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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenschaften des Wassers


nobody
23.04.2000, 14:24
Ich brauch alle Infos ueber Wasser (H2O) die ihr kriegen koennt.
Wichtig.

Fabio
23.04.2000, 16:17
Servus MisterBison,
ich hab dir hier etwas über Wasser:

Zerlegung von Wasser

Wasser - ein Verbrennungsprodukt. An kalten Wintertagen bildet sich hinter den Auspuffrohren von Kraftfahrzeugen weiße Nebelwolken. Wenn im Chemieraum viele Gasflammen brennen, beschlagen manchmal die Fensterscheiben. Offenbar enthalten die Flammen der Gasbrenner und die Auspuffgase auch Wasserdampf, der an der kalten Luft oder an kalten Gegenständen zu Wassertröpfchen kondensiert.

Aufgrund dieser Beobachtung kann man vermuten, dass bei der Verbrennung von Benzin oder Brennergas Wasser gebildet wird. Diese Vermutung muss allerdings bestätigt werden.

Ein Becherglas, das über einer Brennerflamme gehalten wird, beschlägt mit einer farblosen Flüssigkeit. Gibt man nun zu der farblosen Flüssigkeit ein blaues Kobaltchloridpapier, färbt sich dieses bei Berührung mit Wasser rosa.

Wasser - eine Sauerstoffverbindung. Zur Verbrennung eines Stofes ist Sauerstoff´notwendig. Ist Wasser also eine Verbindung des Sauerstoffs, ein Oxid?
Um den Sauerstoff eines Oxids zu entziehen, benötigt man dazu einen Stoff mit besonders großem Bindungsbestreben zu Sauerstoff. Ein solcher Stoff ist Magnesium. Sein Bindungsbestreben ist so groß, dass Magnesium sogar unter Wasser brennt.

Hält man ein brennendes Magnesiumband in einen mit Wasserdampf gefüllten Kolben, so verbrennt es unter Feuererscheinung zu Magnesiumoxid. Das Magnesium kann den zur Verbrennung benötigten Sauerstoff nur dem Wasser entzogen haben, da bei unserem Experiment kein Luftsauerstoff zugegeben war.
Bei genauem Hinsehen kann man eine weitere Flamme beobachten. Rührt diese Flammenerscheinung vom brennenden Magnesium her oder ist neben Magnesiumoxid ein brennendes Gas entstanden? Um dies zu erklären, leiten wir in einem weitern Experiment Wasserdampf über erhitztes Magnesium. Getrennt vom heftig reagierenden Magnesium lässt sich an der Spitze des Glasrohrs ein brennendes Gas entzünden. Bei seiner Verbrennung entsteht Wasserdampf.

Mg + H20 ---> MgO + H2

(Aus Elemente Chemie I, Klett)



------------------
Fabio
fabio-chemiepsycho@gmx.de

nobody
26.04.2000, 20:02
Die Autoprotolyse des Wassers
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Reines Wasser leitet in geringem Ausmaß den
elektrischen Strom. Ursache dafür ist:
Wasser ist amphoter*

* das bedeutet Wasser kann sowohl als Säure*1 als auch als Base*2 wirken.

*1 Säuren sind Stoffe die Protonen (H+ Ionen)
abgeben. Sie bilden mit Wasser H3O+ Ionen
(Hydronium-Ionen)

*2 Basen sind Stoffe die Protonen (H+ Ionen)
aufnehmen. Sie bilden mit Wasser OH- Ionen (Hydroxidionen)

Reaktionsgleichung:
-------------------
H2O + H2O = H3O(+) + OH(-)
Base1 Säure1 Säure2 Base2

endotherme*3 Reaktion !

*3 Energie wird gebraucht !
Gegenteil:
exotherm Energie wird frei !

H2SO4
29.11.2004, 10:03
> Wasser hat bei 4°C seine größte Dichte

>Wassermoleküle bilden untereinander Wasserstoffbrückenbindungen aus, die für die hohe Oberflächenspannung des Wassers zuständig sind

>Wasser reagiert autoprotolytisch, d.h. es bildet mit sich selbst H3 O+ - und OH- - Ionen aus

Tiefflieger
29.11.2004, 11:27
Ganz nett ist auch die Information, welche man über folgenden Link erhält:
http://www.mi-co.de/michael/wasser.htm

:D :D :D :D

nobody
29.11.2004, 11:58
Alles über DHMO gibts hier: http://www.dhmo.org/ :D

noob
29.11.2004, 13:59
wir haben mal die 3 besonderheiten des wasser kennen glernt.
zwei weiß ich noch:
-wasserstoffbrückenbindung
-größte dicht bei 4 grad

hat wer eine idee was das dritte gewesen sein könnte?

mfg jojo

Alichimist
29.11.2004, 14:57
- sehr grosses Cp (Molwärme)?

