen einzuführen.

HG a.D. SIMONS


P.S.: Für alle die mit den Abkürzungen nicht klar kommen
StoSanZentr - Standort Sanitätszentrum
TSH/FSHT - Technische Schule des Heeres und Fachschule des Heeres für Technik
HG a.D. - Hauptgefreiter außer Dienst

MFJ
14.10.2002, 19:06
Wenn man sich mal überlegt, was aus dem Gesundheitssystem würde, wenn man keine Zivis mehr hätte, wird klar, dass schon aus diesem Grund eine Abschaffung der Wehrpflicht schwierig ist. Außerdem stellt sich die Frage, welcher halbwegs normale Mensch für einen Stundenlohn von etwa 1 Euro freiwillig in Krankenhäusern, Altenheimen u.ä. arbeiten würde.
Die sich dann noch von gewissen Individuen anhören müssen, sie seien "Drückeberger", und BW seien die Helden weil sie einmal im Jahr Sandsäcke schleppen! :mad:
Ich sehe durchaus, daß es "heldenhaft" ist, in Krisengebieten zu helfen, aber Hilfe leisten, tut das der arme Zivi nicht das ganze Jahr über?
Besonders ärgere ich mich, wenn derartige "gewisse Inividuen" auf einen Zivi angewiesen sind und dann solche Sprüche loslassen. :madanimate:
Gesellschaftlich gilt der Zivi m.E. nix, nur der BW-Soldat. Wo soll das noch hinführen? Morgen wieder SS?


Ach ja, ich bin momentan Zivi beim BRK (Bayrisches Rotes Kreuz) im Kranken/Behindertenfahrdienst.

JJFox
14.10.2002, 19:13
Originalnachricht erstellt von MFJ

Wo soll das noch hinführen? Morgen wieder SS?


ist das nicht ein bißchen übertrieben?

nobody
21.10.2002, 18:02
Originalnachricht erstellt von JJFox
die verpflichtung finde ich eigentlich in ordnung (wer sollte sonst die grenzen schützen und bei katastrophen helfen). wobei es fair wäre wenn auch frauen einen "dienst am staat" leisten müssen (wehr- oder zivildienst.)

Die Verpflichtung zum Präsenz- bzw. Zivildienst ist eine Frechheit: Ein Relikt aus der Monarchie, das noch immer nicht (!) abgeschafft wurde. Anstatt ein modernes Berufsheer mit motivierten Soldaten zu schaffen, beharrt Österreich auf veraltete Strukturen und den Wehrpflichtszwang. Kein Wunder, daß die jungen Soldaten unmotiviert sind, wenn sie von der Lehre/Matura/abgeschlossene Ausbildung zum Heer gebeten werden!

Das Argument "Grenzen schützen" zieht in Zukunft nicht mehr: Durch die Osterweiterung muß sich Österreich darum bald nicht mehr kümmern. Außerdem ist es eine phyische und psychische Zumutung für den Präsenzdiener an der Grenze Dienst zu tun. Nicht umsonst haben sich einige Soldaten im Dienst an der Grenze erschossen weil sie mit der Belastung nicht fertig wurden.

Und was das Helfen bei Katastrophen betrifft: Dazu braucht man kein stehendes Heer. Ich bin mir sicher, man ist mit etwas gutem Willen in der Lage auch eine Sparte des Zivildienst von der Art "Katastrophenschutz" schaffen, wo der Zivildiener etwas sinnvolles machen kann.

In einem Punkt hast Du allerdings Recht: Daß Frauen nicht soetwas ähnliches wie Präsenzdienst ableisten müssen ist ein Widerspruch zum Gleichheitsgrundsatz unserer Verfassung.

Gene

buba
21.10.2002, 18:51
Originalnachricht erstellt von Gene
In einem Punkt hast Du allerdings Recht: Daß Frauen nicht soetwas ähnliches wie Präsenzdienst ableisten müssen ist ein Widerspruch zum Gleichheitsgrundsatz unserer Verfassung.
Du sprichst jetzt zwar von Österreich, aber was das dt. Geundgesetz angeht, so hat das Bundesverfassungsgericht vor einiger Zeit tatsächlich entschieden (oder doch eher "beschlossen"?), dass die heutige Regelung nicht dem GG widerspricht. http://mod.chemieonline.de/buba/smilies-temp/gaga.gif

JJFox
21.10.2002, 20:13
Originalnachricht erstellt von Gene

Nicht umsonst haben sich einige Soldaten im Dienst an der Grenze erschossen weil sie mit der Belastung nicht fertig wurden.


die hätten das "normale" Leben aber auch nicht ausgehalten.

nobody
23.10.2002, 16:59
Ich war auch schon beim Bund.:angel:

Im Ganzen muss ich sagen, dass es eigentlich auch Gute Zeiten gehabt hat. Auch wenn ich nicht gerade das beste erwischt habe (war Pionier) muss ich sagen dass wir auch viel nützliches gemacht haben.
z.B.: Erste Hilfe Kurs - Eine ganze Woche
Brandschutz - Theoretisch und Praktisch

Respektübung: :jump_onfirered: 300! dreihundert kg Sprengstoff in einer Zündung (erlebt man nicht jeden Tag, wenn die 2,5m dicken Stahlbeton-Wände des Bunkers zu souverän zu vibrieren beginnen.

nobody
25.10.2002, 12:10
Originalnachricht erstellt von JJFox


die hätten das "normale" Leben aber auch nicht ausgehalten.


Das ist - bei allem Respekt - großer Blödsinn! Denn sonst hätten sie nie die psychologische Testreihe im Zuge der Musterung positiv abgschließen können.

Warst Du an der Grenze? Ich stelle mir das die Hölle vor: Man muß Frauen und Kinder festnehmen (!) oder wieder zurückschicken, obwohl sie dich anflehen, daß Du sie rüberläßt. Und wenn sie entgegen dem was Du sagst über die Grenze gehen, mußt Du Sie mit der Waffe bedrohen. Nein danke... für mich wäre das auch nichts.

Gene

JJFox
25.10.2002, 14:01
Originalnachricht erstellt von Gene

Das ist - bei allem Respekt - großer Blödsinn! Denn sonst hätten sie nie die psychologische Testreihe im Zuge der Musterung positiv abgschließen können.

Die psychologischen Tests? Solche Fragen wie: Würden sie sich erschießen? Die sind doch nicht wirklich brauchbar.

Originalnachricht erstellt von Gene
Warst Du an der Grenze? Ich stelle mir das die Hölle vor: Man muß Frauen und Kinder festnehmen (!) oder wieder zurückschicken, obwohl sie dich anflehen, daß Du sie rüberläßt. Und wenn sie entgegen dem was Du sagst über die Grenze gehen, mußt Du Sie mit der Waffe bedrohen. Nein danke... für mich wäre das auch nichts.


Ich war nicht an der Grenze, sondern war Wache und bin nächtens alleine durch das Munitionslager gegangen. Ich hab es nicht schlimm gefunden 4x 2 Stunden herumgehen und schaun ob da eh keiner ist. Doch auch bei diesem Dienst haben sich einige selber erschossen weil man ganz alleine ist und viel Zeit zum Nachdenken hat und diese Leute haben auch den psychologischen Test bestanden.

Von der Grenze hab ich bis jetzt nur gehört, dass es im Winter kalt ist und das es nicht so schlimm ist. Leute zurückschicken muss man nicht, nur vorübergehend in Gewahrsam nehmen, das Abschieben übernimmt die Grenzpolizei.

Markus H.
25.10.2002, 21:57
Originalnachricht erstellt von Paladin
(...)

Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte auch für Männer.

(...)

bei einer geregelten diskussion in der klasse kam heraus, dass die vertreter weiblichen geschlechts in der art argumentiert haben: "eigentlich schon, aber ich will nicht"; am ende hatte ich eine so weit, dass sie in vollem umfang zugab, geistig sowie körperlich unterlegen, und somit nicht geeignet für den dienst an der waffe zu sein! mehr solche frauen müsste es geben :D.

crazy_budgie
26.10.2002, 09:06
Originalnachricht erstellt von Markus H.

am ende hatte ich eine so weit, dass sie in vollem umfang zugab, geistig sowie körperlich unterlegen, und somit nicht geeignet für den dienst an der waffe zu sein! mehr solche frauen müsste es geben :D.

Soso, das hättest Du wohl gern :nono: :D

Aber ernsthaft, ich finde das System, wie es im Moment ist, auch unfair, obwohl ich ja einen Vorteil davon habe. Meiner Meinung nach wäre das Abschaffen der Wehrpflicht und Einführung einer Berufsarmee die einzig sinnvolle Lösung, ich halte die Wehrpflicht für unsere heutige GEsellschaft sowieso als total überholt. Und außerdem würde dann wirklich das "Ausbeuten" der Zivis aufhören, und das meine ich auch wirklich so krass, wenn ich sehe, was viele von den Zivis, die ich kenne (sind momentan recht viele) so alles machen müssen! Das geht ja nicht nur um die Tätigkeiten an sich, die sie eigentlich offiziell gar nicht machen dürften und die dann halt irgendwie anders genannt werden, als wenn die gleiche Arbeit von nem richtigen Pfleger ausgeführt wird, nur damit's in den Rahmen des Erlaubten fällt, und auch nicht um den besch*eidenen Stundenlohn, sondern hauptsächlich um die Arbeitszeiten: 32 Stunden am Stück ohne Pause sind einfach eine unverschämte Zumutung, auch wenn's nur Ausnahmefälle sind, wenn sich sowas ein normaler Arbeitgeber erlauben würde, hätte er aber eine saftige Klage am Hals!!


MfG CB

nobody
26.10.2002, 09:45
Originalnachricht erstellt von MFJ
Gesellschaftlich gilt der Zivi m.E. nix, nur der BW-Soldat.
Es ist genau anders rum! Geh mal in Uniform irgendwo hin, was meinst Du wie oft Du komisch angekuckt wirst und so. Und bei den 68ern, die jetzt in irgendwelchen "kapitalistischen" Unternehmen Abteilungsleiter sind, kommt Zivildienst im Lebenslauf auch besser an, als Wehrdienst.
Nur jetzt zur Zeit, wurde das Image durch das Hochwasser etwas aufgewertet, aber das ist schnell vergessen.
Aus meiner Stufe damals sind nur 7 Leute zum Bund. Und hör Dich mal an der Uni um, da war kaum noch einer da.

Ich war übrigens 23 Monate beim Bund, 4 davon im Kosovo.

HG d.R.
LotS

nobody
01.11.2002, 16:59
Ich find' die Pflicht auch für... hinten eben ;)
Hab letztens erst dem Kreiswehramt ne Bescheinigung geschickt, dass ich noch auf die Schule gehe (-> ABI). Falls ich nicht ausgemustert werde (man kann's ja mal versuchen :rolleyes: ), werde ich den Zivildienst antreten. Das kann ich einerseits mehr oder weniger hier in der Nähe machen und, das ist mir noch wichtiger, ich kann da morgens hinfahren, abends zurück nach Hause und hab den Rest "frei", während ich beim Bund in einer Kaserne untergebracht wär.. mal ganz abgesehen davon, dass mich Kriegsdienst ohnehin nicht fasziniert...

Finde auch, dass man die Wehrpflicht (bzw. Wehrersatzdienstpflicht) abschaffen sollte.. Wenn das nicht geht, könnte man es immer noch versuchen, durchzubringen, dass die Frauen auch so etwas (also Zivildienst) machen müssen. Die Männer müssen ein Jahr (bzw. 9 Monate) zum Bund oder zum Zivildienst, während die Frau schon arbeiten gehen darf :( (ausnahmen von der Regelung würde ich Frauen, die schwanger sind oder aber ein Kind haben)..

Beide Geschlechter verpflichten oder keins :mad:

Magi
01.11.2002, 20:44
verkapptes Sklaventum.

