Hallo!
Konnte hierzu weder im Internet noch in meinen Büchern etwas dazu finden:
Durchführung der Kieselsäureabscheidung
Wie kann man Roh- und Reinkieselsäure bestimmen? (was ist eigentlich der Unterschied?)
+ Reaktionsgleichungen zu beidem
Wäre recht wichtig, bin für Antworten sehr dankbar,
Walter
asf
16.04.2005, 14:13
Hi Du, kann das sein, dass du für genau die selbe Prüfung gelernt hast wie ich gerade? ;) Analytik2
Hast du inzwischen eine Antwort auf deine Frage bekommen?? Wenn ja, könntest du sie mir weitergeben?
Wäre dir sehr dankbar, will die verdammte Prüfg. nächsten Do nämlich eigentlich endlich schaffen...
LG Anna!!
nobody
16.04.2005, 14:57
Ja, das war Analytik II. Ist aber leider schon mehr als zwei Jahre her, und ich hab die Unterlagen nicht mehr. Versuchs mal mit einem Mail an die Chemie-Mailinglist der Strv: http://oeh.uni-graz.at/~chemie/, vielleicht weiss jemand was.
asf
16.04.2005, 15:29
Danke sehr, werd ich mal versuchen!!
ricinus
16.04.2005, 15:53
Meint ihr die Kieselsäureabscheidung in der gesteinsanalyse ?
Nach Schmelzaufshcluss( z.B. Soda) wird der Aufschluss in Wasser gelöst, angenäuert und langsam eingedampft. dabei scheidet sich ein Teil des Silikates als SiO2 aus, der durch langsames eindampfen und trocknen auf dem Wasserbad in eine wasserunlösliche Form gebracht wird. Der Rückstand wird mit Wasser versetzt, angesäuert, es wird filtriert, und aus dem Filtrat scheidet man nochmal in gleicher Weise eine gewisse Menge Sio" aus, die beim ersten Mal durch die Lappen (durchs Filter) gegangen ist. Die beiden filtrierten Rückstände werden geglüht und als SiO2 gewogen. Das ist die Rohkieselsäure, da sie trotz sorgfältigen Auswaschen ne Menge Sachen okkludiert. Nach der Auswaage wird dann mit HF abgeraucht, SiO2 verflüchtigt sich als SiF4. Der Rückstand wird geglüht, erneut gewogen, das sind die Verunreinigungen, die mit Flussäure eben nicht flüchtig waren. Aus der Differenz ermittelt man den Gehalt an Reinkieselsäure.
lg
asf
16.04.2005, 16:08
Ja, genau das!
Danke!
Ich hab nur so eine halbe Angabe: mit c.HCl mehrmals eindampfen, daraus entsteht Rohkieselsäure, diese dann mit HF behandeln...aber die genaue Ausführung klingt vernünftiger, und wenns stimmt, müssts ja egal sein ob er das genauso gemeint hatte oder ein bissal anders!!
LG.
ricinus
17.04.2005, 20:53
Bei sorgfältigstem Arbeiten reicht die Rohkieselsäurebestimmung, jedenfalls wenn Kieselsäure ein Hauptbestandteil des Gesteins ist (soll ja öfters vorkommen)- schliesslich interessieren da niemanden Ergebnisse im 0.01% Bereich...
Wenn man sauber arbeitet, schön langsam eindampft (Oberflächenverdampfer eignen sich sehr gut, besser als Wasserbäder), nur ja keine Pottasche zum Aufschluss gibt, die Filter gut auswäscht, und die Rückstände sehr fein pulverisiert bevor man wieder mit HCl rangeht... dann dürfte der Unterschied zwischen Rein- und Rohkieselsäure eh gering ausfallen, und das mehrmalige Abrauchen mit HF (unangenehme Tätigkeit !) spart man sich einfach.