Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasserstoffauto
smile
22.09.2000, 17:30
Hallo alle miteinander!
Könnt ihr mir sagen, was bei einem Wasserstoffauto mit dem entstehendem Wasserdampf passiert? Viele sagen, dass er normal aus dem Auspuff kommt! Aber dann wäre ich mal auf die Luftfeuchtigkeit in einer Großstadt gespannt. Regnet es dann nur noch?
ciao,
smile
nobody
22.09.2000, 17:40
Hy smile,
also ich weiss nicht wie du dir das vorstellst, also so viel Wasserdampf ensteht da nicht. Betrachte doch mal einen Benziner mit 3L auf 100km.
Und wenn wir haben eine ziemlich Große Atmosphäre in die der Wasserdampf steigen kann und wenn lass ich es lieber Regnen als an einer Smok Wolke zu ersticken oder wie siehst du das?
Jan
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Wenn jeder an sich denkt ist die Welt, mathematisch gesehen, abgedeckt!
smile
22.09.2000, 23:33
Ich bin auch ein starker befürworter dieser "neuen" Technik!! Aber in einer großen Stadt, z.B. New York, könnte das doch auch zum Problem werden, oder? Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass Millionen von Autos heissen Wasserdampf ausspucken. Kann natürlich sein, dass es zuwenig ist, um sichtbar was auszumachen.
Derpel
23.09.2000, 09:09
Stellt euch mal vor es friert, da wird es aber schnell rutschig.
Ich finde das Wasserstoffauto gar nicht so gut, denn man braucht ja sehr viel Energie um Wasserstoff zu gewinnen. Würde Wassersstoff umweltfreundlich gewonnen, wäre das eine gute Idee.
nobody
23.09.2000, 09:40
Ausserdem: Wie war das nochmal mit dem Wasserstoff und der Hindenburg?
Derpel
24.09.2000, 11:15
Stell dir mal vor dir fliegt so ein Tank um die Ohren. Hoher Druck, Gas, und brennbar sin ne schlechte Kombi http://www.chemieonline.de/forum/smilies//blink.gif
nobody
24.09.2000, 21:12
Hy Derpel,
um auf deine Explosionsgefahr zu kommen, der Wasserstoff wird in sogenannten "Apollos" aufbewahrt, die dinger heissen so weil sie eben wie eine Raumkapsel aussehen und in diesem Gefäss ist der Wasserstoff flüssig (also nicht so reaktiv), er wird erst ähnlich wie beim Benziner in einer art vergasser in die Gasform gebracht. Diese Apolle stehen auch maximal nur unter 2-3bar das aber nicht konstant. Und wenn doch was passiert der Apollo Tank kann die Explosion extrem abschwächen.
Wenn ihr nochmal bedenkt das Rohöl auch mit Hilfe von viel Energie "gecrackt" werden muss, opfere ich die Energie lieber der Luftdestillation, zur gewinnung des Wasserstoffs!
Ciao
Jan
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nobody
24.09.2000, 21:39
@ Giftmixer
Flüssiger Wasserstoff hat eine Temperatur von -253°C.
Da man die "Apollos" im Auto sicher nicht so tief kühlen kann, braucht man einen höhern Druck als die von Dir angegebenen 2 bar.
Da hast Du dich doch sicher um mindestens zwei Zehnerpotenzen vertan.
In den grünen Stahlflaschen, in denen Wasserstoff bei RT aufbewahrt wird, hat man 200 bar.
Flüssiger Wasserstoff ist nicht so reaktiv? Ich möchte jedenfalls nicht in der Nähe sein, wenn sich flüssiger Wasserstoff (ob nun durch Kälte oder Druck verflüssigt) mit Raumtemperatur konfrontiert sieht.
Derpel
25.09.2000, 12:49
@Giftmixer,
Luftdestilation?
Kenn ich nicht, wie soll das denn funzen?
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Time will tell soner or later
nobody
25.09.2000, 13:05
Wasserstoff wird nicht durch fraktionierte Destillation flüssiger Luft gewonnen! (Schlagt doch mal nach, wieviel Wasserstoff in der Luft drin ist... 0,00005 Volumen-Prozent).
