Hallo ;) - endlich wieder einmal ein aktives Teilnehmen am Forenleben... :D
Wie das Thema schon vermuten lässt, möchte ich im Herbst mit dem Chemiestudium beginnen - ich weiß bloß noch nicht genau wo :( . Beim Hochschulranking von "Stern" haben mir Marburg, Jena und München/Garching gut gefallen wegen der Studiendauer, Studentenurteil, etc.
Ich möchte nach Möglichkeit in einer schönen Stadt studieren (auch nicht zuuuuu groß). Und natürlich sollte man im Fachbereich Chemie gut gefördert und betreut werden! ;) Wer kann mir gute Tipps, sowie Vor- und Nachteile der o.g. Orten (oder anderer für Chemie guten Studienorte) geben?
(Aus den anderen Themen (-> Suchmaschine) hab ich nicht viel brauchbares gefunden...)
Danke für eure Hilfe :)
Pauni
16.03.2003, 14:23
wie wäre es mit der Kulturhauptstadt 2003: GRAZ
dort kann man sehr gut technische Chemie studieren und glaub mir, Graz ist sicherlich die kleinste Großstadt, die du dir vorstellen kannst.
No Regrets
16.03.2003, 14:25
kannst du das Hochschulranking vom Stern mal einscannen und hochladen :)
Langfingerli
16.03.2003, 14:31
http://www.stern.de/hochschul-ranking/jsp/ranking/frame.jsp?nv=el_ex_cp_L2_tt&nv=cp_L2_sh
Ich habe es gerade hochgeladen und eine homepage dazu gebastelt :D
No Regrets
16.03.2003, 14:56
@ Langfingerli
super arbeit, sieht ja echt suppa aus ;)
ich würd nicht allzuviel auf dieses Ranking geben
schaue lieber mal persönlich bei den Uni deiner Wahl vorbei und spreche mit Studenten die gerade das 1. Semester hinter sich gebracht haben.
Da wirst du Sachen hören die nie in einem Ranking auftauchen werden ;)
Oder mache demnächst einen Termin mit den "Uni-Scouts" :D
1-Raphi-Ethanol
16.03.2003, 16:37
...dass das Hochschulranking nicht alles erfasst und auch subjektiv ist. Aber immerhin gibt es gute Denkanstöße und liefert statistische Werte.
Hört man / frau denn in der eigenen Uni gar nichts Positives oder Negatives über andere Unis (giute Profs, 'Forschung, Studentenzahlen, Betreuungsverhältnis...)? :confused:
Aber auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Tipps! :)
Kutti
16.03.2003, 18:01
Ich habe einfach Studenten und Profs der Uni meiner Wahl angeschrieben und das hat mir mehr geholfen als sämtliche Rankings o.ä.
theplaya
16.03.2003, 21:29
A propos Studienort: Studiert hier jemand Chemie oder etwas ähnliches (Lebensmittelchemie, Biochemie...) in Münster, Oldenburg oder Göttingen? Kann mir jemand was zu den Unis sagen?
nobody
17.03.2003, 09:10
hi,
ich studiere chemie in oldenburg und hab eine freundin die in münster chemie studiert. also mir gefällt es hier in oldenburg eigentlich ganz gut. die stadt ist schön, die uni noch nicht ganz so alt und die leute sind auch ganz ok. das einzige was mich hier in OL stört, ist dass die naturwissenschaften ausgelagert wurden, das ist ja noch ok, aber mitten in der wildnis und das uni-leben spielt sich halt doch an der hauptuni ab, sodass ich manchmal nicht unbedingt das gefühl habe eine studentin zu sein. was wiederum toll ist, ist die tatsache, dass wir nicht so viele leute sind, daher auch immer genug praktikumsplätze vorhanden sind und der kontakt zu den professoren wirklich ausgesprochen gut ist. von münster weiß ich, dass da grad am anfang viel gesiebt wird und es den studenten nicht immer leicht gemacht wird. das leben/studieren in münster ist auch wesentlich teurer. wir bekommen im praktikum alles gestellt. das ist in münster nicht so, wohnungsmäßig sieht es in Oldenburg auch viiieeeeel besser aus, vor allem billiger. ach und in münster ist die chemie auch extrem häßlich find ich, also der chemie-bereich. das ist in OL wirklich noch schön.
na ja, wenn du noch ne frage hast, kannste ja einfach fragen *gg*
schönen gruß
AJ
17.03.2003, 13:12
Hi,
ich studiere Chemie in Münster und bin eigentlich alles in allem recht zufrieden, auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Praktikumsfinanzierung hier nicht optimal oder besser gesagt besch***en ist.
