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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA zu mächtig?


nobody
21.03.2003, 19:25
Findet ihr das heutige herrschende Ungleichgewicht zwischen den Weltmächten nicht auch bedrückend?

Klinsebaer
23.03.2003, 12:27
Wieso Weltmächten?
Es gibt nur noch eine wirkliche Weltmacht...

Kann ja sein, dass Russland noch politisch einflussreich ist und das China z. Zt. sich eher zurückhält, aber die USA sind (leider) die einzige wirkliche Weltmacht.
Sollten die USA erfolgreich den Irak "befreien", dann wird das noch schlimmer...

Matzi
23.03.2003, 12:40
Ja, irgendwie finde ich es auch sehr bedrückend. Aber wer weiß, wie lange das noch so ist. Bisher ist nocht jedes Großreich irgendwan zusammengebrochen...

FliX
23.03.2003, 13:15
Originalnachricht erstellt von Klinsebaer
Kann ja sein, dass Russland noch politisch einflussreich ist

glaubst du das wirklich :confused:

ich nicht

und desweiteren glaube ich das die EU auch immer mehr an wichtigkeit und mächtigkeit gewinnt

Klinsebaer
23.03.2003, 14:03
Originalnachricht erstellt von FliX
und desweiteren glaube ich das die EU auch immer mehr an wichtigkeit und mächtigkeit gewinnt

Sollte man meinen, vom derzeitigen Debakel ganz zu schweigen... :(

nobody
23.03.2003, 17:37
Originalnachricht erstellt von Matzi
Bisher ist nocht jedes Großreich irgendwan zusammengebrochen...
Meistens dann, wenn es überentwickelt und verweichlicht war.

Matzi
23.03.2003, 17:57
Ja, ich denke, da haben immer sehr viele Faktoren eine Rolle gespielt. Mal schauen, ob sich die tendenz hält... wird wohl aber in jedem Falle noch einige Jahrzehnte dauern (wenn nicht mehr)...

nobody
23.03.2003, 18:01
Hast wohl Recht.

Tino
23.03.2003, 21:55
Ich weiss nicht, ob das Ungleichgewicht der Mächte oder die Arroganz der USA gegenüber der UNO das schlimmere ist. Oder ob das eine aus dem anderen folgt?! Ich befürchte, dass es immer eine Weltmacht gibt, die alle anderen mehr oder weniger kontrolliert. Deshalb denke ich, dass die Rolle der VN sehr wichtig ist. Und diese untergräbt George Walker Bush gerade.

Alles Liebe,
Tino

nobody
24.03.2003, 13:50
Naja das Ungleichgewicht der Mächte in der Welt ist schon irgendwie frustrierend, aber ist es nicht legitim wenn ein Staat der die Macht dazu hat immer nach Machtvergrößerung strebt. Krieg ist dabei sicherlich nicht legitim aber alle anderen Maßnahmen sind meiner meinung nach aus der Schit eines staates in Ordnung. Die Frage die sich mir stellt ist lediglich obe George W. Bush der Mann sein sollte der so viel Macht besitzt.
Letztendlich bleibt der Traum von Status Quo wohl immer ein Traum!

Matzi
24.03.2003, 14:10
Also, ich denke Streben nach Macht, also ein Profitdenken des Staates, ist, soweit is in Grenzen gehalten wird, keineswegs frevelhaft. Trotzdem sollte dies auf eine friedliche und konfrontationslose Art und Weise geschehen.

Godwael
25.03.2003, 12:22
Ich glaube nicht, dass eine Weltmacht verweichlichen muss, um unterzugehen - denkt an das britische Empire. Die meisten Großreiche sind bisher an der grotesken Überschätzung ihrer eigenen Kraft zugrunde gegangen.
Genau dieses Schicksal droht den Amis auch: Im Vergleich mit den Einzelstaaten sind die USA zwar drückend überlegen, aber diese Überlegenheit auch Global einzusetzen, ist eine ganz andere Sache.