Man gewinnt ihn durch steam-reforming von Methan und durch Elektrolyse.
[This message has been edited by Moritz (edited 25-09-2000).]
Derpel
26.09.2000, 11:55
@Moritz
Danke, ich habe mir nämlich schon den ganzen Tag überlegt, was man unter Luftdesstilation versteht, bin aber zu keinem logischen Schluss gekommen, da ja in der Luft kein Wasserstoff drin ist(oder nur sehr wenig).
Die anderen Verfahren sind mir da schon bekannter, Welches ist eigentlich das bedeutendere, bzw. welches wird am heufigsten eingesetzt?
nobody
28.09.2000, 19:05
Hy Dirk,
okay was das mit der reaktivität betrifft muss ich mich nochmals erkundigen, aber was ich gesagt hatte mit diesen Apollos, also wir haben stickstoff bei uns im Werk und der wird sogar bei Normaldruck Trasnportiert (flüssig) okay der Siedepunkt liegt etwas höher aber nicht so viel das das bei der Lagerung mehrere hundert bar ausmacht, glaube mir.
Jan
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Wenn jeder an sich denkt ist die Welt, mathematisch gesehen, abgedeckt!
hippie
28.09.2000, 19:33
apropos explosivität
stellen wir uns folgendes vor:
1.
ein normales auto baut einen schweren unfall. das auto fängt an zu brennen, benzin laüft aus und explodiert. das brennende benzin spritzt durch die luft und entzündet alle brennbaren materialien auf die es trifft. gerät das benzin nicht in brand oder löscht man den brand versickert das benzin im boden richtet dort schäden an und verseucht zudem noch das grundwasser.
2.
ein wassserstoffauto baut einen ähnlichen unfall. das auto gerät in brand H entweicht und explodiert. es entsteht wasserdampf.
geät das auto nicht in brand, entweicht der wasserstoff und verdünnt sich sehr schnell in der umgebungsluft.
was ist nun gefährlicher ?
( ich glaube dem fahrer ist es ziemlich egal, ob er bei einer gas- oder bei einer benzinexplosion ums leben kommmt)
hippie
:jump_green:
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Es gibt Probleme, die löst man am besten in HCl
nobody
28.09.2000, 23:15
Originally posted by hippie:
( ich glaube dem fahrer ist es ziemlich egal, ob er bei einer gas- oder bei einer benzinexplosion ums leben kommmt)
Dem Fahrer vielleicht, aber nicht dem Hund, der in einiger Entfernung mit seinem Frauchen Gassi geht.
@ Giftmixer
Stickstoff ist klar. Das ist ja reaktionsträge wie sonstwas, egal wie hoch man das erhitzt (hast Du schonmal versucht, Luft anzuzünden?), aber Wasserstoff ist explosiv und es reicht nur ein Funken aus, um eine Katastrophe zu erzeugen.
Man beachte: die Verbrennung von Wasserstoff läuft radikalisch, wobei mit jedem Molekül Wasser zwei Radikale erzeugt werden, die alle eine neue Kettenreaktion starten können. Mit anderen Worten: die Anzahl der Kettenreaktionen steigt lawinenartig an.
nobody
17.10.2000, 17:13
Hi zusammen!
Ich hab aber auch schon gehört, dass sie jetzt in den USA herausgefunden haben, dass es Algen gibt, die Wasserstoff produzieren.
Was meint ihr?
Grüße
hippie
17.10.2000, 18:29
Originally posted by Dirk:
Dem Fahrer vielleicht, aber nicht dem Hund, der in einiger Entfernung mit seinem Frauchen Gassi geht.
@ dirk:
klugsche***** ;)
hippie
[This message has been edited by hippie (edited 17-10-2000).]
Sesenion
30.10.2000, 23:05
Um noch mal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, ob die Wasserdampfentwicklung ein Problem darstellt: Die gegenwärtigen Autos verbrennen nicht gerade Graphit, sondern Kohlen*wasserstoffe*. Neben CO_2, CO und jeder Menge anderem Dreck entsteht daher auch eine nicht unerhebliche Menge Wasserdampf.
buba
30.10.2000, 23:27
Hinweis an die neuen User:
Ihr könnt Zahlen hoch- und tiefstellen! CO2
Schaut mal in die FAQ!