- man bekommt nur einseitige informationen
- viele zivildienststellenleiter meinen den oberoffizier markieren zu müssen. wenn man sich beschwert wird man die folgenden wochen in die pfanne gehauen. RIESENDRECKSSAUEREI!

wir hassen autoritäre menschen!

nobody
02.11.2002, 16:32
1. Im Ernstfall hätten die Wehrdienst-Soldaten gegen hochgezüchtete
Profis keine Chance (sehr passend dazu habe Ich mal
ein Werbeplakat einer Partei -für die ich keine Werbung machen will-
gesehen auf dem Stand "Manches überlässt man besser den Profis" und darauf zu sehen waren ein Arzt, ein Pilot und ein Soldat)

2. Ohne Wehrdienst hat soweit ich weiss auch der Ersatzdienst
keine Daseinsberechtigung mehr, denn ein Jahr Pflichtdienst
nur weil der Staat kein Bock hat selbst zu Zahlen ist nicht möglich.

3. Ich finde alles in allem den Dienst ziemlich ungerecht und nicht mehr zeitgemäß.
Nicht unbedingt weil Frauen es nicht machen müssen (denn
die meisten Frauen bekommen ja Kinder und sind dann auch in gewisser Weise "benachteiligt". Obwohl Kinderkriegen sicher auch ein Erlebnis ist das ein Mann nie hat.).

Ich glaube dass es die Wehrpflicht nur noch gibt weil da in der Politik lauter alte sturre "Säcke" ;) in ihren Sesseln hocken, die einfach alles
so vor sich hintreiben lassen und nach dem Motto handeln :
"Erst mal abwarten, irgendwas wird schon passieren."
"Und ab und zu mal was irgendwas gemacht, damits net heisst wir hätten gar nix getan."
Übrigens würde die beiden Mottos(richtiger Plural?!) nicht nur zur Wehrpflicht sondern generell zur aktuellen Politik passen.

corneliusk
02.11.2002, 22:16
- nachdem ich die Diskussion soeben komplett durchgelesen habe - würde mich schon interessieren, ob irgendjemand (vor allem von denjenigen, die das Ganze schon hinter sich haben) weiß, welche Bedingung(en) erfüllt sein müssen, dass man "ausgemustert" wird.
Gilt da z.B. auch sowas wie ziemlich schlechtes Sehen als Grund, nicht herangezogen zu werden,...

Ich persönlich bin der Meinung, dass Bundeswehr bzw. Zivildienst zwischen Abi und Studium einen nicht wirklich sinnvollen Einschub darstellen; insofern möchte ich natürlich versuchen, wenn's irgendwie geht (s.o.), dem zu entgehen, wenn nicht, kann man(n) ja zum Glück immer noch Zivi machen.... ;)

Also, weiß da jemand was?

Smudie
03.11.2002, 00:54
Also "ziemlich schlecht sehen" hilft auf keinen Fall, außer Du bist blind. Die haben für jeden irgendeinen Job.
Da hilft meiner Meinung nach nur Glück oder ein schweres psychisches Problem.

nobody
03.11.2002, 07:59
Originalnachricht erstellt von corneliusk
Gilt da z.B. auch sowas wie ziemlich schlechtes Sehen als Grund, nicht herangezogen zu werden,...

Stimmt, nur schlechtes Sehen wird kaum reichen zum ausmustern.


Ich persönlich bin der Meinung, dass Bundeswehr bzw. Zivildienst zwischen Abi und Studium einen nicht wirklich sinnvollen Einschub darstellen; insofern möchte ich natürlich versuchen, wenn's irgendwie geht (s.o.), dem zu entgehen, wenn nicht, kann man(n) ja zum Glück immer noch Zivi machen.... ;)

Naja, dass kann man so oder so sehen. Ja, natürlich verliert man dadurch zeitlich gesehen ein Jahr. Aber ich bin der Meinung, dass es ganz gut tut, wenn man zwischendurch mal was anderes macht. Gerade für viele verwöhnte Kinder in unserer Wohlstandsgesellschaft ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn sie beim Bund lernen auf Autoritäten klarzukommen, kann später nur helfen. Mal ehrlich, warum haben die meisten keinen Bock zum Bund zu gehen? Weil es teilweise unbequem ist, wobei der Bund im Vergleich zu anderen Streitkräften wahrscheinlich Luxus ist.
Wenn einer sagt, dass er lieber Zivildienst macht, respektiere ich das natürlich, aber wenn einer sich vor allem drücken will... :suspect:


Also, weiß da jemand was?
Vielleicht schon, Du könntest einen auf drogensüchtig oder rechtsradikal machen, dass scheuen die beim Bund wie der Teufel das Weihwasser.

nobody
03.11.2002, 09:47
muss nochwas hinzufügen :

Ich finde den Wehrdienst heute nicht mehr vertretbar.
Z.b. aus Erzählungen von Leuten, die beim Bund waren,
weiss ich, dass die dort versuchen die Leute erstmal zu zerbrechen
und denen dann ihre "Bundeswehrmentalität: Ich Offizier grosser König von Urwald und ihr meine Affenuntertanen" aufdrücken.
Und wer sich net dem "König des Dschungels" unterordnet kriegt eins mit der Banane.

Oder z.B. wollten die Politiker (aus so gut wie allen Parteien)
nach Erfurt die "Killerspiele" ganz verbieten (also auch für Erwachsenen) - beim Bund aber muss ein 18 oder 19jähriger mit dem
Sturmgewehr im Wald rumhopsen und dabei wie in "guten alten Zeiten"
wie ein hirnloser Zombie oder ein abgerichtetes Kampfschwein Befehlen gehorchen und eventuell rumballern (auch wenn die sich nur Platzpatronen leisten können *g*).

Ich habe allgemein nichts gegen die Bundeswehr und sie ist sicherlich
notwendig. Aber wir brauchen doch heutzutage keine
Landes-Verteidigungs-Masse mehr. Eine Berufsarmee wäre auch deshalb besser, da man dadurch nur Leute in der Bundeswehr hätte, die
den enormen physischen und psychischen Belastungen gerecht werden.


Insgesamt gesehen finde ich die Wehrpflicht verantwortungslos,
denn es entspricht nicht der Idee der Demokratie, dass man
seinem Vorgesetzen wie ein dummer Hund gehorchen muss und
10 Monate lang zu einer für die Vorgesetzen "minderwertigen Lebensform" mutiert.

Ok habs teilweise etwas krass ausgedrückt aber soll dadurch auch deutlicher werden.

corneliusk
03.11.2002, 12:42
@Last of the Sane

So war das nicht gemeint, ich habe weder vor Rechtradikalimus noch sonst irgendeinen Schwachsinn vorzugaukeln, um mich zu drücken.

Mich hat lediglich interessiert, ob das, was bei mir Fakt ist, und das ist nunmal (leider!) schlechtes Sehen (um 6 Diop. :sad: ) ein Hinderungsgrund ist. So nach dem Motto: Wenn die Brille weg ist, wird's gefährlich,...

Wenn das nicht ausreicht, werde ich natürlich meine Pflicht leisten.

Chemlabo
03.11.2002, 12:52
Also soviel ich weiß ist die Bundeswehr nur eine Reine Verteidigungsarmee und das auch nur mit genehmigung der Alliierten nach dem IIWW. Deshalb frage ich mich warum wir deshalb noch wehrdienst oder zivildienst haben, wo wir doch nur noch von freunden umgeben sind. Habe mal beim bund wegen der gleichstellung der Geschlechter nachgefragt und es iat Bundes/Ländersache die Gleichstellung zu ändern und Frauen allgemein seien körperlich eh benachteiligt ( Kinder kriegen oder nicht sportlich genug)und der Europäische Gerichtshof kann daran auch nix ändern. Mir persönlich stehen noch 9 monate "g" bevor.
Die Zeit beim Bund kann man aber auch mit Fortbildung nutzen soviel ich gehört habe zahlt der bund das damit man nicht gegenüber anderern Arbeitnehmern einen Nachteil hat.
Trotzdem Wehrdienst ist meiner Meinung nach ein Relikt das von Ehemaligen Wehrmacht Offizieren nach dem Krieg eingeführt wirde um die Jugend nach alten Idealen zu Formen (Bullshit)

JJFox
03.11.2002, 19:48
Schau mal hier:
Wehrpflicht umgehen? (http://www.studenten-city.de/forum/showthread.php?s=&threadid=3401)

MFJ
03.11.2002, 21:03
Also, die Ärzte bei der Musterung sind nicht auf den Kopf gefallen, und die meisten Tricks sind denen auch schon bekannt. Und selbst wenn Du "ausgemustert" wirst, bist Du kein "anerkannter Kriegsdienstverweigerer", falls es Dir vielleicht darauf ankommt!

corneliusk
03.11.2002, 21:15
Ist das vielleicht falsch verstanden worden?!? :confused: Ich suche nicht nach verschiedenen Möglichkeiten den Wehr-/Zivildienst zu umgehen.
Was ich wissen wollte war, ob man mit der konkret vorliegenden ziemlichen Sehschwäche (s.o.) nun ausgemustert wird oder nicht.

Die Antwort darauf habe ich ja nun wohl (indirekt) erhalten. Danke übrigens für den Link!

Markus H.
03.11.2002, 23:02
Originalnachricht erstellt von corneliusk
(...)

Mich hat lediglich interessiert, ob das, was bei mir Fakt ist, und das ist nunmal (leider!) schlechtes Sehen (um 6 Diop. :sad: ) ein Hinderungsgrund ist.

(...)

ich kenne jemanden, der wurde mit 3,5 diop. ausgemustert - sein vater ist augenarzt :D (ich will nichts unterstellen). aber wie das in deutschland ist...

Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
(...)

Gerade für viele verwöhnte Kinder in unserer Wohlstandsgesellschaft ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn sie beim Bund lernen auf Autoritäten klarzukommen, kann später nur helfen. Mal ehrlich, warum haben die meisten keinen Bock zum Bund zu gehen? Weil es teilweise unbequem ist, wobei der Bund im Vergleich zu anderen Streitkräften wahrscheinlich Luxus ist.

(...)

lehrer sind wohl nicht autorität genug, weil man hier noch diskutieren oder widersprechen kann, oder? wenn du mit "mit autoritäten klarkommen" meinst, dass man schweigen und machen, was einem gesagt wird, lernt, dann sind wir (milgram) schnell wieder an einem anderen punkt in der - leider - gemeinsamen geschichte österreichs und deutschlands.

Unbequem? wäre sinnlos nicht ein angebrachteres adjektiv? warum sollte ich durch irgendetwas durchrobben, mich im einheitstrott kleiden (tarnung), hierarchische strukturen akzeptieren etc.? zum schutz des vaterlandes, ich bitte dich!

andere streitkräft? welche denn? komm mir jetzt bitte nicht berufsarmeen (die die meisten staaten ja bereits haben!)

JJFox
04.11.2002, 13:57
@MH
also bist du gegen die Wehrpflicht und gegen eine Berufsarmee?

nobody
15.12.2002, 09:28
"mit Autoritäten klarkommen" ?

In welcher Zeit leben wir bitte ?

Winas
15.12.2002, 11:41
hi :)
also ich habe hier mal ein paar Dinge gelesen weil für mich dieses Thema auch sehr aktuell ist. Ich habe meine Verweigerung durch und kümmere mich momentan um eine Zivildienststelle für nächstes Jahr nach meinem Abi!

@ lots
ich denke auch das es vorteilhaft ist beim Bund mal zu lernen mit Autoritäten klarzukommen, denn ich denke das ist nirgendwo so extrem ( nicht im negativen Sinne) wie beim Bund! Es hat sicher vorteile...