Bräche jetzt - mal so als Szenario - ein neuer Korea-Krieg los, wäre das für die US-Armee schon der logistische Super-GAU. Is' halt alles im Irak.

nobody
25.03.2003, 19:43
Originalnachricht erstellt von Godwael
Ich glaube nicht, dass eine Weltmacht verweichlichen muss, um unterzugehen - denkt an das britische Empire
Stimmt. Hab nochmal gefragt. Meistens (oder immer?) ist ein Großreich dann untergegangen, wenn es Größenwahnsinnig geworden ist. Da kann bloß hoffen, dass es bei den Amis bald soweit ist.

Matzi
25.03.2003, 19:51
Oder wenn es sich in seiner Größe nicht mehr halten konnte....

nobody
25.03.2003, 20:20
Beides steht meistens im Zusammenhang.

Levikus
29.03.2003, 00:04
Weltreiche brechen aus zwei Gründen zusammen:
1. "Wir haben es immer so gemacht"
und
2. "Wir haben es nie so gemacht"

Also fehlende Anpassungsfähigkeit.

mantis
15.04.2003, 17:00
...nur um das Thema USA nicht ganz in die Sprachlosigkeit rutschen zu lassen.

nobody
16.04.2003, 13:19
Eigentlich spielen sich die Ammerikaner ja nur auf. Als "Weltpolizei" mit einer weißen Weste
(Sklaverei, Ausbeutung, Ein ganzer Kontinent wurde unterdrückt, Rassentrennung).Also ganz der "American Way of Life"

Da haben wirj gar nicihts zu befürchten.

Spätestens mit dem entgültigen Verbrauch der Bodenschätze gibt es für die Weltmacht USA nur noch zwei Möglichkeiten:

Krieg

Umsatteln auf andere Energiequellen und Verantwortungsbewuster Umgang mit dieser Energie. (Also kein Papp-haus mit 30kW Heizung)

Eine andere Möglichkeit ware natürlich der Untergang der USA. Meiner Meinung nach am wahrscheinlichsten.

BiBaBu

nobody
19.04.2003, 22:52
Tendiere auch zu letzterem bzw. dazu, dass es dort in nicht all zu ferner Zukunft mächtigen Stress geben wird.

Winas
20.04.2003, 11:06
naja...aber das wird in SEHR fernen Zukunft sein!
wenn man sich mal statistiken ansieht...die USA förden jedes Jahr soviel Öl und wie wir in Erdkunde erfahren haben, besitzen sie auch noch riesige Quellen im eigenen Land, nur möchten sie diese nicht anbohren um in einiger Zeit noch selber Öl zu haben!

Aber ich denke Hoffnung ist noch da! Wer weiß was als nächstes für ein Präsident gewählt wird, der sich dann vielleicht um andere Ding bemüht als "G. War Bush" ;)

mfg
Winas

nobody
20.04.2003, 20:08
Ich meinte das eher unabhängig von den Rohstoffen! (Wer weiß, wie lange noch reichen. Wahrscheinlich länger als die uns weismachen wollen. Da kann man die Preise doch schön in die Höhe treiben. Dann noch falscher Derivatehandel und schon hat man schön hohe Preise.)

nobody
27.04.2003, 22:44
Es stimmt, dass bisher alle Großreiche untergegangen sind, aus verschiedenen Gründen.
Aber sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind nicht friedlich untergegangen, und ich möchte nicht hoffen, dass die Amerikaner irgendwie militärisch vernichtend geschlagen werden, denn dann würden sie die Menschheit insgesammt wohl mitreißen.
Mag sein, dass die Situation der Gegenwart nicht mit den vergangegen Großreichen vergleichbar ist (römisches, persisches, chinesisches, britisches).

ich bin davon überzeugt, dass die USA den Zenit ihrer Macht in dem Moment überschritten haben, in dem sie sich nicht mehr an die allgemein akzeptierten "Spielregeln" der UNO gehalten haben, ja sie sogar wissentlich missachtet haben, ohne dafür bestraft werden zu können.
Macht und Einfluss definiert sich nämlich nicht nur aus militärischer und wirtschaftlicher Überlegenheit, sondern vor allem aus Respekt in moralischer Fragen.