Lupovsky
29.11.2004, 15:05
Siehe Thread Nr. 4 ?

> Wasser hat bei 4°C seine größte Dichte

>Wassermoleküle bilden untereinander Wasserstoffbrückenbindungen aus, die für die hohe Oberflächenspannung des Wassers zuständig sind

>Wasser reagiert autoprotolytisch, d.h. es bildet mit sich selbst H3 O+ - und OH- - Ionen aus

Tiefflieger
29.11.2004, 15:24
Noch eine Eigenheit von Wasser.
Es ist nach Gefahrstoffverordnung nicht kennzeichnungspflichtig, trotzden fällt der Umgang unter Umständen unter die Gefahrstoffverordnung, wenn die Technische Regel für Gefahrstoffe "TRGS 531 Gefährdung der Haut durch Arbeiten im feuchten Milieu ( Feuchtarbeit)" zutrifft.

Lupovsky
29.11.2004, 15:50
Nicht nur das: Es gibt sogar in der Liste der Akuttoxizitäten für Lebensmittel Angaben zur LD50 von Trinkwasser und dest. Wasser:
LD50 Trinkwasser ca. 4000 [g/kg]
LD50 Dest. Wasser 25 - 30 [g/kg]

Quelle: H.F.Bender, Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen, 2000, 44.

upsidedown
29.11.2004, 16:12
Vielleicht nicht alles was es an Infos gibt, aber ne Menge: http://www.lsbu.ac.uk/water/index.html

Bleizucker
29.11.2004, 18:31
Wenn man sich damit wäscht, dann wird es immer so dunkelbraun oder schwarz

Rosentod
29.11.2004, 19:16
LD50 Trinkwasser ca. 4000 [g/kg]
Mich würde interessieren, wie dieser Wert ermittelt wurde.

FK
29.11.2004, 19:18
LD50 Trinkwasser ca. 4000 [g/kg]

Wenn man es geschickt genug anstellt, kann man auch in deutlich weniger Wasser ertrinken... :D

Gruß,
Franz

Rosentod
29.11.2004, 19:19
Akuttoxizitäten für Lebensmittel
Ertrinken war wohl gar nicht gemeint.

Lupovsky
29.11.2004, 19:21
Die LD50-Werte werden normalerweise an Ratten ermittelt. Eine kleine Ratte von 100g Gewicht wurde also 400g Wasser oral verabreicht bis sie das zeitliche segnete. Ob sie jetzt ertrunken oder geplatzt ist wäre dann wohl die Frage? :kotz:
Über Tierversuche sollten wir uns aber besser hier nicht auslassen...

Rosentod
29.11.2004, 19:27
Eine kleine Ratte von 100g Gewicht wurde also 400g Wasser oral verabreicht bis sie das zeitliche segnete.
Echt widerstandsfähig, die Biester. Ich würde bei 72 kg Körpergewicht vermutlich schon nach 5-10 Litern draufgehen. (Man müsste sie mir eh gewaltsam einflößen, sonst kommts wieder hoch.)

FK
29.11.2004, 19:33
Eine kleine Ratte von 100g Gewicht wurde also 400g Wasser oral verabreicht bis sie das zeitliche segnete. Ob sie jetzt ertrunken oder geplatzt ist wäre dann wohl die Frage? :kotz:

Letzteres, vermutlich.
Mit welchem Überdruck wurde das Wasser appliziert? :kotz:

Gruß,
Franz

Rosentod
29.11.2004, 19:44
Die LD50-Werte werden normalerweise an Ratten ermittelt. Eine kleine Ratte von 100g Gewicht wurde also 400g Wasser oral verabreicht bis sie das zeitliche segnete. Ob sie jetzt ertrunken oder geplatzt ist wäre dann wohl die Frage? :kotz:
Über Tierversuche sollten wir uns aber besser hier nicht auslassen...

Irgendwie glaube ich nciht, dass es so gemacht wurde. Die Ratte würde doch schon viel früher verenden!? (Ich kenne die Dichte von so 'ner Ratte nicht. Aber wenn ich mal vorsichtig von 1 kg/l ausgehe, hatte sie am Ende des Versuches das 5fache Volumen.)

Lupovsky
29.11.2004, 19:53
Das mit den Ratten ist die allgemeine Prozedur zur Festlegung von LD50-Werten. Ob diese Methode auch in diesen Fall angewandt wurde wage auch ich zu bezweifeln.

fraggle
29.11.2004, 21:32
erinner tmih ein wenig hier dran (http://www.chemieonline.de/community/chemikerwitze3.php)