So ich sage euch auch mal warum ich nicht zum Bund wollte: REINE BEQUEMLICHKEIT und das gebe ich auch ganz offen zu! Lieber bei Mutter zu hause das gute Essen genießen :D

ZU der Sache mit dem ausmustern: Ich weiß von einem Freun der hat sich auch wegen seiner Sehschwäche ausmustern lassen. Kommt natürlich auch imemr auf den entsprechenden Arzt an, aber der hat bei dem Sehtest seine Brille abgelegt und sollte die Zahlen vorlesen --> konnte das nicht und hat danach auch noch wie ein blinder nach der Brille getastet ;) aber der sieht wirklich sehr schlecht...
Ansonsten kann ich aus meiner Stufe ein paar Ausmusterungsgründe nennen:
-Mehlallergie (gar nicht nett...)
-Schuppenflechte
-Psychische Probleme (Er hat dem Arzt gesagt er höre Stimmen und Töne in seinem Kopf, da musste er zum Psychater)
- Herzprobleme

So Fälle wie: Eine Nacht aufbleiben und Kaffee trinken und Aklohol (dazu) helfen nicht das wurde schon oft probiert!

Der Fall mit einem Kind: Auch wenn du als Mann ein Kind hast (Sorgerecht) musst du NICHT zum Bund ODER Zivildienst machen das weiß ich ganz sicher!

Insgesamt bin ich gegen die Wehrpflicht, weil ich doch jetzt schon lieber studieren würde... :D

mfg
Winas

JJFox
15.12.2002, 17:09
Originalnachricht erstellt von Winas
-Psychische Probleme (Er hat dem Arzt gesagt er höre Stimmen und Töne in seinem Kopf, da musste er zum Psychater)
- Herzprobleme


Da würde ich allerdings aufpassen denn, zumindest in Österreich ist es so, daß man dann auch Probleme mit dem Verkehrsamt bekommen kann. Wenn man beim Psychiater nicht besteht kann es zum Führerscheinentzug kommen!

nobody
15.12.2002, 17:49
Hi @ all!
Also ich bin glaube ich hier der Drückeberger!! Ich bin im Katastrophenschutz tätig und mache hiermit mein Ersatzdienst.
Die Dauer beträgt 6 Jahre und einmal im Monat ist Übungsabend dazu kommen natürlich noch die Einsätze die so anfallen, Gott sei Dank nicht zu viel!!
Ach ja in der Katatrophenschutzeinheit in der ich tätig bin, nehme ich die Funktion des Sprechfunkers ein, also ein sehr lockerer Job!!

MfG Zeus

Matzi
15.12.2002, 18:03
Wo du das gerade sagst, hajo pie: Wie ist das denn beispielsweise, wenn man während der sechs Jahre umzieht. Kann man dann an einem anderem Ort damit weitermachen?

Tommes
15.12.2002, 19:36
Leider ist mein DLRG-Bezirk nicht im KatS integriert, sonst hätte ich mir auch meine zehn Monate Bund gespart...
Habe aber auch gehört (allerdings von jemanden, der seinen dienst vor ~15 Jahren geleistet hat), dass das Kreiswehresatzamt ganz schön genau auf die Einhaltung der Wachstunden achtet und auch schon Leute wegen manghelder Wachstunden zur Bundeswehr eingezogen worden sind.

Bis denn
THOMAS

nobody
15.12.2002, 19:40
Hi!
@ Matzi
Mein Stand der Dinge ist da, das man sich ja in einer bestimmten Einheit, in einem bestimmten Kreisgebiet oder Stadtgebietverpflichtet, durch ein Verpflichtungsschreiben, das einen von der Wehrpflicht "befreit" d.h. du must deine 6 Jahre in dieser Einheit durchziehen und glaube ich 90 % alle Übungen und Einsätze wahenehemen.
Wenn es jetzt es zu einem Umzug kommt und du somit nicht mehr für den Einsatzdienst in dieser Einheit bereit stehst und in eine andere Eingheit außerhalb des Kreisgebiet bzw. Stadtgebiet wechselts, dann dürfent meines Erachtens die geleistete Zeit in der Katschutzeinheit nicht angerechnet werden..
Aber ich kann mich da nochmal genau schlau machen und dir dann alles wichtige berichten!
MfG Zeus

Marvek
19.12.2002, 21:25
Ich habe 10 Monate Bund überlebt.

Meine Meinung: Berufsarmee und Abschaffung der Wehrpflicht.

Und für alle die die nun Angst haben, dass das Gesundheitswesen ohne Zivis zusammenbricht, ok:
"Für alle ein "staatliches Jahr" einführen: Also Jungen UND Mädchen müssen ein Jahr (davon 2 Monate Urlaub festgelegt) irgentwas machen nach Wahl, entweder Wehrdienst, Zivildienst, freiweilliges okölogisches Jahr, oder andere ALternativen die geschaffen werden müssen ...
Musterung sollte erst dann durchgeführt wenn der bzw. diejenige sich für Wehrdinst entschieden hat. Ist er/sie als untauglich gemustert, dann eine der Alternativen ..."

:D

nobody
26.01.2003, 19:45
Hi,

Ich bin auch der Meinung, dass die Bundeswehr zu einer Berufsarmee umgestaltet werden sollte. Ich musste bisher noch nichtss machen, dass wird wohl in zwei Jahren, nach der Schule passieren :-(, ich wäre aber wie gesagt auch für eine Berufsarmee, da man selbst entscheiden sollte, ob man einen Teil seiner Lebenszeit beim Bund verbringen möchte, man sollte NICHT gezwungen werden.
Der Zivildienst ist ja genauso ein Zwang wie die Bundeswehr, obwohl ich dies der Armee vorziehen würde.

Ciao, mfG
Mithrandil

nobody
13.02.2003, 20:20
Wollte keinen neuen Thread aufmachen und poste meine Frage mal hier rein.
Ich will den Zivildienst gleich nach meiner Ausbildung machen. Allerdings habe ich noch keine "Vorankündigung" zur Einberufung erhalten. Was kann ich tun, dass ich meinen Zivildienst nach der Ausbildung ableisten kann? Kann ich mich auch so um eine Zivistelle umtun?

Winas
13.02.2003, 20:31
moment....ähm....du willst das doch nicht freiwillig machen oder? wenn dich da niemand anschreibt dann übergeht man dich oder man hat dich vergessen! sowas gibt es :D
oder versteh ich da was falsch? :)

mfg
Winas

nobody
13.02.2003, 20:39
Verstehst Du schon richtig. Aber melden die sich dann nicht irgendwann sowieso mal?

Winas
13.02.2003, 20:42
also da du anscheinend nicht mal ne "Vorankündigung" hast dann schieb mal ne ruhige Kugel! ;) da schreiben die dich noch zig mal an wenn die was von dir wollen! auch wenn du was verpasst hast bekommste immernoch ne Erinnerung geschrieben also....don´t panic!
cu

nobody
13.02.2003, 20:50
Bis jetzt hab ich zwei Briefe bekommen. Was der erste beinhaltete weiß ich nicht mehr. Hab darauf geschrieben, das ich Zivildienst machen will, worauf ich wieder einen Brief erhielt. Dort steht das drin mit dem Antrag auf Kriegsdienstverweigerung... Der Brief ist inzwischen fast 21/2 Jahre alt. Seirdem hab ich auch nichts mehr von denen gehört.

nobody
13.02.2003, 21:17
Wenn ich jetzt nichts mache, kann es dann passieren, dass die in zehn oder zwanzig Jahren auf die Idee kommen mich einzuziehen.

Winas
13.02.2003, 21:30
hm.musstest denen irgendeine Bescheinigung gegen das du ne ausbildung machst? wenn ja dann biste wahrscheinlich nur freigestellt aber auch dann müssten die sich nochmal melden!
die können dich nur bis 27 einziehen danach verfällt das!

mfg
Winas

nobody
14.02.2003, 16:53
Ich mache Zivi. Das Ganze in einer ziemlich netten Stelle: Im Naturschutz. Das läuft raus auf etwas Papierkram, viel Arbeit mit Menschen (Anfragen, Umweltberatung) und genug Hausmeister-/ Gärtnerarbeit :up:

@ hippie: Ganz meine Meinung! Das Ungerechte ist für mich nicht die Pflicht, sondern die Einseitigkeit! Warum trifft es denn nur die Männer?
Abgesehen von der grundlosen, willkürlichen Bevorzugung von Frauen beruht das Ganze doch auf überholten Rollen-Klischees: Männer an die Front, Frauen an den Herd! Völlig fernab der Tatsachen und persönlichen Eignung... :no:

Wenn ich sehe, wie selbstbezogen und verantwortungslos viele Leute in meinem Alter sind (keine Wertung zu mir selbst), würde ich fast sagen, das Bisschen Pflichtdienst tut denen mal ganz gut :D

buba
14.02.2003, 16:57
Originalnachricht erstellt von Dr. Greenthumb
Ich mache Zivi. Das Ganze in einer ziemlich netten Stelle: Im Naturschutz. Das läuft raus auf etwas Papierkram, viel Arbeit mit Menschen (Anfragen, Umweltberatung) und genug Hausmeister-/ Gärtnerarbeit :up:
:aha: Daher dieser "ausgefallene" Wohnort in deinem Profil.

laborjunge
23.02.2003, 22:04
Ich hab Wehrdienst gemacht.
Warum? Ganz einfach:
Ich hatte keinen Bock auf Zivi, ich wollte was erleben, ich wollte meine Grenzen austesten, wollte mal gucken ob rumballern wirklich so toll ist. ;)
Tja und ich habs nicht bereuht und würde es im nächsten Leben auch wieder machen. :cool:

Na denn Horrido und fette Beute.

Mc Gyver
24.02.2003, 10:14
Ich werde ebenfalls Wehrdienst leisten.
Ich habe fast die gleichen Beweggründe wie laborjunge, aber noch ein ganz entscheidener kommt dazu:

Wie kann mann allen Ernstes in seinem KDV-Antrag die Ansicht vertreten, das man eher seine eigenen Leute (Familie/Freunde/etc. über den Haufen schießen lassen würde, als den Angreifer selbst zu erschießen? Denn das ist das was man glaubhaft machen muss, wenn man verweigert.

Galileo
24.02.2003, 10:59
Für diejenigen, die Wehrdienst machen wollen:

Informiert Euch beim Kreiswehrersatzamt rechtzeitig über die Stellen, die für Euch in Frage kommen.

Z.B. die beliebten heimatnahen Stellen (womöglich auch noch mit LKW-Führerschein) kriegt man meist nur durch Eigeninitiative beim KWEA nach dem Motto:

"Denn wer nicht kommt zur rechten Zeit, der bekommt was übrig bleibt."

laborjunge
24.02.2003, 11:52
Naja informieren ist ja schön und gut aber dabei muss man auch bedenken, dass nicht jeder für jede Stelle geeignet ist. Und ob du dann auch noch auf nen Lehrgang geschickt wirst ist eine ganz andere Sache. Das Kreiswehrersatzamt entscheiden nicht darüber sondern nur die Einheit. Ich hab schon Rekruten gesehen die zur Weiterverwendung als Scharfschütze eingeteilt wurden obwohl die noch nie eine Waffe in der Hand hatten. Also immer schön skeptisch bleiben. In dem Landen läuft längst nicht alles so rund wie es nach aussen scheint. ;)
Und heimatnah hat auch nen Nachteil mehr Dienste am We und du bekommst das Entfernungsgeld nicht. :rolleyes:

buba
24.02.2003, 12:24
laborjunge und besonders Mc Gyver:
Ihr solltet nach Amerika auswandern, dort wärt ihr bestens aufgehoben.

laborjunge
24.02.2003, 12:28
Wie meinst du das denn jetzt?
Nur, weil ich Wehrdienst leiste und Mc Gyver Wehrdienst leisten will? :confused:

Mc Gyver
24.02.2003, 12:40
@buba: Das versteh ich jetzt aber auch nicht!
Was hat das denn mit Amerika zu tun?

Hier geht es doch nicht darum das man, wenn man(n) Wehrdienst leisten will, gleichzeitig auch Kriegsgeil ist!