Godwael
28.04.2003, 00:01
und ich möchte nicht hoffen, dass die Amerikaner irgendwie militärisch vernichtend geschlagen werden, denn dann würden sie die Menschheit insgesammt wohl mitreißen.
Ich glaube nicht, daß es eine apokalyptische Endschlacht gibt, wenn ein Großreich zerfällt. Im Gegenteil: Große Konflikte wirken eher stabilisierend, man denke an das Sowjetimperium.

Ich habe den Eindruck, daß das erste Anzeichen für den Zerfall eines Reiches jeweils auftretende lokale Konflikte sind. Ein "gesundes" Großreich kann das unruhige (bzw neu eroberte) Gebiet schnell stabilisieren, weil Widerstand offensichtlich zwecklos ist.
Läßt sich dagegen die Supermacht in Abnutzungskriege verwickeln oder beschränkt sich auf eine rein militärische Besatzung, ist das Gebiet auf Dauer nicht zu halten.

Will sich ein Land dauerhaft als Hegemonialmacht etablieren, muß es sich militärisch und kulturell als drückend überlegen präsentieren, also ein Vorbild bieten, nach dem die unterworfenen Völker streben können - als Beispiele bieten sich u.a. China und das Imperium Romanum an.
Deren Größe beruhte nicht nur auf ihrer militärischen Macht, sondern vor allem auf ihrem überlegenen Organisationsgrad, der bis heute die entsprechenden Regionen prägt.

FliX
28.04.2003, 12:51
Originalnachricht erstellt von Winas
Aber ich denke Hoffnung ist noch da! Wer weiß was als nächstes für ein Präsident gewählt wird, der sich dann vielleicht um andere Ding bemüht als "G. War Bush" ;)

mfg
Winas [/B]

wie in den USA wird noch gewählt, ich dachte irgendsn bestochener Richter bestimmt den Presidenten...:wall: :rolleyes:

Das US wahlrecht muss überholt werden, wahlmänner ergeben in der heutigen zeit keinen sinn mehr...

USA wird sich noch der EU beugen, irgendwann... :D

FK
28.04.2003, 16:50
Originalnachricht erstellt von FliX


USA wird sich noch der EU beugen, irgendwann... :D

Nicht, solange es Tony Blair gibt....

Der hat jetzt verlautbart, dass die USA die einzige Weltmacht ist und dass es der EU nicht einfallen sollte, da Konkurrenz zu machen...
(sonst fangen sie noch an, in Frankreich oder Deutschland nach Massenvernichtungsmitteln zu suchen).

Ob Tony B. Herrn Bush auch die Schuhe sauberleckt?

Gruß,
Franz

nobody
28.04.2003, 17:12
sonst fangen sie noch an, in Frankreich oder Deutschland nach Massenvernichtungsmitteln zu suchen

Wenn Amerikaner am internationalen Gerichtshof in Den Haag festgehalten werden sollten halten sich die Amerikaner ja sogar die Option offen diese mit Gewalt zu befreien ;)

FK
28.04.2003, 17:47
Originalnachricht erstellt von Marsch
Wenn Amerikaner am internationalen Gerichtshof in Den Haag festgehalten werden sollten halten sich die Amerikaner ja sogar die Option offen diese mit Gewalt zu befreien ;)

Nach dem Motto "Wir dürfen uns alles erlauben, und hindert uns bloß nicht daran...".

Nette "Freunde"...

Gruß,
Franz

nobody
28.04.2003, 18:23
Originalnachricht erstellt von FK
Nicht, solange es Tony Blair gibt....