Zu meiner Vorrednerin (säurefrosch) kann ich nur sagen, dass die Chemie in Münster nicht so schön war, aber die OC renoviert wird und für AC und PC ein nagelneues Gebäude da ist, allerdings zunächst nur für die AKs. Das alte wird aber renoviert, so dass die Praktika nicht mehr lebensgefährlich sind wie früher.
Die LC hier ist sehr zu empfehlen, da sind gerade zwei neue Profs, die sehr nett und fähig sind.
Ansonsten versuch einfach mal an den Unis Deiner Wahl vorbeizukommen und Dir direkt ein Bild zu machen. Die Fachschaften sind meistens ein guter Anlaufpunkt, da sie auch über genügend Eigenkritik verfügen.
Grüße,
Ansgar
theplaya
17.03.2003, 20:24
Danke für eure Antworten!
Hab mal gehört, dass in Oldenburg sehr viele auf Lehramt studieren und deshalb die Forschung nicht so gut sein soll, wie z.B. in Göttingen. Stimmt das?
Das ist nämlich mal wieder so ein Gerücht, das von Person zu Person erzählt wird. Man weiß ja nie, inwieweit bzw. ob man so etwas trauen kann.
PS: Was heißt denn AK und LC?
No Regrets
17.03.2003, 20:28
AK = Arbeitskreise
LC = Lebensmittelchemie
nobody
17.03.2003, 20:58
hallo playa...
oldenburg ist die hochburg für lehramt. auch in chemie gibt es hier sehr sehr gute professoren. ich würde aber nicht sagen, dass deshalb die forschung drunter leidet. hier in OL ist zum beispiel der nachwuchschemiker der OC beschäftigt, der kriegt jetzt glaub ich auch irgendeinen tollen, hoch bezahlten preis vom GdCH, aber so genau weiß ich das auch nicht.
also wie gesagt, ich glaub nicht, dass die diplomer benachteiligt sind den diplomern gegenüber. aber die didaktik in OL ist eben auch nicht zu verleugnen...
1-Raphi-Ethanol
19.03.2003, 18:00
in Jena ist ja dieser reformierte Studiengang 6/4 Semester eingeführt worden, also nach dem 6. Semester Bachelor-Prüfung und bis dahin auch Vordiplom, dann 2 Semester bis zum Diplom / Master und 2 Semester Dipolm- /Masterarbeit.
Was haltet ihr davon. Eher der reformierte oder der klassische Diplomstudiengang mit 4/4 Semesteraufteilung?
No Regrets
19.03.2003, 18:11
@1-Raphi-Ethanol
das ist egal, hauptsache ist was am ende dabei rauskommt ;)
Easyquantum
22.03.2003, 11:47
Das ist eine sehr gute Frage.
Gerade für Leute , die in nächster Zeit mit dem Studium beginnen.
Wie man so ließt hat sich das Chemie-Diplom mit anschließender Doktorarbeit schon recht bewährt in Deutschland. Vor allem wenn es darum geht mal in der Forschung zu arbeiten.
Ich bin echt gespannt wie das in zwanzig Jahren aussieht. Ich hoffe das Diplom stellt dann keinen Nachteil dar (glaube ich nicht aber man weiß ja nie).
Isa
22.03.2003, 14:57
@theplaya
ich studiere im 6. Semester Chemie in Göttingen und kann die Uni eigentlich empfehlen. Die Betreuung während der Praktika und auch bei den Vorlesungen ist echt gut. Teilweise kommen auf einen Assisten 3-4 Praktikanten (mehr als 10 Praktos pro Assistent sind selten). Die Professoren sind im großen und ganzen auch recht nett und lassen einen auch nicht mit Fragen in der Luft hängen.
Ein großes Plus ist natürlich Göttingens Ruf. Hier haben ne Menge große Chemiker gelehrt. Aber auch jetzt sind hier Profs, die in ihrem Fachgebiet spitze sind. Zu nennen sind da nur Troe, Sheldrick, Tietze usw. Der Rest ist auch nicht zu verachten.