Zu meinen Hauptgrund: Würdest du nicht zur Waffe greifen um das Leben deiner Leute schützen?

Galileo
24.02.2003, 13:17
Originalnachricht erstellt von laborjunge
Naja informieren ist ja schön und gut aber dabei muss man auch bedenken, dass nicht jeder für jede Stelle geeignet ist. Und ob du dann auch noch auf nen Lehrgang geschickt wirst ist eine ganz andere Sache. Das Kreiswehrersatzamt entscheiden nicht darüber sondern nur die Einheit.

Das ist schon klar, aber wenn man sich gleich von Anfang an z.B. um eine Stelle mit LKW-Führerschein bewirbt ist die Chance auf jeden Fall wesentlich größer.
Bei dem von Dir angesprochenen Scharfschützenlehrgang zählen logischerweise natürlich primär die in der Einheit erbrachten Schießleistungen und nicht eine vom KWEA vorgenommene Einteilung.
Kommt halt immer auf den jeweiligen Lehrgang an.

Zum Thema WE-Dienste:
Da ich jeden Tag heimfahren konnte, habe ich die paar UvD- und Wachdienste am WE gerne gemacht.


Aber nochmals:
Meldet Euch wegen Eurer zukünftigen Verwendung (was und wo) rechtzeitig beim KWEA! Logischerweise nach der Musterung, da dann klar ist, für welche Verwendungen man geeignet ist.
Zumindest bei mir und meinem Bekanntenkreis war es größtenteils dann immer so wie vorher geplant. Ich kenne aber auch welche, die das ganze halt auf sich zukommen ließen und dann auf Stellen gelandet sind, die ihnen nicht gepasst haben.

Im Übrigen:
Auch wer verweigern will, sollte sich rechtzeitig um eine gute Zivistelle kümmern.


Gruß,
Galileo

bitterlemon
24.02.2003, 13:29
man kann es sich eben nicht raussuchen kann, ob man zivil oder wehrdienst machen möchte. keine frage , wenn es so wäre würde niemand der ein bischen verstand hat mehr den kopf an der front hinhalten, wenn er sich genausogut im hinterland in sicherheit wiegen könnte. eine verweigerung aus gewissengründen ist akzeptabel, nur wie es heutzutage läuft halte ich in >98% der fälle für missbrauch.

ich denke, ein jahr zivildienst/wehrdienst wirkt dem allgemeinen trend nur noch an sich selbst zu denken ein bischen entgegen und sollte deshalb auch nicht abgeschafft werden. landesverteidigung geht alle etwas an, und sollte auch nicht von der reicheren gesellschaft "erkauft" werden. 90% der Soldaten in den Staaten kommen aus armen verhältnissen und können sich kein studium leisten, oder sehen in der armee ihr einzigste möglichkeit so etwas wie karriere zumachen.

nobody
24.02.2003, 14:03
und sollte auch nicht von der reicheren gesellschaft "erkauft" werden
... es gab mal einen heldenhaften US-Präsidenten, der hat in seiner Jugend den Himmel über Texas verteidigt, während seine Landsleute an der Front verheizt wurdn. Dreimal dürft Ihr raten, wie er hiess... :D

Adam
24.02.2003, 14:11
..ich wollte was erleben..


Hab ich auch...den ganzen Tag zugeschaut wie mein Vorgesetzter Cola trinkt, raucht, Bild liest und dazwischen Solitär spielt. :rolleyes:


Gruß
Adam

Paladin
24.02.2003, 14:22
Originalnachricht erstellt von Galileo
...Aber nochmals:
Meldet Euch wegen Eurer zukünftigen Verwendung (was und wo) rechtzeitig beim KWEA! Logischerweise nach der Musterung, da dann klar ist, für welche Verwendungen man geeignet ist.
Zumindest bei mir und meinem Bekanntenkreis war es größtenteils dann immer so wie vorher geplant. Ich kenne aber auch welche, die das ganze halt auf sich zukommen ließen und dann auf Stellen gelandet sind, die ihnen nicht gepasst haben.

...

Bei mir war direkt nach der Musterung noch der sog. Eignungstest. Der ähnelt dem, was heutzutage in vielen Betrieben als Einstellungstest gemacht wird.
Und wenn man da ziemlich gut abschneidet (so wie meine Wenigkeit), dann kann man sich im anschließenden Gespräch seine Stelle quasi aussuchen.
Bei mir war's so, daß ich erst gefragt wurde, was ich denn machen möchte und danach, wo ich denn hinwolle. Gut, das Heimatnahe war mir wichtiger, also mußte ich an der Stelle abstriche machen. Hab aber dann doch noch einen Super-Job abgeräumt!

So long
Paladin

buba
24.02.2003, 14:45
Originalnachricht erstellt von Mc Gyver
Zu meinen Hauptgrund: Würdest du nicht zur Waffe greifen um das Leben deiner Leute schützen?
Nein.

Schlimm genug, dass es andere tun (ob "Angreifer" oder "Verteidiger").

Mc Gyver
24.02.2003, 20:25
@ buba: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass du tatenlos zusehen würdest, wie jemand deine Kinder/Frau/Freunde erschießt, wenn du selber die Möglichkeit hättest es zu verhindern?!

Du würdest also lieber Dich und andere opfern, damit der Täter weiterleben kann und weiter mordet?

Man muss sich doch diesen Leuten in den Weg stellen.
Wenn sich damals niemand der Wehrmacht in den Weg gestellt hätte, und junge Männer nicht ihr Leben für die Freiheit anderer gelassen hätten, dann würden wir doch immer noch im 3 Reich leben oder?

Ich meine wenn jeder so handeln und denken würde wie du (und ich auch!) dann müssten wir uns über sowas keine Gedanken machen.
Aber es gibt nunmal immer irgendwelche Leute, die Gewalt gegen andere Einsetzen um sich zu bereichern etc. Und diesen Leuten muss man sich in den Weg stellen - und das notfalls mit Gewalt (Als letztes Mittel!)

Gruß, McGyver

nobody
24.02.2003, 21:17
Originalnachricht erstellt von Mc Gyver
Aber es gibt nunmal immer irgendwelche Leute, die Gewalt gegen andere Einsetzen um sich zu bereichern etc. Und diesen Leuten muss man sich in den Weg stellen - und das notfalls mit Gewalt (Als letztes Mittel!)

Im Auftrag des Staates, in welchen Absichten auch immer. Man Befehle zu befolgen ohne auch nur das Geringste darüber zu erfahren, was wirklich Sache ist.

buba
24.02.2003, 21:24
Mc Gyver:
Schlägst du auch vor, dass sich in D. jeder für den Fall der Fälle eine Knarre kaufen und unter sein Kissen legen darf?

laborjunge
24.02.2003, 22:55
@ Krösus
Eine Armee besteht nunmal aus den Prinzipien Befehl und Gehorsam. Würde man jeden Befehl erst erklären und begründen ist er oft schon hinfällig. Deswegen heisst es ja auch Befehl und Gehorsam.
Klar kannst du dir Gedanken machen über den Sinn eines Befehls aber du musst ihn ausführen, sofern er nicht gegen Menschenrecht und geltendes Recht verstößt.

Chris2701
24.02.2003, 23:25
Ach der Wehr und der Zivieldienst ist doch alles nur Zeitverschwendung in der Zeit kann man sich wirklich mit anderen Dingen beschäftigen bzw Studium oder Praktikas,Hospitanzen etc. Ich bin der Meinung es wäre besser wenn man das nich Verpflichten würde sondern nur auf Wunsch machen sollte. Also wer Zivi machen möchte der kann zivi machen der wehrdienst ableisten möchte der kann das machen und wer gar nicht machen möchte das ist auch ok.

Mc Gyver
25.02.2003, 07:54
@ Chris2701 wenn die Regelung so wäre, würde wohl kaum jemand etwas machen!
Meine Meinung: Wehrdienst/Zivildienst abschaffen Berufsarmee bilden. Und dann müssen Männlein und Weiblein für ein Jahr etwas für die Allgemeinheit tun. (THW/Feuerwehr/Katastrophenschutz/) so hätte man eine breite Masse die in der Lage wäre jederzeit professionell erste Hilfe zu leisten und im Katastrophenfall als Retter etc zu agieren!

@buba: Du bist leider nicht auf mein Argument eingegangen - aber, wenn ich die Knarre unter meinen Kopfkissen hätte, würde ich Sie auch einsetzten, um mich und andere zu verteidigen.

buba
25.02.2003, 14:19
Originalnachricht erstellt von Mc Gyver
@buba: Du bist leider nicht auf mein Argument eingegangen - aber, wenn ich die Knarre unter meinen Kopfkissen hätte, würde ich Sie auch einsetzten, um mich und andere zu verteidigen.
Was für ein Argument denn, bitteschön? Für irgendwelche weit hergeholten Gedankenkonstruktionen eine Waffe zu besitzen, um sie im Fall der Fälle auch zu benutzen?

Mc Gyver
25.02.2003, 14:37
@ buba
Das Argument was auf einer historischen Tatsache beruht. Das 3 Reich konnte nur mit Gegengewalt zerstört werden. Oder glaubst du Hitler und Konsorten hätten sich durch gutes zureden oder devensivem Verhalten von ihreren Wahnvorstellungen bekehren lassen?

buba
25.02.2003, 15:21
Nein, das glaube ich nicht. Deswegen muss ich aber noch lange nicht den Wehrdienst oder Privatbesitz von Waffen befürworten.

Mc Gyver
25.02.2003, 15:31
Ich befürworte ja beides nicht. Es ging ja ursprünglich darum, das ich keine Gründe für eine Verweigerung habe, und ich möchte dann auch nicht großartig rumflunkern - sowie die meisten. Denn die meisten KDVer verweigern nicht aus Gewissensgründen, sondern aus reiner Bequemlichkeit. Ich möchte mich aber dieser Herausforderung stellen.

buba
25.02.2003, 15:34
Originalnachricht erstellt von Mc Gyver
Denn die meisten KDVer verweigern nicht aus Gewissensgründen, sondern aus reiner Bequemlichkeit. Ich möchte mich aber dieser Herausforderung stellen.
Ich wär vorsichtig mit solchen Pauschalisierungen.

Mc Gyver
25.02.2003, 15:54
Ich hab ja nicht gesagt "alle" sondern "die meisten".
Von den Leuten die ich kenne die Verweigert haben oder verweigern wollen, hat dies keiner aus Gewissensgründen getan!
Die Aussagen waren folgende: Ich will nicht angeschrien werden, ich will nicht 30km am Tag laufen, usw. usw.
Diese Leute sagten aber auch, das wenn es darum ginge sein Land zu verteidigen, dass sie dann sofort zur Waffe greifen würden.

laborjunge
25.02.2003, 16:11
Wo wir doch gerade beim dem Thema KDV-Antrag sind - mir kocht da gelengentlich die Galle über. Wenn ich die Leute so sehe die einen KDV-Antrag stellen und reinschreiben sie würden niemals eine Waffe in die Hand nehmen und dann siehst du sie die dollsten Ballerspiele spielen. Sowas verstehe ich nicht. :mad:
Solche Leute verlieren in meinen Augen schnell ihre Glaubwürdigkeit.
:madanimate:

Chris2701
25.02.2003, 17:48
Naja ok MCGyver da hast du vielleicht nicht unrecht aber es gibt sicherlich auch Ausnahmen. Ausnahmen bestätigen die Regel*ggg*Aber mal sehen was sich so im Laufe der Jahrzehnte entwickelt

nobody
25.02.2003, 18:07
Originalnachricht erstellt von laborjunge
Solche Leute verlieren in meinen Augen schnell ihre Glaubwürdigkeit.
:madanimate:
:uh: Naja, natürlich sind sie keine Pazifisten. Aber sollen sie in den KDV-Antrag reinschreiben, dass sie nur aus Bequemlichkeit keinen Bock auf Bund haben?
Ich sehe, dass übrigens ganz ähnlich, dass die Leute nur aus Bequemlichkeit verweigern. Aber warum sollte ich mich darüber aufregen? Das hat unsere Gesellschaft nunmal so mit sich gebracht.

