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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Redox-Gleichung ausgleichen


Yvonne79
28.02.2003, 13:46
hallo!
hab noch nicht so ganz den durchblick bei redox-gleichungen...
wann gleicht man die aus, also wann, in welchem schritt, bringt man wo ein H+ bzw ein OH- ein? bei den teilgleichungen nach abgleichen der elektronen (also wenn bei ox. und red. gleich viele e- sind) oder wenn man die teilgleichungen zusammen hat, bei redox? und wenn da, dann vor oder nach dem kürzen und einbringen der vorher weggelassenen ionen?
und: wann lässt man zb bei KMnO4 das K+ weg?
habe da gleichungen gesehen, wo es schon mal in die teilgleichungen (Red., Ox.) eingebracht wurde, was die ladungen rechts und links ja wieder verändert und somit die menge an H+ oder OH- die man einbringt...?

macht ja schon nen unterschied, weil ja je nach dem was anderes rauskommt... hoffe das war jetzt nicht zu verwirrend erklärt... :)
sonst fragt nach... :))

lg, yvonne

C. Iulius Caesar
28.02.2003, 15:40
Man lässt das K+Ion weg, wenn es nicht an der Reaktion teilnimmt und unverändert als K+Ion auch als Produkt der Reaktion rauskommt.
Ich versehe Deine Frage nicht so recht!
Redoxgleichungen gleicht man über die Anzahl der übergehenden Elektronen aus...
Wo liegt das Problem?

MfG
DCK

buba
28.02.2003, 17:42
Originalnachricht erstellt von Yvonne79
wann gleicht man die aus, also wann, in welchem schritt, bringt man wo ein H+ bzw ein OH- ein? bei den teilgleichungen nach abgleichen der elektronen (also wenn bei ox. und red. gleich viele e- sind) oder wenn man die teilgleichungen zusammen hat, bei redox?
Erst werden die Elektronen in die Teilgleichung gebracht und dann erfolgt Ladungsausgleich mit H+/OH- und H2O. Anders klappt's nicht.

Beispiel: Reduktion von Permanganat zu Mn2+

1. Schritt:
MnO4- --> Mn2+

2. Schritt: Oxidationszahlen betrachten und Elektronen einfügen
Mn(+VII) --> Mn(+II)
MnO4- + 5 e- --> Mn2+

3. Schritt: Ladungsausgleich (hier mit Protonen)
-6 --> +2
MnO4- + 5 e- + 8 H+ --> Mn2+

4. Schritt: Massenausgleich (Wasser)
MnO4- + 5 e- + 8 H+ --> Mn2+ + 4 H2O

Fertig ist die erste Teilgleichung. Analog geht man beim Aufstellen der zweiten Gl. vor. Für die Gesamtgl. (Redoxgleichung) multipliziert man die Teilgleichungen mit Zahlen, um auf das kgV der Elektronenzahl zu kommen (kleinstes gemeinsames Vielfaches). Dabei kürzen sich die Elektronen heraus! Nicht selten auch zum Teil Wasser/Protonen/Hydroxidionen.


Mit der Suchfunktion des Forums findest du so einige Threads zu Redoxreaktionen.

Winas
18.04.2003, 16:13
argh :( :(
ich kapier das nicht!
das leidige Thema hatten wir ja schonmal! bin jetzt bei der Abivorberietung bei den Redoxreaktionen angekommen und irgendwie kapier ich das noch nicht!
hatte mir jetzt mal die 40 RRs im Mortimer vorgenommen, paar konnte ich, andere wieder nicht!

da ist ja auch so ein interessantes System erklärt ohne diese Teilgleichungen aufzustellen!

ich nehm mal eine raus wo das nicht geklappt hat ;)

PbO2 + I- --> PbI 2 + I2

(ok bei solchen kann man ja noch ausprobieren aber es geht mir um das Prinzip)

jetzt soll man die Änderung der OX zahl des Ox-Mittels vor das RED-Mittel schreiben:
Pb: +4 --> +2 ; macht 2 unterschied die schreibe ich dann vor das I- und das Iod. Dort kommt allerdings nur eine 1 vor , weil wir schon I2 haben...so und genau das gleiche dann umgekehrt..dann muss ich noch ausgleichen!
nur da fäng´t´s dann an: 1. das passt nach der Methode eh nich (kann man ja im Mortimer nachlesen wenn das bei mir schlecht rübergekommen ist) und 2. hab ich da Probleme mit das richtige hinzuschreiben!

Aber zurück zu den Teilgleichungen:
buba hat das ja oben schon wunderbar vorgemacht, das ist mir auch klar, aber:
wenn man komplizierter Verbindungen hat wie z.B. H3 AsO3 und ich dann die Teilgleichung aufstellen will, was schreibe ich dann da herein? Welche Atome nehme ich mit in die Teilgleichung?
bei z.b. Dichromationen weiß ich ja, dass ich die sieben Sauerstoff noch mit reinnehme...aber wenn ich z.B. H2 S hab, was passiert dann mit dem Wasserstoff?
(Schwefel, sagen wir mal, wird hier oxidiert auf +4)

S2- ---> S4+ + 6e-

nehm´ich da den Wasserstoff mit rein?
Was haltet ihr von der Methode von oben oder wären die Teilgleichungen besser?

danke nochmal für die Mühe :(

mfg
Winas

buba
18.04.2003, 16:22
Originalnachricht erstellt von Winas
ich nehm mal eine raus wo das nicht geklappt hat ;)

PbO2 + I- --> PbI 2 + I2

(ok bei solchen kann man ja noch ausprobieren aber es geht mir um das Prinzip)

jetzt soll man die Änderung der OX zahl des Ox-Mittels vor das RED-Mittel schreiben:
Pb: +4 --> +2 ; macht 2 unterschied die schreibe ich dann vor das I- und das Iod. Dort kommt allerdings nur eine 1 vor , weil wir schon I2 haben...so und genau das gleiche dann umgekehrt..dann muss ich noch ausgleichen!
nur da fäng´t´s dann an: 1. das passt nach der Methode eh nich (kann man ja im Mortimer nachlesen wenn das bei mir schlecht rübergekommen ist) und 2. hab ich da Probleme mit das richtige hinzuschreiben!
Tja, dann verwende diese "Methode" nicht. Mit den Teilgleichungen ist man immer gut dran.


Aber zurück zu den Teilgleichungen:
buba hat das ja oben schon wunderbar vorgemacht, das ist mir auch klar, aber:
wenn man komplizierter Verbindungen hat wie z.B. H3 AsO3 und ich dann die Teilgleichung aufstellen will, was schreibe ich dann da herein? Welche Atome nehme ich mit in die Teilgleichung?
bei z.b. Dichromationen weiß ich ja, dass ich die sieben Sauerstoff noch mit reinnehme...aber wenn ich z.B. H2 S hab, was passiert dann mit dem Wasserstoff?
(Schwefel, sagen wir mal, wird hier oxidiert auf +4)

S2- ---> S4+ + 6e-

nehm´ich da den Wasserstoff mit rein?
Du kannst H2S sowie H3AsO4 so stehen lassen. Schwefel-Kationen aber nicht!

Winas
18.04.2003, 16:25
ok ok... ich glaub ich setz mich dann nochmal an den Schreibtisch und mache noch ein paar Reaktionen mit Teilgleichungen...

dank´ dir.

mfg
Winas

buba
18.04.2003, 16:26
z.B.
H2S + 3 H2O --> SO32- + 6 e- + 8 H+
wäre ausgeglichen.

Ob's in vitro so klappt, ist eine andere Frage.