Der hat jetzt verlautbart, dass die USA die einzige Weltmacht ist und dass es der EU nicht einfallen sollte, da Konkurrenz zu machen...

Ist der ein bisschen :dizzy:

FK
28.04.2003, 19:34
Originalnachricht erstellt von Krösus
Ist der ein bisschen :dizzy:

Nur ein bisschen? :rolleyes:

Gruß,
Franz

FliX
28.04.2003, 21:46
ja der alte tony :p

heute in den nachrichten hat er irgendwas von möglichem neuen kalten krieg erzählt...
von wegen dass dürfe nicht passieren...

allerdings ist in der GB politik keine führungsperson die PRO EU-er als er.

das wird sich aber schon einrenken da es wie im rest der EU auch in GB reichlich ant US gefühle gibt...

nobody
28.04.2003, 22:27
heute in den nachrichten hat er irgendwas von möglichem neuen kalten krieg erzählt
Zwischen wem, EU und USA?
:D entweder ist das geschickte Polemik, wobei ich allerdings keine Ahnung habe welchem Zweck sie dienen soll, oder er ist ziemlich weltfremd geworden.
An seiner Innenpolitik (jedenfals der ersten 2 Jahre seiner Regierungszeit) könnten sich die Deutschen ruhig mal eine Scheibe abschneiden, der hat nämlich Reformen durchgesetzt, nicht so kompromisslos wie Maggie Thatcher, aber immernoch konnte man die Reformen auch Reformen nennen.
Aber Außenpolitisch liegt er in der teilweise schon fast als widerlich zu bezeichnenden Anbiederung an Amerika falsch, Amerika ist weit weg und GB ist (zumindest wirtschaftlich) weit abhängiger von Europa, als von Amerika.

allerdings ist in der GB politik keine führungsperson die PRO EU-er als er.
ich hoffe dem ist nicht so.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Großbritanien in spätestens 10 Jahren nicht drum herum kommt den Euro einzuführen, und sich stärker in die europäische Gemeinschaft zu integrieren, vor allem wenn die Eu-Verfassung einigermaßen gelingt.

FliX
29.04.2003, 13:51
früher oder später müssen und werden sie den euro auch einführen (juhu dann muss ich nicht mehr geld wechseln)

aber wenn der staat es durch drückt keine chance, denn großteil ist einfach gegen den euro... die meisten meiner verwandten auch :angry: :rolleyes:

FK
29.04.2003, 17:04
Originalnachricht erstellt von FliX
früher oder später müssen und werden sie den euro auch einführen

So, wie es im Moment aussieht, wohl eher den Dollar.... :rolleyes:

Gruß,
Franz

FliX
29.04.2003, 21:19
:rolleyes:

FK
29.04.2003, 21:39
Nicht, dass das mein Wunsch wäre...

Aber so, wie sich die derzeitige Regierung an ihre ehemaligen Kolonialisten anbiedert, kommt man schon auf solche Ideen... :rolleyes:

Gruß,
Franz

nobody
30.04.2003, 20:31
Originalnachricht erstellt von FK
Nette "Freunde"...
Dazu fällt mir nur ein Zitat aus Shakespeares "Julius Cäsar" ein:Gott schütze mich vor meinen Freunden. Gegen meine Feinde, will ich mir selber helfen.

FK
30.04.2003, 21:01
Originalnachricht erstellt von Krösus
Dazu fällt mir nur ein Zitat aus Shakespeares "Julius Cäsar" ein:

Gott schütze mich vor meinen Freunden. Gegen meine Feinde, will ich mir selber helfen.


Wie sagt der Volksmund: "Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr...".

Nun, ganz so schlimm ists noch nicht, aber diese Einstellung "Wir machen, was wir wollen, obs Euch passt oder nicht" finde ich sehr bedenklich.

Gruß,
Franz