Wieso sind diese Enzyme bei Niereninsuffizienz erhöht (ca. doppelte vom Normalwert). Bei LDH liegt´s glaube ich daran, weil eine Isoform dort relativ häufig vorkommt.
nobody
12.02.2003, 08:40
Nachtrag:
Und hat die Niereninsuffizienz Einfluss auf das Blutbild. Oder hat das gar nichts mit damit zu tun?
buba
12.02.2003, 12:15
Na das nehme ich mal stark an. Wenn die Niere nicht mehr mit 100% Leistung läuft, wird das Blut nicht mehr so schnell "gereinigt".
nobody
12.02.2003, 18:22
Danke buba.
Scheint doch was anderes zu sein. Erys und Leukos sind erniedrigt. Ich würde mal sagen, dass es sich um ein Blutung gehandlet hat. Bei den Enzymen knnte es wahrscheinlich daran liegen, das die Leber etwas mit abbekommen hat. Sind zumindest meine Vermutungen.
Das einzige was mir an dem Befund unklar erscheint sind die erniedrigten LDL- und HDL-Werte. Wieso sind die Erniedrigt?
Dadurch lässt sich dann wahrscheinlich wieder der erhöhte Triglyceridspiegel im Blut erklären. Allerdings ist das Cholesterol normal.
:confused:
Yolanda
12.02.2003, 19:53
Normalerweise wird in der Niere EPO gebildet, so dass sich die myelonische Vorläuferzelle zu einem Erythrozyten differenzieren lässt. Bei einer chron. Niereninsuffizienz gehen Nierenzellen zugrunde, es wird weniger EPO produziert und somit bilden sich weniger Erys.
Der erhöhte LDH Gehalte könnte daraus resultieren, dass dieses sich normalerweise in sehr(!) hoher Konzentration (im Vergleich zum Plasma)in den Erys befindet. Da nun aber weniger Erys da sind, kann weniger LDH dort eingelagert werden- das ist jetzt aber nur eine Hypothese!
nobody
12.02.2003, 21:08
Originalnachricht erstellt von Yolanda
myelonische Vorläuferzelle
:confused:
Originalnachricht erstellt von Yolanda
Bei einer chron. Niereninsuffizienz gehen Nierenzellen zugrunde, es wird weniger EPO produziert und somit bilden sich weniger Erys.
Und die Leukos. Würde vielleicht doch bei einem Blutverlust bleiben. Außerdem ist Ferritin erhöht und die latente EbK erniedrigt.
Das mit der LDH hat sich erledigt. Hatte mich auf dem Befund verguckt. :ugh:
metixen
13.02.2003, 22:54
Originalnachricht erstellt von Krösus
Wieso sind diese Enzyme bei Niereninsuffizienz erhöht (ca. doppelte vom Normalwert). Bei LDH liegt´s glaube ich daran, weil eine Isoform dort relativ häufig vorkommt.
also, bei einer nierinsuffizienz ist die fähigkeit der niere harnpflichtige substanzem auszuscheiden gestöhrt...
also ist nicht nur kreatinin betroffen, sonder auch enzyme wie LDH...
außerdem ist die LDH konzentration in gebene 500fach höher => leitenzym für einen organschaden... (hohe konzentration in leber herzmuskel, skelettmuskel, niere)
EPO mangel ist auf eine niereninsuffizens zurückzuführen...
die erhöhten leberwerte sind wahrscheinlich auf eine alternative EPO produktion in der leber zurückzuführen ?
nobody
14.02.2003, 18:53
Originalnachricht erstellt von metixen
also ist nicht nur kreatinin betroffen, sonder auch enzyme wie LDH...
Seit wann werden Proteine über den Harn ausgeschieden?
Kommt es bei Niereninsuffiziens oder Lebererkrankungen wie Leberzirrhose zu einer Erhöhung der extrazellulären Flüssigkeit? Könnten die Erys und Leukos auch deshalb erniedrigt sein?
metixen
14.02.2003, 21:58
Originalnachricht erstellt von Krösus
Seit wann werden Proteine über den Harn ausgeschieden?
Kommt es bei Niereninsuffiziens oder Lebererkrankungen wie Leberzirrhose zu einer Erhöhung der extrazellulären Flüssigkeit? Könnten die Erys und Leukos auch deshalb erniedrigt sein?
soviel ich weiß, kann die niere proteine zurückhalten die > ca. 50.000 Dalton sind.
LDH hat ~34.000 Dalton...
was die Lebererkrankungen angeht, so denke ich an eine verminderte oder gestörte z.b. albuminproduktion. ->ödeme "wasserbauch" bei unterernährten kindern, etc.
warum sollte eine erhöhte extrazelluläre flüssigkeit die ery und leuko-zahl erniedrigen?
wie kommt es eigentlich zu diesem befund? gibts da irgendwelche anderen angaben?
nobody
14.02.2003, 23:09
Originalnachricht erstellt von metixen
wie kommt es eigentlich zu diesem befund? gibts da irgendwelche anderen angaben?
