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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amerikanische Raumfähre wahrscheinlich beim Wiedereintritt explodiert.


CO-Mertens
01.02.2003, 15:56
:sad:

http://i.cnn.net/cnn/2003/TECH/space/02/01/shuttle.landing.ap/top.shuttle.landing.jpg

http://www.cnn.com/2003/TECH/space/02/01/shuttle.landing.ap/index.html

CAPE CANAVERAL, Florida (AP) -- NASA lost communication with space shuttle Columbia shortly before its scheduled landing on Saturday. It was unclear whether there were any other problems.
Mission Control reported no communication with the shuttle after 9 a.m. EST.
The shuttle was carrying the first Israeli astronaut and six Americans, and authorities had feared it would be a terrorist target.
Fifteen minutes after the expected landing time, and with no word from the shuttle, NASA announced that search and rescue teams were being mobilized in Dallas and Fort Worth areas.
NASA, while not saying the shuttle had exploded, broken up or crashed, warned that any debris found in the area should be avoided and could be hazardous.
Inside Mission Control, flight controller hovered in front of their computers, staring at the screens. The wives, husbands and children of the astronauts who had been waiting at the landing strip were gathered together by NASA and taken to separate place.
Columbia was at an altitude of 200,700 feet over north-central Texas at a 9 a.m., traveling at 12,500 mph when mission control lost contact and tracking data.
Reporters at the landing strip were ordered away 7 minutes after the scheduled touchdown with still no sign of the shuttle.
In 42 years of human space flight, NASA has never lost a space crew during landing or the ride back to orbit. In 1986, space shuttle Challenger exploded shortly after liftoff.
Security had been tight for the 16-day scientific research mission that included the first Israeli astronaut.

Ilan Ramon, a colonel in Israel's air force and former fighter pilot, became the first man from his country to fly in space, and his presence resulted in an increase in security, not only for Columbia's January 16 launch, but also for its landing. Space agency officials feared his presence might make the shuttle more of a terrorist target.
On launch day, a piece of insulating foam on the external fuel tank came off during liftoff and was believed to have struck the left wing of the shuttle. NASA said as late as Friday that the damage to the thermal tiles was believed to be minor and posed no safety concern during the fiery decent through the atmosphere.
Science mission
Columbia's crew -- Ramon and six Americans -- completed all of their 80-plus experiments in orbit.
They studied ant, bee and spider behavior in weightlessness as well as changes in flames and flower scents, and took measurements of atmospheric dust with a pair of Israeli cameras.
The 13 lab rats on board -- part of a brain and heart study -- faced the guillotine following the flight so researchers could see up-close the effects of so much time in weightlessness.
The insects and other animals had a brighter, longer future: the student experimenters were going to get them back and many of the youngsters planned to keep them, almost like pets.
All of the scientific objectives were accomplished during the round-the-clock laboratory mission, and some of the work may be continued aboard the international space station, researchers said.
The only problem of note was a pair of malfunctioning dehumidifiers, which temporarily raised temperatures inside the laboratory to the low 80s, 10 degrees higher than desired.
Some of Columbia's crew members didn't want their time in space to end.
"Do we really have to come back?" astronaut David Brown jokingly asked Mission Control before the ride home.

badcip
01.02.2003, 16:20
Ich bin einfach nur :eek: und sprachlos.

FK
01.02.2003, 16:49
Tatsache - kam eben im Fernsehen. :sad:

Gruß,
Franz

buba
01.02.2003, 17:08
Originalnachricht erstellt von CO-Mertens
In 42 years of human space flight, NASA has never lost a space crew during landing or the ride back to orbit.
Naja, war doch schon längst überfällig, wenn man ehrlich ist...

badcip
01.02.2003, 17:22
Um deinen Sarkasmus zu korrigeiren-hoffe ich jetzt mal- die Raumphäre war aber von `81 :)

Klinsebaer
01.02.2003, 17:33
Schlimm genug :sad:

Wird die bemannte Raumfahrt wieder um Jahre zurückwerfen...

nobody
01.02.2003, 19:27
:sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad:

badcip
01.02.2003, 20:39
Die haben noch welche, also wird es keinen Abbruch in der bemannen Raumfahrt geben. Es stehen schon lange neue Projekte bereit.

Daedalus04
01.02.2003, 20:48
Originalnachricht erstellt von Krösus
:sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad: :sad:
ich schließe mich dir an...