Auch die Möglichkeit, ein Auslandssemester im Hauptstudium zu absolvieren, ist gegeben. Eigentlich kann jeder zu einer unsrer zahlreichen Partnerunis in ganz Europa gehen und dort ein Praktikum absolvieren. Wird im übrigen auch gut angenommen.
Also, ich hoffe, ich konnte dir Göttingen ein wenig schmackhaft machen und wenn du Fragen hast, bitte...
Gruß Isa
theplaya
22.03.2003, 16:47
@ isa:
Wo habt ihr denn überall Partnerunis? Man kann dann also ein Semester dort hin gehen, was macht man denn da? Du hast gesagt ein Praktikum, ist man also bei Vorlesungen und so gar nicht dabei?
@ all: Wie ist das überhaupt, wenn man ein oder ein paar Semester im Ausland, z.B. England, Frankreich, Spanien.... verbringen will? Werden die Semester hier in D anerkannt? Kann man nur zu den Partnerunis der eigenen Uni, damit die Zeit im Ausland anerkannt wird?
Wann wäre die günstigste Zeit, nach dem Vordiplom?
1-Raphi-Ethanol
22.03.2003, 18:39
@ theplaya
Die Auslandssemester werden fast überall nach ddiesem Credit-Point system angerechnet - da bekommst du in der Uni für Veranstaltungen, Praktika, etc. Punkte die hier mit verrechnet werden.
@ isa
wie sieht´s denn in Göttingen mit der Durchschnittsstudiendauer aus? Gibnt es spezielle Forschungsgebiete?
m_bond
25.03.2003, 11:46
Hallo 1-Raphi-Ethanol,
ich hab jetzt mein erstes Semester Chemie überlebt und habe vor über einem Jahr auch da gestanden und mir die Uni ausgesucht die optimal für mich ist.
Ich habe mich eigentlich von der Studiendauer und von der Möglichkeit ins Ausland zu gehen lenken lassen und vom Ruf. Dann habe ich einige Profs angeschrieben und mich mit 2 getroffen und dann habe ich mich halt entschieden.
Das Stern Ranking kannse in die Tonne drücken. Die meisten Sachen sind überhaupt nicht an allen Unis aufgenommen. Das ist vielleicht nützlich für einen groben Überblick.
Was ich Dir auf jeden Fall empfehlen kann ist die Statistik von der GDCh. Das ist wohl die aktuellste und genueste Statistik in Sachen Chemie.
Ich denke das hilft weiter.
http://www.gdch.de/arbeitsv/statis2001.htm
matthias
nobody
25.03.2003, 15:31
ich werde auch nach marburg gehen und es ist eigentlich eine wünderschöne haupsächlich junge stadt und die uni ist auch nicht von schlechten eltern....
LG jewly
theplaya
25.03.2003, 16:31
Wie ist eigentlich Chemie in Münster? Könnt ihr mir genaueres zu den Profs, Ausstattung, Ruf, Forschung, Auslandsaufenthalt usw. sagen?
Laut GdCH-Statistik ist Münster glaube ich die Uni mit den meisten Chemie-Diplomen pro Jahr (über 60 im Vergleich zu anderen Unis wie München oder Köln mit 30-40 ). Woher kommt das?
m_bond
25.03.2003, 16:43
@the playa
das kann ich dir sagen warum es da soviele ein diplom bekommen.
Das liegt einfach mal daran, dass in Münster eine riesen Anzahl von Leuten Chemie anfangen. Letztes Jahr waren es 223 Leute. Und in München waren es weniger, also gibt es in München auch weniger Diplome.
Aber guck dir mal die Studiendauer in Münster an. Die ist auch ziemlich lang im Gegensatz zu anderen Unis.
matthias
ork
25.03.2003, 16:47
Originalnachricht erstellt von theplaya
Laut GdCH-Statistik ist Münster glaube ich die Uni mit den meisten Chemie-Diplomen pro Jahr (über 60 im Vergleich zu anderen Unis wie München oder Köln mit 30-40 ). Woher kommt das?
U. a. kommt das wohl auch daher, dass in Münster mit Abstand die meisten Chemiestudenten eingeschrieben sind. (siehe http://www.gdch.de/arbeitsv/tab1a.pdf )
@ m_bond:
:up: Sehr interessabte Seite.
Auf jeden Fall besser als der Stern; ich bestreite, dass es an meiner Uni nur zwei Computer für die Studenten gibt.