@McGyver: Bist Du so ne Art Cowboy? :suspect:

laborjunge
25.02.2003, 18:21
Es regt mich nunmal auf, dass sie sich dran ergötzen andere Leute in den Tod zu schicken indem sie ihnen irgendwelche Weichteile wegballern. Und dann noch möglichst Cheats ausm Netz laden um möglichst viel Blut fließen zu lassen.
Und wenn ich dann eben die KDV-Anträge von ihnen lese kocht mir immer die Galle. :eek:
Aber was will man machen.... Die Gesellschaft ist einfach zu bequem geworden.

Aber wahrscheinlich trifft hier auch wieder der Spruch zu:
Die Welt will betrogen werden. :ugh:

Mc Gyver
25.02.2003, 20:27
@LotS: Nein! - Wieso?
Ich will halt eben nur lieber Wehrdienst leisten als Zivildienst - ist das denn so schlimm?

theplaya
04.04.2003, 16:22
So oder so wird es irgendwann eine Berufsarmee in Deutschland geben, weil:

1. die Wehrpflicht für junge Männer einen Nachteil im internationalen Arbeitsmarkt mit sich bringt (die Schule und das Studium dauern in D sowieso schon so lange, dann auch noch z.B. Zivildienst....)
2. Deutschland kein Heer von über 300.000 Mann braucht
3. der heutige Krieg oft mit kleinen, sehr gut ausgebildeten Spezialeinheiten bewältigt wird
4. der Unterhalt von ich glaube so ca. 150-200 000 Wehrpflichtigen auf Dauer ziemlich teuer wird
5. Wehrpflichtige zu schlecht ausgebildet sind. Z.B. findet heute zumindest ein großer Teil eines Krieges in der Luft statt, und dafür braucht man nunmal professionelle Piloten.
6. etc.

Mir fallen im Moment keine weiteren Gründe ein. Vielleicht später....
Außer vielleicht, dass kein anderes modernes westliches Land noch die Wehrpflicht hat (siehe USA, GB, Frankreich.....), nur noch Deutschland.

laborjunge
04.04.2003, 19:23
Tja nun sind wir ja schon soweit und haben festgestellt, dass die Wehrpflicht irgendwann einmal nicht mehr geben wird. Aber wie soll sich denn der Wandel vollziehen. Allen ist wohl klar, dass es nicht von heute auf morgen passieren kann.

@theplaya

Das Wehrpflichtige die keine Vollausbildung bekommen nicht das Gelbe vom Ei sind ist logisch. Aber einige bekommen dann auch die für ihre Truppengattung typische Vollausbildung und die haben dann auch was aufm Kasten. Was jetzt allerdings dein Argument mit den Piloten betrifft - ich kann da keine Verbindung zu Grundwehrdienstleistenden ziehen. Piloten werden eh nur aus den Reihen der Zeitsoldaten und Berufssoldaten gestellt.

Mc Gyver
08.04.2003, 15:44
@theplaya

Das das mit dem Spezialeinheiten und Krieg aus der Luft nicht ganz so richtig ist, sehen wir ja recht eindrucksvoll im Irak. Rumsi wollte erst nur 60000(!) Soldaten in den Golf schicken. Jetzt sind es 250000 und 100000 sollen angeblich noch folgen.(Dazu noch schwere Raktenwerfer und mehr Panzer)

Aber du hast schon Recht, mit einer Wehrpflichtigenarmee ist heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Habe mich letztes Jahr auf einem Soldatentag mit einem Wehrpflichtigen unterhalten, der während der ganzen 8 Monate nur ein einzigesmal mit dem Panzer rausgefahren ist. Vom Manöver müssen wir erst gar nicht reden. Solchen "hochausgebildeten" Soldaten, würden im Kampfeinsatz nicht alt werden.

laborjunge
09.04.2003, 20:57
Wehrpflichtige sollen ja auch nicht an vorderster Spitze eingesetzt werden. Viel mehr sollen sie Sicherungs- und Nachschubaufgaben im E-Fall übernehmen.
Hm ich hab mal von einem General eine nette Sache gesagt bekommen. Er sagte in etwa Folgendes: " Wenn es keine Wehrpflicht gäbe dann würden sich auch weniger Leute für die Zivil- und Katastrophenschutz melden. Dann hätten wir wieder ein Problem mehr wenn zum Beispiel wieder ein Hochwasser kommen würde. Und der Personalbestand der Bundeswehr an Zeit- und Berufsoldaten könnte einen Hochwassereinsatz nicht alleine abdecken."

Heute hab ich ja in der U-Bahn gelesen, dass es einen Vorschlag gibt die Wehrpflicht auch 6 Monate zu verkürzen. Ich halte das für vollkommenen Schwachsinn. Was sollen dabei für Soldaten rauskommen?. Soll die Grundausbildung weiterhin 3 Monate dauern und dach 3 Monate Endverwendung? Ohje was soll man dazu sagen!?! :confused:

nobody
09.04.2003, 21:10
Die allgemeine Grundausbildung dauert seit einigen Jahren nur noch 2 Monate...

Tommes
10.04.2003, 10:58
Die allgemeine Grundausbildung dauert seit einigen Jahren nur noch 2 Monate...
Das stimmte bis April letzten Jahres, da ist sie wieder auf drei aufgestockt worden.

Smudie
10.04.2003, 11:37
Ja, offiziell sind es 3 Monate. Aber ich glaube in den meisten Fällen ist ein Großteil des 3. Monats einfach die Spezialgrundausbildung. Vorher war das getrennt.

Galileo
10.04.2003, 11:50
Heute hab ich ja in der U-Bahn gelesen, dass es einen Vorschlag gibt die Wehrpflicht auch 6 Monate zu verkürzen. Ich halte das für vollkommenen Schwachsinn. Was sollen dabei für Soldaten rauskommen?. Soll die Grundausbildung weiterhin 3 Monate dauern und dach 3 Monate Endverwendung? Ohje was soll man dazu sagen!?!

So sehe ich das auch. Ich war noch zehn Monate dabei - und das war im Verhältnis zu einer reinen Ausbildungszeit von 5,5 Monaten in meinem Fall eigentlich schon viel zu kurz.

Eine weitere Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate ist Schwachsinn. Entweder zwölf Monate Wehrdienst oder Berufsarmee - alles andere ist Humbug.

Mc Gyver
10.04.2003, 12:03
Also von einem Freund der im Moment bei der BW ist weiß ich das die allgemeine Ausbildung 2 Monate dauert, und die Spezialausbildung in seinem Fall Sani Ausbildung nochmal 1 Monat. Aber erst danach wird man zum Gefreiten befördert. Vorher ist man noch Rekrut.

Mit dem Verlängern ist es so, dass man noch sogenannten zusätzlichen freiwilligen Wehrdienst leisten kann. Man muss dann aber auch bereit seien ins Ausland zu gehen. Da gibt es dann richtig Geld (bis zu 180€ am tag. Genaueres erfährt man beim Kreiswehrersatzamt.

laborjunge
11.04.2003, 13:56
So nun mal Klartext zur Grundausbildung.
Die Grundausbildung dauert 3 Monate beim Heer. Die Sanis sind hierbei nicht ausgenommen. Bei ihnen dauert der allgemeine Gefechtsdienst nur ca.2 Monate danach bekommen sie die spezielle San.-Ausbildung.
Soviel dazu.

theplaya
11.04.2003, 15:34
@ Mc Gyver:

Aber selbst in einem Bodenkrieg wäre die Bundeswehr nicht zu gebrauchen. Die konnte doch noch nicht mal ein paar Tausend Soldaten nach Afghanistan transprotieren, weil keine Transprotflugzeuge mit den entsprechend qualifizierten Piloten da sind.....

Mc Gyver
12.04.2003, 12:05
@ theplaya: Da hast du leider recht!

Winas
10.05.2003, 19:53
es ist aus :( :( :(
ich wurde heute eingezogen!
am 1.09.03 muss ich meinen Dienst im Krankenhaus antreten...*schrei* ich hatte so gehofft das die Stelle gekürzt wird aus Geldmangel, aber man hat sich wohl nach 5 monaten an mich "erinnert" :(
hab so kein Bock...
und ich kann noch nicht anfangen mit dem Studium :( argh...

mfg
Winas :(

buba
10.05.2003, 20:24
Schade :(

nobody
10.05.2003, 20:44
Armes kleines Winas... :trost: :D :p

Winas
10.05.2003, 22:50
danke für das Mitleid ;)
naja ist schade um das Jahr!
irgenwie ist das aber auch verdammt ungerecht! ich glaube wir hatten sowas schonmal: Eigentlich muss ich mich jetzt anstrengen T3 zu werden, damit ich ein Jahr "spare" wenn ich nicht Zivi/Bund machen will um mich zu orientieren! Dann muss ich versuchen meinen Körper/Gesundheit so schlecht wie es geht darzustellen! Zur Not dichte ich mir dann halt was dazu...
Also ich finde das nicht richtig!
hm....werde dann in dem Jahr meine Physikkenntnisse auffrischen denke das ist angebracht! der Tipler ist schon bestellt :D

mfg
Winas

Matzi
10.05.2003, 23:16
Originalnachricht erstellt von Winas
[...]hm....werde dann in dem Jahr meine Physikkenntnisse auffrischen denke das ist angebracht! der Tipler ist schon bestellt :D
[...]
Eigentlich sollst du ja nebenbei auch noch was anderes machen... :rolleyes: :D (Ist ja kein Jahr zum Lernen...)

Winas
10.05.2003, 23:19
hehe keine Sorge ich werde auch noch zu anderen Dingen kommen :D ;)

FliX
11.05.2003, 02:32
mach das meiste draus... ;)

laborjunge
12.05.2003, 20:06
Also ich hab früher auch so gedacht. Aber nun denk ich anders. Bund war ne tolle Zeit und deshalb spring ich auch heute noch, 12 Monate danach, in Flecktarn durch die Welt. :)

Ich glaube
Solange es keine Alternativen zur Wehrpflicht gibt wird es sie wohl auch geben. Klar hat sie sich überlebt aber in so einem verkrusteten System wird sie wohl noch eine Weile bestehen.

nobody
17.06.2003, 10:16
Ich bin selber Zeitsoldat und ich kann nur sagen ich bin froh, das es die Bundeswehr gibt. Wenn ich das immer höre schafft die Bundeswehr ab, die brauchen wir nicht, frag ich mich immer ob die, die das sagen schon mal über das was sie sagen nachgedacht haben. Was ist denn wenn wir keine Bundeswehr haben? Dann könnte ja jeder kommen und ehrlichgesagt hab ich keine Lust das so ein Arsch mein Haus wegnimmt und meine Familie abschlachtet. Was ist mit anderen Ländern? Soll man zugucken wie die im Chaos versinken, weil man keine möglichkeit hat einzugreifen? Was wäre wenn England und Russland im zweiten Wk keine Armee gehabt hätten? Die Welt würde heute von Nazis regiert werden! Und das find ich ehrlichgesagt nicht so lustig!
Jetzt könnte man ja sagen, ok wir sind in der NATO, in der EU und in den UN, die machen das schon. Ganz genau! Das ist jawohl das feigste was ich je gehört hab! Ja lass die doch ihre Soldaten für uns opfern, wir sitzten hier lieber schön rum und schaukeln die eier! Ganz großes Tennis sag ich da nur! Und wer meint:"Ja dann müssen eben alle Länder ihre Armeen abschaffen." Also da fällt mir nix mehr ein außer:"Man, man man gebt den Kindern keine Drogen!"
Einen Menschen zu erschießen ist sicherlich nicht so nett, aber es gibt nun mal fälle und die Geschichte ist mein Zeuge, in denen es nicht anders geht. Und bevor ein Länd in meins einfällt erschieß ich sogar lieber tausend von deren Leuten auch wenn ich die noch nie gesehen hab.
Klar sollte man immer erst den diplomatischen weg gehen und das was die USA so treiben kann ich nicht für gut heißen, aber es gibt fälle wo eine Gewaltsame antwort unausweichlich ist. Was wäre damals mit Russland passiert, wenn sie versucht hätten immer und immer wieder mit Hitler zu verhandeln? Sie wären komplet besetzt worden und nix anderes! Angriffskriege halte ich für nicht so gut, da ich dann dem opfer meinen Willen aufzwingen will. Außerdem fehlt mir da die berechtigung für den krieg. Aber wenn ich mich verteidige und angegriffen werde hab ich jedes recht mich zu wehren.