Jens
02.02.2003, 14:50
Oh je, wie müssen die sich in den letzen Sekunden gefühlt haben?
Der Start, die Mission hat wunderbar geklappt und bei einer Landung ist noch nie etwas schief gegangen. Aber plötzlich beginnt sich das Shuttle aufzulösen...

Klinsebaer
02.02.2003, 15:12
Originalnachricht erstellt von Jens
Aber plötzlich beginnt sich das Shuttle aufzulösen...

Weiß man eigentlich schon was genau schief gelaufen ist? Ich würde ja auf einen defekten Hitzeschild tippen...

nobody
02.02.2003, 16:04
Das ist echt traurig. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis mal wieder ein Unglück in der Raumfahrt passiert. Ich glaube ich habe gehört, dass es am Hitzeschild lag. Oder glaubt ihr, dass es ein Terroranschlag war?

buba
02.02.2003, 16:07
Natürlich, was denn sonst... :rolleyes:

mantis
02.02.2003, 16:14
Oder glaubt ihr, dass es ein Terroranschlag war?

Demnächst wird noch bei Autounglücken so was vermutet, kann das nicht mal aufhören?
Soll tatsächlich möglich sein, dass durch Verschleiß, Nachlässigkeit oder was auch immer so etwas passiert. Das liegt einfach in der Natur der Dinge.
Die Piloten tun mir natürlich auch leid. Ich hoffe mal für sie, dass es ganz ganz schnell ging...

nobody
02.02.2003, 16:24
Laßt uns Verschwörungstheorien entwerfen!
Obwohl der Mensch theoretisch zum Mars fliegen könnte, ist ein Spaceshuttle daß in den 80ern entwickelt und immer weiter verbessert wurde, ein hochkomplexes technisches Gerät, bei dem kleinste Fehler zur Katastrophe führen können (siehe Challenger). So bitter es auch ist: Die Risiken waren und sind bekannt, die Entscheidung sie einzugehen beinhaltet die Inkaufnahme solcher Unglücke und auch eine gewisse Raumflugroutine kann darüber nicht hinwegtäuschen.
Natürlich wäre für gewisse Leute die Annahme eines Terroraktes sehr bequem, es gibt aber meines Wissens nach nicht einmal vage Indizien hierfür.

bm
02.02.2003, 16:32
bestehend aus tausenden von Einzelteilen, bei denen jeweils der billigste Lieferant den Zuschlag erhielt.

Dafür hat es erstaunlich lange gehalten.

Marvek
02.02.2003, 17:15
7 gute Leute, Forscher, erschütternd ...

Meine Hochachtung an diese Leute, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.

Meine Verachtung an alle Leute, die meinen: "Was suchen wir auch da oben, Steuergelder blabla"

nobody
02.02.2003, 17:42
Originalnachricht erstellt von Marvek
Meine Verachtung an alle Leute, die meinen: "Was suchen wir auch da oben, Steuergelder blabla"
Wahrscheinlich zahlst Du keine. ;)

Ich glaube es lässt sich nicht verleugnen, dass bemannte Raumfahrt viel mit Prestige usw. zu tun hat. Zu Zeiten des kalten Krieges natürlich noch mehr als heute.

Respekt vor den Toten, keine Frage. Aber diese künstliche Betroffenheit und Trauer hier finde ich langsam übertrieben. Wenn sonst irgendwo 7 Leute drauf gehen interessiert es keinen. Und weil es hier zufällig ein Space Shuttle war und kein Bus, Zug oder Flugzeug ist gleich ein riesen Theater und Tränen fließen in Strömen?

Also immer aufm Teppich bleiben.

buba
02.02.2003, 17:43
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Respekt vor den Toten, keine Frage. Aber diese künstliche Betroffenheit und Trauer hier finde ich langsam übertrieben. Wenn sonst irgendwo 7 Leute drauf gehen interessiert es keinen. Und weil es hier zufällig ein Space Shuttle war und kein Bus, Zug oder Flugzeug ist gleich ein riesen Theater und Tränen fließen in Strömen?

Also immer aufm Teppich bleiben.
Das sehe ich ganz ähnlich...

hippie
02.02.2003, 19:52
Ich schließe mich auch buba und Lots an, ich denke das eine unfallquote von nur 2 großen unfällen und 14 toten in über 20 jahre beachtenswert ist.
Klar ist es tragisch für die Hinterbliebenen und auch für die sowieso schon schwer kämpfende NASA aber ein weltuntergang ists nicht und auch kein riesen rückschlag für die bemannte raumfahrt, wie Lots schon sagt Raumfahrt ist ein Prestigeunternehmen und der jetzige amerikanische Präsident ist für Prestigeunternehmen immer wieder zu gewinnen. Die Nasa wird daran also nicht zugrunde gehen.

minutemen
02.02.2003, 20:28
Originalnachricht erstellt von hippie
... ich denke das eine unfallquote von nur 2 großen unfällen und 14 toten in über 20 jahre beachtenswert ist...

hmm: 2 totalausfälle (sprich: total-katastrophen) bei 5 geräten ist in der tat beachtenswert. man nähert sich starfighter-niveau.