Hab ein paar Befunde zu denen ich bisschen was schreiben soll. Ich hab leiden nur die Krankenheite. Der erste hat ein Nierenversgen und beim zweiten weiß ich nur dass es sich um einen Leberdialysepatienten handelt.
metixen
15.02.2003, 06:15
Originalnachricht erstellt von Krösus
Hab ein paar Befunde zu denen ich bisschen was schreiben soll. Ich hab leiden nur die Krankenheite. Der erste hat ein Nierenversgen und beim zweiten weiß ich nur dass es sich um einen Leberdialysepatienten handelt.
wie?
leider nur die krankheiten? das ist doch schon die hauptsache...
nobody
16.02.2003, 19:06
Hab noch ein paar Fragen.
Wieso ist bei einem Leberdialysepatienten das Natrium erniedrigt, das Kalium allerdings normal?
Warum ist bei einem Herzinfarkt die Glukose im Serum erhöht?
metixen
16.02.2003, 23:35
Originalnachricht erstellt von Krösus
Hab noch ein paar Fragen.
Wieso ist bei einem Leberdialysepatienten das Natrium erniedrigt, das Kalium allerdings normal?
Warum ist bei einem Herzinfarkt die Glukose im Serum erhöht?
blutglucosewerte steigen in der akuten phase eines mypkardinfarktes an. die blutlipidwerte sind in der akuten streßreaktion erniedrigt.
es kann aber auch sein, daß der patient ein diabetes...
was die leberdialyse angeht...
vielleicht ist die hyponatriämie eher auf die grunderkrankung zurückzuführen.
also vielleicht eine leberzirrhose:
hier kommt es zu vermehrtem extrazelluläreren flüssigkeits volumen ECFV und hyponatriämie, als ursache steht eine verminderte anlieferung von wasser im disatalen verdünnungssegment und die vermehrte ADH sekretion. (antidiuretische hormon)
nobody
17.02.2003, 10:19
Danke metixen.
Originalnachricht erstellt von metixen
[B]es kann aber auch sein, daß der patient ein diabetes...
Wahrscheinlich nicht. Der Wert ist später wieder normal.
Bin mir bei dem eigentlichen Krankheitsbild des Leberdialysepatienten noch nicht ganz sicher. Ich komme auf eine Leberzirrhose.
Kann es sich auch um eine Leberzirrhose handeln, wenn das direkte Bilirubin sehr stark erhöht ist?
hier kommt es zu vermehrtem extrazelluläreren flüssigkeits volumen ECFV und hyponatriämie, als ursache steht eine verminderte anlieferung von wasser im disatalen verdünnungssegment und die vermehrte ADH sekretion.
Müsste nicht das Kalium auch erniedrigt sein?
metixen
17.02.2003, 22:12
Originalnachricht erstellt von Krösus
Danke metixen.
Wahrscheinlich nicht. Der Wert ist später wieder normal.
Bin mir bei dem eigentlichen Krankheitsbild des Leberdialysepatienten noch nicht ganz sicher. Ich komme auf eine Leberzirrhose.
Kann es sich auch um eine Leberzirrhose handeln, wenn das direkte Bilirubin sehr stark erhöht ist?
Müsste nicht das Kalium auch erniedrigt sein?
hmm, da bin ich mir jetzt nicht sicher, aber kann es sein, daß hier das kalium über die dialyse in "zaum" gehalten wird?
nobody
17.02.2003, 23:16
Und das mit dem stark erhhtem Bili. Passt das zur Leberzirrhose?
metixen
18.02.2003, 22:57
Originalnachricht erstellt von Krösus
Und das mit dem stark erhhtem Bili. Passt das zur Leberzirrhose?
ja klar, das ist dann der hepatische ikterus...
was mir noch zu der anämie einfällt, leberzirrhose patienten habe in fortgeschrittenen stadien (rückstau in der pfortader => erweiterung der nebenwege) oft ösophagusvarizen und eben auch blutungen, daher vielleicht der blutverlust (->teerstuhl?)
nobody
18.02.2003, 23:39
Danke metixen!
nobody
27.02.2003, 22:44
Hab nochmal ne Frage. Kann es infolge eines Herzinfarktes zu einer Nierenschädigung kommen?
metixen
01.03.2003, 15:25
Originalnachricht erstellt von Krösus
Hab nochmal ne Frage. Kann es infolge eines Herzinfarktes zu einer Nierenschädigung kommen?
weiß ich auch nicht genau...
aber was das myoglobin angeht, so ist es sowohl bei einem herzinfarkt als auch bei einem nierenversagen, oder bei einer niereninsuffizienz erhöht.
es wird normalerweise wie creatinin sehr schnell abfiltriert.
wie sensiebel die nieren auf einen blutdruckabfall reagieren, kann ich nicht sagen (zur funktion des harnfilters ist ein ausreichender blutdruck (>50 mmhg) nötig)).
anders könnte es sein, daß durch eine niereninsuffizienz eine hypertonie hervorgerufen wird und dadurch steigt das herzinfarktrisiko.
nobody
03.03.2003, 21:53
Hab mal einen Lehrer in der Schule gefragt. Hat sich jetzt erledigt.
metixen
03.03.2003, 22:30
Originalnachricht erstellt von Krösus
Hab mal einen Lehrer in der Schule gefragt. Hat sich jetzt erledigt.
und was hat der gesagt?
nobody
04.03.2003, 22:14
Bei einem Herzinfarkt können alle Organe betroffen sein. Allerdings reagiert die Niere meist empfindlicher als andere Organe. Allerdings bräuchte man die Klinik, wenn man genau wissen will, was los ist.