Beim Bund selbst ist der alltag sehr von den Einheiten abhängig. Ok ich hatte die ganze Zeit harte ausbildung, aber ich will ja auch mal offizier werden. Allerdings hatten die Wehrpflichtigen, die mit mir damals angefangen haben, es kein wenig besser. Und wenn ich höre, daß man beim Bund stinkend fett wird kann ich nur sagen:"Selber schuld!" Wenn man nach dienst nix mehr an sport macht und sich den wanst vollschlägt und säuft, dann soll es soetwas doch tatsächlich geben, daß man dann dick wird. Das ist aber kein problem der bundeswehr sondern das muß jeder mit sich selbst ausmachen, was er will und was nicht!

nobody
17.06.2003, 10:59
Also ich bin der Meinung unsere Bundeswehr ist notwendig. Allein schon im Rahmen unserer Bündnissysteme können wir ohne sie nicht unseren Verpflichtungen nachkommen.

@strapinski
Was du über Russland und England im zweiten weltkrieg gesagt hast mag zwar richtig sein, aber es kann in Europa nie wieder eine solcche Konfliktsituation geben, weil jeder Staat mit jedem anderen enge Beziehungen hat auf die er letztlich rein wirtschaftlich angewiesen ist.

Ich teile aber strpinskis Meinung darüber dass die Bundesewehr nicht abgeschafft werden kann und hab mich bereits zum kommenden Oktober für 12 Jahre verpflichtet!

Jedem das Seine!

laborjunge
18.06.2003, 22:26
HeyHey!

Ist ja richtig cool, dass es hier noch mehr Soldaten gibt. :)

theplaya
19.06.2003, 11:33
@ strapinski:

Haben wir denn was über die Abschafftung der Bundeswehr gesagt?? Ich dachte wir reden über die Abschaffung der Wehrplflicht! :rolleyes:

Natürlich ist die Bundeswehr notwendig. Aber können wir uns bei unserer wirtschaftlichen Situation die Wehrpflicht noch erlauben?? Da die Schule und Studium hier in D sowieso schon so lange dauern, kann man doch nicht noch ein Jahr Bund/Zivi dranhängen. Das stellt einen entschiedenen Nachteil der dt. Wirtschaft´im internat. Vergleich dar: Hier in D stehen gut ausgebildete Fachkräfte erst Jahre später zur Verfügung als z.B. in Frankreich oder GB.....
Wenn ich überlege, dass die in Frankreich mit 18 ihr Abi (bac wie es dort heißt) in der Tasche haben, werde ich schon immer neidisch. Ich werde in dem Sommer, wenn ich meine Abi bekomme, schon 20! Und ich bin nicht sitzengeblieben! :D Und ich muss dann auch noch ein Jahr für den Zivildienst dazurechnen..... dann fange ich erst mit 21 an zu studieren, wenn die in Frankreich schon halb ferig sind mit ihrem Studium. :mad:

FK
19.06.2003, 12:51
Originalnachricht erstellt von phrase
hab mich bereits zum kommenden Oktober für 12 Jahre verpflichtet!



Ui, und ohne das vorher zu testen? :D

Da ich Realist bin, sage ich, dass wir tatsächlich nicht ohne Armee auskommen und auch in Zukunft nicht auskommen werden.
Schön wärs, wenn...

Ansonsten spricht viel für eine reine Berufsarmee, denn da wäre der Anteil der Leute, die diesen Job wirklich machen wollen und entsprechend motiviert sind, wesentlich größer.

Die meisten Wehrpflichtigen sind doch froh, wenn sie es hinter sich haben (wie ich auch damals...).

Gruß,
Franz

Matzi
19.06.2003, 14:32
Originalnachricht erstellt von FK
[...]Ansonsten spricht viel für eine reine Berufsarmee, denn da wäre der Anteil der Leute, die diesen Job wirklich machen wollen und entsprechend motiviert sind, wesentlich größer.[...]
Allerdings, zumal die Bundeswehr ja jetzt einen vermehrte[n] Bedarf an qualifizierten und gesundheitlich besonders geeigneten Wehrpflichtigen hat.

nobody
20.06.2003, 14:46
Ganz so einfach ist das leider nicht mit dem abschaffen der Wehrpflicht. Zum einen wird ja immer bemängelt, daß die Leute dann das gefühl der zugehörigkeit zum staat verlieren und so, aber der wahre grund liegt in der personalpolitik. Denn man darf nicht vergessen, daß fast 60% der Zeitsoldaten sich erst während der wehrpflicht dafür entschieden haben. Der Bundeswehr würden also eine Menge an neuen bewerbern fehlen. Man müsste dann mehr werbung für die truppe machen und man müßte verhindern, daß die presse die bundeswehr immer unnötig in den dreck zieht, denn wir können auch nix für einzelfälle. Und nur weil in Hammelburg(mein ehemaliger standort) ein paar deppen diese tollen videos gedreht haben ist noch lange nicht die ganze bundeswehr rechtsradikal, im gegenteil! Aber sowas schreckt jemanden der die truppe nicht kennt ab!


@phrase bei welcher einheit willst du denn anfangen?

Langfingerli
25.10.2003, 14:11
Ich muss das Thema nochmals aufwärmen.
Kennt jemand zufällig die Frist, die man für die Verweigerung einhalten muss? Ich bin vor 3,5 Monaten gemustert worden und wurde für Büroarbeiten eingeteilt(1.7.04 Einzugstermin), möchte nun aber doch Zivildienst leisten. Kann ich noch verweigern?
Gruß
lf

Matzi
25.10.2003, 14:27
Du kannst. Wie das genau geht weiß ich jedoch nicht. Aber du kannst auch, wenn du schon einige Wochen beim Bund noch immer nachträglich verweigern, jedenfalls hat das jemand aus unserem letzten 13. gemacht.

Langfingerli
25.10.2003, 14:38
Naja, dann kann ich ja locker machen :D

aqua
25.10.2003, 18:02
@ Langfingeli
Aber wenn du dich schon hast mustern lassen, dann musst du begründen, wieso du dir das hinterher noch überlegt hast. Nachdem du bei der Musterung nicht gesagt hast, dass du verweigern willst, gehen die davon aus, dass du bis dahin noch wolltest und darauf musst du in deiner Verweigerung eingehen.
Die Chance, dass du jetzt vor diesen berühmten "Ausschuss" oder was immer das ist, musst, ist wohl wesentlich größer.
Weiß ich auch als Frau, weil ich für jemanden in diesem Stadium die Verweigerung geschrieben hab und mich vorher schlau gemacht habe, worauf man eingehen muss. :D

Gruß
Britta

nobody
25.10.2003, 18:32
Für wen denn? :suspect: Kann der selber nicht schreiben?

Matzi
25.10.2003, 18:41
Originalnachricht erstellt von aqua
[...]Weiß ich auch als Frau, weil ich für jemanden in diesem Stadium die Verweigerung geschrieben hab und mich vorher schlau gemacht habe, worauf man eingehen muss. :D [...]

:nono: Ist sicher nett von dir, dass zu tun, aber....

Nee, mal ernsthaft: Heutzutage scheinen viele echt zu faul für so was zu sein und das finde ich erschreckend. Ein Klassenkamerad von mir hat sich beispielsweise die Verweigerung einfach aus dem Netz gezogen. Naja, die haben sie natürlich nicht angenommen. Also man müsste doch wohl eigentlich noch selbst in der Lage sein, so etwas schreiben zu können.

laborjunge
25.10.2003, 19:00
Oh du schöne faule Spaßgesellschaft.
Argumente aus der Dose - für den der keine Meinung oder Argumente hat praktisch. Aber eigentlich nur peinlich und arm.

Verweigern kannst du jeder Zeit beim Bund. Es gibt sogar Offiziere die es noch nachträglich machen. Dauert alles nur eben länger wenn du schon in der Truppe bist.

Godwael
26.10.2003, 14:07
Nach allem, was ich von den Rekruten in meinem Bekanntenkreis hoere, ist Offizier sein eine spezielle Form der Wehrdienstverweigerung... :D

Kann sich dabei aber auch um ueble Nachrede handeln... :rolleyes:

aqua
26.10.2003, 14:16
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Für wen denn? :suspect: Kann der selber nicht schreiben?

Doch kann der schon, aber der hat dafür was für mich gemacht, was er besser konnte.
Eigentlich hab ich nur mal so angefangen und dann weiter gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat. Und zum Schluss hat es uns dann so gut gefallen, dass wir meine Version genommen haben.

Ist doch letztendlich auch egal. Er wollte nicht zum Bund, hatte seine Gründe und macht jetzt Zivildienst.
Wer da hin will, der kann ja gern, wer nicht, der sollte nicht hin müssen, weil er sich vielleicht bei so einem Schreiben nicht so gut ausdrücken kann.

Britta

nobody
26.10.2003, 14:31
Originalnachricht erstellt von aqua
aber der hat dafür was für mich gemacht, was er besser konnte.

Ich frage lieber nicht was?! :hmpf:


Er wollte nicht zum Bund, hatte seine Gründe

Jo, bestimmt weil er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann eine Waffe anzufassen, aber dann den ganzen Tag Egoshooter zocken. :rolleyes:

Godwael
26.10.2003, 14:57
Jo, bestimmt weil er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann eine Waffe anzufassen, aber dann den ganzen Tag Egoshooter zocken.
...und das hat was miteinander zu tun? :suspect:

nobody
26.10.2003, 15:11
Originalnachricht erstellt von Godwael
Nach allem, was ich von den Rekruten in meinem Bekanntenkreis hoere, ist Offizier sein eine spezielle Form der Wehrdienstverweigerung... :D

Wie darf man das verstehen? :confused:


...und das hat was miteinander zu tun?

Immerhin wird ja da das verherrlicht, was diese Leute angeblich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Godwael
26.10.2003, 15:27
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Godwael
Nach allem, was ich von den Rekruten in meinem Bekanntenkreis hoere, ist Offizier sein eine spezielle Form der Wehrdienstverweigerung...

Wie darf man das verstehen?

Das war ein Zitat. Ich bin komplett-Drueckeberger und kann's nicht beurteilen. Offiziere scheinen nicht sehr beliebt zu sein.



Ich sehe einen gigantischen Unterschied zwischen Coputerspiel und Realitaet.

nobody
26.10.2003, 15:34
Originalnachricht erstellt von Godwael
Offiziere scheinen nicht sehr beliebt zu sein.

Kann ich nicht bestätigen. Mag vielleicht eher auf Unteroffiziere zutreffen.

laborjunge
26.10.2003, 15:45
Also die meisten Offiziere sind ganz in Ordnung. Einige mögen sie halt nicht weil sie eben mehr Schreibkram machen als körperliche Arbeit. Aber das da auch Nerven drauf gehen sehen halt nicht viele. Ich arbeite schon mal abends bis 0.00 oder länger mit meinem Oberleutnat um den ganzen Kram zu erledigen - während andere sich die Kante geben.

Zwischen Egoshooter und Realität seh ich keinen Unterschied. Wenn ich die Zivis sehen die immer nach den Cheats suchen um das Blut freizuschalten kommt mir die Galle hoch. :mad:
Wer sowas spielt kann auch zum Bund gehen.

