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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pufferwirkungen im Analyten


HansChris
05.03.2003, 15:42
Moin! Ich möchte nur, dass ihr sagt, ob die unten stehenden Behauptungen richtig sind!

1. Im Analyten bei der Titration von HCl mit NaOH entsteht keine Pufferwirkung.
2. Im Analyten bei der Titration von Phosphorsäure mit Natronlauge entsteht zuerst keine Pufferwirkung, nach dem 1.ÄP und nach dem 2. ÄP entsteht allerdins eine, da ausreichend HA UND A- Moleküle vorhanden sind.!

Alles richtig?


(noch zwei WOchen bis zur Abgabe der Facharbeit *bibber*!)

P.S.:Fungo, Hayabusa und ich gehören alle zum selben Chemie-LK :p

FK
05.03.2003, 17:21
Ja, kann man so sagen. bei Nr. 2 hat man den besten Puffer bei 1,5 bzw. 2,5 Äquivalenten.

Gruß,
Franz

fungo
06.03.2003, 15:17
Im Analyten bei der Titration von Phosphorsäure mit Natronlauge entsteht zuerst keine Pufferwirkung, nach dem 1.ÄP und nach dem 2. ÄP entsteht allerdins eine, da ausreichend HA UND A- Moleküle vorhanden sind

das trifft doch so auch ungefähr auf die Citronensäure zu oder?

FK
06.03.2003, 18:47
Originalnachricht erstellt von fungo
das trifft doch so auch ungefähr auf die Citronensäure zu oder?

Ja, wobei hier - da die pKs-Werte viel näher aneinanderliegen - sich die Pufferbereiche beinahe überschneiden. Jedenfalls kann man sie - siehe Deine Titrationskurven - kaum erkennen bzw. auseinanderhalten.

Gruß,
Franz

HansChris
07.03.2003, 16:45
wenn man nun aber die Titrationskurve von HCl mit NaOH betrachtet könnte man doch eine Pufferwirkung vermuten, da kaum eine Änderung eintritt!?

FK
07.03.2003, 21:47
Na, nicht ganz so. Da muss man mal die Kurve eines richtigen Puffers dazumalen und dort die pH-Änderungen vergleichen.

Gruß,
Franz

HansChris
08.03.2003, 00:38
Stimmt, Hast Recht!

Bei der Pufferlösung dteigt der pH-Wert viel weniger als bei der normalen Titration!

HansChris
10.03.2003, 16:12
Wenn man das ganze nun mit Posphorsäure macht, sind ja zwei pH-Sprünge klar erkennbar!
Gibt es den dritten nicht, oder kann man ihn experimentell nicht erfassen!
Eigentlich müsste er doch vorhanden sein, da NaOH doch eine sehr starke Base ist!

fungo
10.03.2003, 18:10
Phosphorsäure kann entweder auf den ersten oder auf den zweiten Äquivalenzpunkt titriert werden (pKS1 = 2,12; pKS2 = 7,21; die pKS-Werte liegen somit weit genug voneinander entfernt (? fünf Einheiten), so dass jeder Äquivalenzpunkt unabhängig vom anderen beobachtet werden kann. Eine direkte Titration auf den dritten Äquivalenzpunkt (pKS3 = 12,67) kann aufgrund der kleinen Säurestärke nicht durchgeführt werden. Durch Zugabe von CaCl2 (ausfällen von Ca3(PO4)2) besteht die Möglichkeit mit Phenolphthalein als Indikator die Titration des dritten Äquivalenzpunktes durchzuführen.


quelle: http://www.cup.uni-muenchen.de/studium/chemgrundprak/Grundpraktikum_07n.html

vielleicht hilft Dir das

HansChris
10.03.2003, 18:17
Originalnachricht erstellt von fungo
Eine direkte Titration auf den dritten Äquivalenzpunkt (pKS3 = 12,67) kann aufgrund der kleinen Säurestärke nicht durchgeführt werden.

Heißt das jetzt, dass es diesen dritten Sprung nicht gibt, oder dass man ihn nur nicht beobachten kann??

FK
10.03.2003, 20:47
Es gibt ihn schon; es ist aber kein Sprung, sondern eher leichte Bodenwelle...

Das Problem ist, dass das Phosphation von der Basizität nicht mehr weit von Hydroxídion entfernt ist. Die Umsetzung ist daher nur bei einem großen Überschuss von Hydroxidionen annähernd komplett, weswegen der Umschlag sich über einen großen Bereich hinzieht und sehr schlecht zu beobachten ist.

Gruß,
Franz

HansChris
10.03.2003, 20:56
danke!