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buba
Moderator
nobody
31.10.2000, 14:45
Es ist schon richtig, dass das Handling vondem Wasserstoff schwierig ist. Dennoch ist die Gefahr nicht viel größer als bei Benzin, da H eine Große Flüchtigkeit besitzt.
Zudem werden zwei verschieden Techniken beim Wasserstoffauto benutzt:
- Verbrennungsmotor
- Elektromotor bei dem der Strom aus der kontrollierten katalytischen Umsetzung von H2 und O2 gewonnen wird.
Die Wasserstoffgewinnung ist vielfälltig und wird wirklich nicht als fraktionierte Destillation durchgeführt. Hautpsächlich wird die Elektrolyse benutzt. Man will Wasserstoff, der in Kanada durch Wassserkraftwerke gewonnen wird, in riesigen Schiffen zu uns bringen (Was auch mit Verlusten verbunden ist). Natürlich wird auch die H-Gewinnung vor Ort diskutiert. Außerdem gibt es auch Mikroorganismen, die reinen Wasserstoff herstellen. Daran wird aber noch geforscht.
Zu der Ausgangsfrage: Auch bei Benzin entsteht, wenn auch weniger, Wasser. Das stellt kein Problem dar. Zudem hat man beim Wasserstoffauto einen geschlossenen Wasserstoff/Sauerstoff-Wasser-Zyklus was diese Technik im Vgl. zur konventionellen Methode so umweltfreundlich macht.
nobody
31.10.2000, 18:53
Originally posted by bc-teiler:
Es ist schon richtig, dass das Handling vondem Wasserstoff schwierig ist. Dennoch ist die Gefahr nicht viel größer als bei Benzin, da H eine Große Flüchtigkeit besitzt.
Benzin-Brände sind doch gerade deshalb gefährlich, weil Benzin so flüchtig ist und so die Dämpfe in der Luft explodieren.
Wie kann dann Wasserstoff ungefährlicher sein, weil es noch flüchtiger ist?
Ausserdem, um Benzin anzuzünden, brauchst Du wenigstens einen kräftigen Funken, für Wasserstoff reicht schon ein schiefer Blick.
DirtyHarry
01.11.2000, 20:57
Also,
Wasserstoff befindet sich im Autos in Cryotanks (das sind die Apollos!) in flüssiger Form und tatsächlich nur unter leicht erhöhtem Druck! Dies geht deshalb, weil der verdampfende Wasserstoff (zum Verdampfen muss ja wohl Wärme aufgenommen werden, isn't it?) zur Kühlung des restlichen Flüssigwasserstoffs verwendet wird, was so ähnlich wie bei der Luftverflüssigung nach dem Linde-Verfahren funktioniert! Zum Thema explodierender Wasserstoff und Radikalkettenreaktion:
sorry, hab die Antwort neulich falsch gepostet! H i e r gehört sie nun hin:
Bei einer explosiven Verbrennung gasförmiger Substanzen findet grundsätzlich eine Radikalkettenreaktion statt, egal ob es sich um Wasserstoff oder Benzindampf handelt! Nur liegen bei Wasserstoff die Explosionsgrenzen mit minimal ca. 6 Vol.-% und maximal ca. 67 Vol.-% deutlich höher als bei Benzin oder Flüssiggas! Apropos Flüssiggas: Diese Autos fahren doch auch schon seit Jahrzehnten ohne größeres Explosionsunglück, oder?
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Dirty Harry
nobody
01.11.2000, 21:42
@ Dirk
Gasförmiger Wasserstoff hat gegenüber Benzindämpfen den "Vorteil", dass er eine geringere Dichte als Luft besitzt.
Bei einem Unfall besteht also die Möglichkeit, dass sich der Wasserstoff schnell von der Unglücksstelle "entfernt" und dabei unter die untere Explosionsgrenze verdünnt wird. Die Benzindämpfe würden dagegen schön brav am Boden liegen bleiben (und dort verbrennen oder explodieren)...
(Argumentation aus irgendeinem Zeitschriften-Artikel.)
[This message has been edited by Moritz (edited 01-11-2000).]