Vic Tim
01.11.2003, 19:50
Originalnachricht erstellt von Winas
...Physikkenntnisse auffrischen denke das ist angebracht! der Tipler ist schon bestellt :D

mfg
Winas

...anfangs war ich von dem Buch ganz angetan... dann habe ich festgestellt, dass er oft nicht tief genug un die Materie geht...

...nur so am Rande...

...und vom Wehr-/Zivildienst wurde ich befreit... :p

theplaya
01.11.2003, 22:36
Zwischen Egoshooter und Realität seh ich keinen Unterschied. Wenn ich die Zivis sehen die immer nach den Cheats suchen um das Blut freizuschalten kommt mir die Galle hoch. Wer sowas spielt kann auch zum Bund gehen.


Kannst du mir erklären, was Egoshooter spielen damit zu tun hat, in Wirklichkeit mit einer MG jemanden zu töten? :mad: :suspect:

Naja, zurück zum Thema: War nicht in den letzen Tagen in den News, dass es einige Änderungen bezüglich der Wehrplicht gibt bzw. geben sollte? Ich meine gehört zu haben, dass es z.B. diese Ausschüsse nicht mehr gibt, sondern dass das Verweigerungsverfahren jetzt nur noch schriftlich abgehalten wird.
Habt ihr das auch gehört?

hippie
01.11.2003, 22:45
Nr. 81
Berlin, 14. August 2003

Neues Kriegsdienstverweigerungsrecht schafft einheitliches Anerkennungsverfahren

Heute wird das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Kriegsdienstverweigerung (KDVNeuRG) im Bundesgesetzblatt verkündet. Es tritt am 1. November 2003 in Kraft. Das Gesetz schafft für alle Kriegsdienstverweigerer ein einheitliches Anerkennungsverfahren, das künftig nur noch vom Bundesamt für den Zivildienst durchgeführt wird. Die bisherigen Ausschüsse und Kammern für Kriegsdienstverweigerung entfallen ersatzlos. Soldatinnen und Soldaten sowie gediente Wehrpflichtige werden den ungedienten Wehrpflichtigen gleichgestellt. Ein Kriegsdienstverweigerungsantrag muss ab November 2003 nur noch eine schriftliche Antragsformulierung, einen tabellarischen Lebenslauf und eine persönliche ausführliche Darlegung der Beweggründe für die Gewissensentscheidung enthalten. Ein Führungszeugnis wird in Zukunft nicht mehr verlangt. Wer allerdings aus zeitlichen Gründen noch im Laufe des Oktobers als Kriegsdienstverweigerer anerkannt werden möchte, muss das Zeugnis noch vorlegen. Das zukünftige Verfahren lässt auch weiterhin die ernsthafte Gewissensentscheidung deutlich erkennen. In Zweifelsfällen wird zukünftig zunächst eine schriftliche Anhörung durchgeführt, gegebenenfalls anschließend noch eine mündliche Anhörung. Gegenüber ablehnenden Entscheidungen des Bundesamtes für den Zivildienst kann Widerspruch eingelegt werden. Danach steht der Rechtsweg offen. Das neue Kriegsdienstverweigerungsgesetz ist im Vergleich zum bisherigen Kriegsdienstverweigerungsgesetz deutlich gestrafft: Statt 23 enthält es nunmehr nur noch 13 Paragraphen. Das neue Verfahren bringt erhebliche Einsparungen mit sich und dient zugleich dem Bürokratieabbau. Das neue Gesetz wurde von Bundestag und Bundesrat einstimmig beschlossen. Zuletzt war das Kriegsdienstverweigerungsrecht für ungediente Wehrpflichtige vor zwanzig Jahren ? also 1983 ? grundlegend neu gestaltet worden. Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.bund.de.

Quelle: Bundesamt für Zivildienst, http://www.zivildienst.de/ziviakt/KDVG-bogen.pdf

Winas
02.11.2003, 11:18
Ich meine gehört zu haben, dass es z.B. diese Ausschüsse nicht mehr gibt, sondern dass das Verweigerungsverfahren jetzt nur noch schriftlich abgehalten wird.

also auf dem "Ziviseminar" hat man mir gesagt, dass heute ca. 98% der Verweigerungen angenommen werden. Die mündliche Anhörung, wie es ja auch in dem Artikel steht, wird nur noch sehr, sehr selten praktiziert.

mfg
Winas

Magi
06.11.2003, 13:51
Also ich blicke im Nachhinein auch mit viel Positivem auf meinen Zivi zurück. War schon ne lockere Zeit. Es war immer was aufm Konto, auch wenn es gemessen an den Stunden ein Frohndienst war. Viele neue Leute kennengelernt und ich glaube ich hab mich nicht einen Tag krank gemeldet, das sagt doch alles oder.

Vor dem Zivi war ich auch total unmotiviert und hab zuerst bei ASB angefangen aber nach 2 Wochen gekündigt um mir Ärger zu ersparen und dem Chef einen Denkanstoß zu geben. Mit Leuten die in Wortwahl und vor allem Stimmlage Adolf Hitler in nichts nachstehen will ich nichts zu tun haben!!!Sein Gesicht bei meiner Kündigung war sehr entschädigend für diese 2 Wochen. Naja, Thema abgehakt und seinen Namen auch schon aus meinem Gehirn verdrängt.
Auf jeden Fall hab ich dann in einem Krankenhaus in der Bettenzentrale und als eine Art Hausmeistergehilfe angefangen. Wir waren zu viert, haben uns super verstanden, hatten keinen strengen Chef im Nacken, waren die meiste Zeit unbeobachtet und hatten das ganze Untergeschoss für uns.

theplaya
06.11.2003, 22:00
Was ist ASB?

Magi
06.11.2003, 22:04
Arbeiter Samaritter Bund

buba
07.11.2003, 17:31
Samariter, nicht Samaritter...

nudnick
16.11.2003, 15:54
Hallo!
Also ich habe den ADiA (Anderer Dienst im Ausland)geleistet und ein Jahr in Israel verbracht, war eins der schönsten und wertvollsten Jahr in meinem Leben!

Gruß,
Stefan

Godwael
17.11.2003, 11:31
Und gar nicht in die Luft gesprengt worden?

nobody
19.11.2003, 22:18
Hi all, ich bin nächstes Jahr dran.
ich habe mich dafür entschieden, die Offizierslaufbahn einzuschlagen und werde daher am 1.7.2004 als Sanitätsoffizieranwärter eingestellt, und mein Medizin Studium beginnt ma 1.10.2004. Für mich stellt sich nicht mehr die Frage, wie man sie überall hört, ob man den Wehrdienst mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Meiner Meinung nach ist diese folgende Frage moralischer: Warum sollte ich nicht den Wehrdienst machen? Ich persönlich habe mich aus moralischen, ethischen und idealistischen Gründen für diese Laufbahn entschieden, ich bin bereit Werte, die mit dem Offiziersberuf, sowohl die alten preußischen als auch die staatsbürgerlichen der BRD, für mich anzunehmen und auch mit dem Äußersten dafür einzutreten.
ich bin der Überzeugung, dass ich als Sanitätsoffizier besonders im Auslandseinsatz dazubeitragen kann, die Welt ein wenig besser zu machen.

nobody
26.11.2003, 11:17
Musste auch meinen Wehrdienst leisten verweigerung wurde abgelehnt.Bin aber im nachhinein froh diese erfahrungen gemacht zu haben.
Bin aber für eine abschaffung der wehrpflicht weil dies eine ungeheure verschwendung der gelder ist die die BW anders gebrauchen könnte bsp hummanitäre einsätze usw.
gleichzeitig sollte aber der zivildienst als ein sozialesjahr für junge und mädel erhalten bleiben wobei über man über die höhe des soldes mal nachdenken sollte.denn wir sind verpflichtet denn alten und gebrechlichen die auchmal würdige mitglieder unsere gesellschaft waren unseren dienst zu erweisen dies würde auch in den köpfen mancher jugendlichen was bwirken

Marvek
26.11.2003, 16:12
Originalnachricht erstellt von Elephantizer

gleichzeitig sollte aber der zivildienst als ein sozialesjahr für junge und mädel erhalten bleiben

Du meinst Zwangsdienst dann auch für Frauen ? :confused:

mantis
06.12.2003, 20:13
Ich bekomme regelmäßig von "Ohne Rüstung leben" Broschüren zugesendet. In der neuesten Broschüre Heft Nr.107, 4/2003, zu o.g. Thema:

Vorgeschichte:
Am 27.09. gaben 27 Piloten der israelischen Luftwaffe (IDF), ..., folgende Erklärung ab: "Wir verweigern Aktionen in den besetzten Gebieten (....). Diese Aktionen sind illegal, unmoralisch und ein direktes Resultat der anhaltenden Besetzung, die die gesamte israelische Gesellschaft korrumpiert. Die fortwährende Okkupation schadet der Sicherheit und moralischen Kraft Israels in fataler Weise."...
"Präventive Tötung" als Verweigerungsmotiv
Die Gewissensnot der Piloten bezieht sich insbesondere auf die Beteiligung an sogenannten "präventiven Tötungen", die in den letzten Monaten zugenommen haben und bei denen eine hohe Zahl ziviler Opfer in Kauf genommen wird. Mit internationalem Recht (meine Meinung: mit keinem Recht!)sind sie nicht vereinbar.

...
Härteres Vorgehen gegen Verweigerer
Sieben der Verweigerer dürfen nicht mehr fliegen und müssen die Armee verlassen. Die übrigen sind von ihren Tätigkeiten suspendiert worden. Insgesamt hat die israelische Regierung im Umgang mit den Verweigerern eine härtere Gangart eingeschlagen. wehrpflichtige, die den Dienst in der Armee verweigerten, erwartete bisher eine berechenbare Routine. Sie erhielten ihre formale Einberufung, verweigerten den Dienst und wurden daraufhin in einem "Disziplinarverfahren" der Armee zu 14 bis 28 Tagen Haft verurteilt. Dann wurden sie entlassen, erneut einberufen und wieder inhaftiert. Das Verfahren wiederholte sich bis zu 3x, insg. wurden Kriegsdienstverweigerer bis zu 90 Tagen inhaftiert...
In den letzten Monaten wurde diese Praxis abrupt härter:
Der 19-jährige Haggai Mata, einer der Abiturienten, die im letzten Jahr verweigerten...saß 5 mal im Gefängnis..zusammen 126 Tage..Als ich jetzt zum 6.Mal verweigerte, wurde das Militärgericht, Abteilung "Kriminalstrafverfahren", für mich zuständig. Ich befinde mich hier in einer Militärbasis in "offener Haft" und erwarte ein Verfahren.

Ausgang des Verfahrens zum Redaktionsschluss noch offen.

gerade in Hinsicht auf Israel fand ich es mal ganz interessant, wie es dort mit einer ordentlichen Gerichtsbarkeit insbesondere mit dem Umgang von Kriegsdienstverweigerern aussieht.

Marvek
06.12.2003, 20:39
9 Monate Grundwehrdienst, da sind 2 Semester futsch.
126 Tage Haft, da ist 1 Semester futsch.

Ich habe nichts gegen die Bundeswehr und ihre Werte, aber ich habe etwas dagegen wenn Menschen zu etwas gezwungen werden. Und ich habe etwas gegen Ungerechtigkeit.

mantis
06.12.2003, 21:42
9 Monate Grundwehrdienst, da sind 2 Semester futsch.
126 Tage Haft, da ist 1 Semester futsch.

Es geht in diesen Fällen nicht nur um verlorene Zeit!
Es geht um Haft für eine Gewissensentscheidung, plus negative Einträge in irgendwelche Lebensläufe.
Eine Haftzeit kann man nirgends verschwinden lassen, die muss man angeben, auf Verständnis dürften diese Verweigerer in Israel nicht hoffen.
@Marvek, ich weiß wie du das meinst, ich schreib es nur noch einmal, in dem geschilderten Beitrag geht es um Israel und Kriegsdienstverweigerung (ist dort auch eine völlig andere Situation als hier). Es geht nicht um Deutschland und seine Regelungen zur Verweigerung. Hier ist es (mittlerweile) nichts besonderes mehr, wenn jemand verweigert.

Fraglich wäre für mich nur, was wäre wenn hier ein ähnlicher Zustand einträfe, also Unruhen? Wie weit würde man gehen?

Godwael
07.12.2003, 14:28
Fraglich wäre für mich nur, was wäre wenn hier ein ähnlicher Zustand einträfe, also Unruhen?
Du meinst, wenn die Bayern eine Intifada starten? :D

Nee ernsthaft, das israelische Vorgehen ist auch in einer derartigen Situation ausgesprochen fragwuerdig, zumal es sich nicht um einen Krieg handelt, sondern um eine voelkerrechtlich allerhoechst illegale Okkupation.
Juristisch betrachtet werden die also fuer die Verweigerung einer kriminellen Handlung eingebuchtet.

Marvek
07.12.2003, 15:29
Stimmt.

Aber vom Konzept "Zwangsdienst" her, ist es genauso fragwürdig, wie bei allen anderen Nationen auch, die noch so etwas haben.

nobody
07.12.2003, 16:36
Moin,
das Israel nicht ein scheiß System hat ist doch wohl klar! Das ganze Land befindet sich pausenlos in einem Krieg, ja es lebt schon fast vom Krieg. Wer da gegen Krieg ist, wird zwangsläufig mit Unverständnis und "Bestrafung" konfrontiert. Israel führt schon so lange Krieg aber es stört niemanden. Es gibt niemanden der mal einschreitet, weil die verdammten Amerikaner hinter Israel stehen. Dabei braucht man kein Professor zu sein um zu erkennen, daß die Israelis ein unrechtmäßiges vorgehen haben. Und ich kann die Menschen gut verstehen wenn sie Bomben legen, ich wäre auch sauer wenn jemand mein Haus/Land besetzt/verwüstet und ich würde auch so lange kämpfen, bis die Angreifer wieder verschwinden.

Und das ist auch das Problem, daß in der Welt besteht. Viele Leute glauben es gibt bestimmte Terrorgruppen, die aus reinem Fanatismus oder Menschenhass, Bomben legen und Attentate verüben. Wer das jedoch glaubt der ist nicht ganz dicht! Bis auf einige wenige(0,00000000000000000000000000001%), führen Menschen keinen Krieg ohne Grund. Und es ist albern zu glauben, das ein Taliban sich in ein Flugzeug schwingt und mal eben in so ein Hochhaus rauscht nur weil ihm der Glaube der Amerikaner nicht gefällt. Was die Menschen nämlich immer vergessen ist, das der Westen(speziell Amerika) durch seine expansive(wirtschaftlich wie auch politisch und kulturell) Politik selbst Schuld an all dem ist. Und es ist lächerlich zu glauben man könne mit einem Angriff auf irgendein Land den Befreiungskampf der arabischen Welt stoppen. Die Politiker wissen das, aber die führen auch keinen Krieg gegen den Terror sondern nur für ihre Wirtschaft und für ihre Politik aber sie machen ihrem Volk etwas anderes klar und die sind auch noch so blöd und glauben das!

Ich sage wir sollten uns endlich von den wahren Terroristen lösen und endlich für das einstehen, was wir uns so groß auf unsere Fahnen geschrieben haben,nämlich für Frieden, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Bekämpfung der Armut und Stabilisierung der dritten Welt! Es ist an der Zeit die Augen zu öffnen und die wahren Bösewichter dieser Erde zu erkennen!

Matzi
09.01.2004, 13:19
Mal eine ganz andere Sache:

Ich bin T3 gemustert und anerkannter Kriegsdienstverweigerer. Den Bestimmungen des Bundesamtes für den Zivildienst entnehme ich, dass ich - als T3-gemusterter - nicht zum Zivildienst einberufen werde. Bekomme ich das auch noch schriftlich oder muss ich mir irgnedwie von denen noch was zuschicken lassen, denn viele Unis verlangen ja eine Bescheinigung für abgeleisteten Wehr-/Zivildienst?
Ich habe bisher halt nur so ein Infoblatt (auf dem das mit T3 drauf steht) und ein Schreiben über meine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.

Mc Gyver
09.01.2004, 15:05
Das bekommst du vom Bundesamt für Zivildienst schriftlich!
Siehe Homepage vom Bundesamt!

Matzi
09.01.2004, 15:09
Wann denn? ich hoffe doch wohl noch vor dem Semesterbeginn...

Wo steht denn das da?

Mc Gyver
12.01.2004, 15:42
guckst du da:
www.zivildienst.de/ziviakt/praxis17a.pdf

Musst höchstwahrscheinlich mal anrufen und Druck machen!

Matzi
12.01.2004, 17:09
Ja, habe bereits angerufen. Ich muss eine Bescheinung dafür, dass ich nicht muss (was mir ja schon mit Verweigerung mitgeteilt wurde), schriftlich in Köln anfordern. Werde ich dann wohl gleich mal machen....

Trotzdem danke für die Mühe.

nobody
25.01.2004, 18:24
Aus welchen Gründen bist du T3 gemustert worden?

nobody
25.01.2004, 18:31
Ich frage mich, ob man von dem Geballer nicht einen Hörschaden bekommt. Oder gibts da einen Hörschutz?

Matzi
25.01.2004, 18:31
Meinst du mich?

Mein Rücken ist nicht so toll (Hohl-Rund-Rücken) und meine Knie sind auch nicht mehr das Wahre. Ich bin mit der Überzeugung hingegangen, ich werde höchsten T2, aber dann wurde es unerwarteterweise T3... :D

nobody
25.01.2004, 18:43
Mit meinem Rücken habe ich auch Probleme. Hattest du ein Atest und was genau hast du an deinen Knieen?

Matzi
25.01.2004, 18:47
Mit meinem Rücken habe ich auch Probleme. Hattest du ein Atest und was genau hast du an deinen Knieen?
Nein, bin einfach ohne Alles hingegangen. Keine Ahnung, die knacken wie verrückt, tun auch bei starkem Sport immermal weh, werden leicht rot, aber bisher habe ich es auch immer überlebt. Der Rücken war aber das Hauptproblem.

nobody
25.01.2004, 19:56
Also knacken tun meine Gelenke auch. Mein Orthopäde sagt immer, dass ich mich anhöre wie ein Senior. Vielleicht klappt es ja auch bei mir. Ich hoffe es!

nobody
25.01.2004, 22:49
Ansonsten empfehle ich folgendes Vorgehen, wie ich es selbst auch machen werde, da ich als T1 garkeine andere Möglichkeit habe: http://www.zentralstelle-kdv.de/intern03.htm

fusselchen
10.03.2004, 18:36
Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ihr alle habt! Ich finde die einrichtung bundeswehr mehr als gut...in solchen zeiten wie heute weiß man ja nie was als nächstes geschieht! Für Pazifisten gibts ja schließlich den zivildienst!
Außerdem müssen ja auch mal männer einen gewissen ausgleich im berufsleben gegenüber frauen (schwangerschaft- sind schließlich auch 2 semester!) einlegen. siehe gleichberechtigung!

nobody
22.03.2004, 11:37
Darum geht es nicht. Es geht darum, einem System zu dienes welches vollkommen marode ist und offiziell in seinen letzten Zügen liegt (Zivildienstende 2008). Außerdem würdest du dich auch sicherer fühlen wenn die Bundeswehr mit Profis besetzt ist und nicht mit 20-Jährigen Anfängern. Ich habe nichts gegen Gleichberechtigung, ich bin auch nicht asozial, ich würde Zivildienst leisten wenn er in einem vernünftigen Rahmen stattfinden würde. Aber so nicht.

Mc Gyver
22.04.2004, 10:49
Das mit der Wehrpflicht dürfte sich jetzt ja endgültig erledigt haben -*juchuuu*!

Matzi
22.04.2004, 16:08
Das mit der Wehrpflicht dürfte sich jetzt ja endgültig erledigt haben -*juchuuu*!
:confused: Habe ich da irgendwas verpasst?

FliX
22.04.2004, 16:39
:confused: Habe ich da irgendwas verpasst?

http://forums.ravensoft.com/iB_html/non-cgi/emoticons/withstupid.gif

Mc Gyver
23.04.2004, 08:35
@matzi: Das Urteil von Köln!

Rolando
23.04.2004, 17:19
Naja, das geht jetzt wohl doch zum Bundesverwaltungsgericht, dann kommt von da ein Urteil, dann ändert man entweder die Einberufungspraxis oder oder schafft die Bundeswehr ab - aber wohl auf jeden Fall mit langen Übergangsfristen, schon allein um sich die Zivis zu erhalten. Hab sowieso das Gefühl, dass es die Wehrpflicht nur noch wegen den billigen Zivis gibt!

Matzi
23.04.2004, 17:51
Also, ich glaube nicht, dass man dieses Urteil schon als Abschaffung der Wehrpflicht bezeichnen kann.

bulls
19.02.2005, 11:50
Hi bin neu hier und habe auch schon gleich eine frage und hoffe das ich die hier beantwortet bekomme.

Es geht sich darum ich werde im März zur Musterung nur jetzt habe ich durch die Schule gehört das wenn man bei der Musterung antretet gleich sagen muss was man machen will Zivi oder Wehrdienst.
ich würde Zivi natürlich vorschlagen aber ich denke das ich sehr wahrscheinlich T3 gemustert werde wegen meiner Skoljose.........
Aber da ich am anfang gesagt habe das ich Zivildienst machen will müsste ich den Zivildienst noch machen ob wohl ich ausgemustert worden bin.
Kann mir einer dazu was sagen was stimmt und das man sich gleich bei der Musterung schon entscheiden muss.
Vielen Dank

PeterK
19.02.2005, 11:53
Du kannst dich jederzeit für den Zivildienst entscheiden. Wenn du eine Skoliose hast, würde ich es nicht erwähnen. Da es mehr oder weniger keinen T3 mehr gibt, wärst du damit sowieso ausgemustert.

nobody
20.02.2005, 18:53
@bulls :

Wenn du ausgemustert bist, kannst (darfst) du auch keinen Zivildienst lesiten...

Überlege dir also vorher, ob du ausgemustert werden willst oder nicht
Ich hab auch gesagt, dass ich Zivi machen würde, wenn ich muss...wurde trotzdem ausgemustert :)...

laborjunge
20.02.2005, 22:59
Du musst dich bei der Musterung nicht darauf festlegen, ob du Wehrdienst oder Zivildienst machen willst.

Du kannst auch wenn du schon beim Bund bist jederzeit einen Kdv-Antrag stellen.

Mit einer Skoljose wirst du sicher ausgemustert werden und es wäre wohl auch in deinem Interesse.

Hier noch einige Infos zur Einteilung.

Tauglichkeits- und Verwendungsgrade

Man unterscheidet:

wehrdienstfähig, vorübergehend nicht wehrdienstfähig, nicht wehrdienstfähig

Für wehrdienstfähig gemusterte Wehrpflichtige legt der Musterungsarzt zum Schutz vor gesundheitlicher Überforderung während des Wehrdienstes einen der folgenden Verwendungsgrade fest:

voll verwendungsfähig (T 1), verwendungsfähig mit Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten (T 2), verwendungsfähig mit Einschränkungen in der Grundausbildung und für bestimmte Tätigkeiten (T 3) Sie sind damit nur nachrangig einzuberufen.

Vorübergehend nicht wehrdienstfähige Wehrpflichtige werden befristet vom Wehrdienst zurückgestellt und zu einem späteren Zeitpunkt erneut musterungsärztlich untersucht.

Wer nicht wehrdienstfähig ist, wird ausgemustert und nicht zum Wehrdienst herangezogen.