Nasty
02.02.2003, 20:53
Ich mein es ist tragisch für die Raumfahrt und natürlich auch für die Betroffenen, aber finde ich auch dass etwas zu viel getrauert wird. Vorallem vom Amerika aus. Krieg ist dennen mehr oder weniger egal wo wesentlich mehr Menschen sterben. Ob auch so getrauert wird wenn ein Flugzeug mit mehreren Personen abstürzt? *fragwürdig*

Gruß Nasty

Marvek
02.02.2003, 21:47
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane

Zitat:
Originalnachricht erstellt von Marvek
Meine Verachtung an alle Leute, die meinen: "Was suchen wir auch da oben, Steuergelder blabla"
Wahrscheinlich zahlst Du keine. ;)


Stimmt, ich zahl keine, wenn ich soviel verdienen würde, dass ich zahlen müsste wäre das was anderes...

Sorry wenn ich so direkt reagiert habe, aber nebenberuflich bedingt war ich gezwungen mir schon solche "Meinungen" anhören zu müssen. Ich will nicht den Wert von 7 Forscherleben über andere Menschenleben stellen, aber da es sich um Vorbilder handelt, und weil es der Forschung schadet ist es auf jeden Fall ein grösserer Verlust für die Menscheit, als "nur" 7 Menschenleben zu verlieren - und genau da liegt der Respekt drinnen ...

Das Amerika da nun sehr trauert ist hauptsächlich im amerikanischem Nationalstolz begründet ...

CO-Mertens
02.02.2003, 23:17
Was man Steuern für Raumfahrt und Weltraumforschung im Jahr zahlt, sind nur wenige Cent pro Bürger, was wohl niemanden belastet. Sicher sterben immer Menschen jeden Tag aus vielen Gründen. Aber warum man hier so betroffen ist, hat sicher auch mit dem "Besonderen" zu tun. Raumfahrt ist eben noch etwas besonderes, eine Herausforderung und viele würden sicher in Ihren Träumen auch gerne mal Astronaut sein. Der Mensch möchte nun mal die Grenzen überschreiten und der Weltraum ist eine Grenze, an die wir gerade erst vorsichtig anklopfen. Daher ist eine solche Sache immer tragischer als ein Verkehrunfall und erzeugt mehr Anteilnahme und Aufmerksamkeit. Sicher jeder, der in den Weltraum fliegt, kennt die Risiken, aber auch gerade deshalb wird getrauert, woran ich gar nichts künstliches sehe, siehe die Pressekonferenzen der NASA, wo man sehen konnte, daß die Trauer kein bißchen künstlich ist.
Ein Rückschlag wird es sein. Sicher macht man weiter, aber die bemannte Raumfahrt verliert zumindest bei den Amerikanern Zeit, da vorerst keine bemannten Raumflüge mehr stattfinden.

nobody
03.02.2003, 20:32
Ich glaube das sind nicht nur ein paar Cent sondern ein paar Euro.

buba
03.02.2003, 21:40
Na und wenn schon... :rolleyes:

nobody
04.02.2003, 20:33
Hab ich ja nur der Richtigkeit halber erwähnt.

FK
04.02.2003, 20:47
So, wie es aussieht, ist das Grauenvolle daran, dass die Leute zwei Wochen vorher losflogen und schon zum Tode verurteilt waren.

Gnädiges Schicksal, das sie selbst nichts davon wussten...

Gruß,
Franz

buba
04.02.2003, 21:53
Sie waren sich der Risiken bewusst...

nobody
04.02.2003, 22:06
Originalnachricht erstellt von FK
Gnädiges Schicksal, das sie selbst nichts davon wussten...

Hätten sie es gewußt (z.B. durch einen Weltraumspaziergang), hätte man vielleicht anders handeln können...

Winas
04.02.2003, 23:26
Ein echt tragischer Unfall! Wer weiß ob man den hätte verhindern können! da hatte sich ja schon am Start dieses Schaumstoffteil gelöst, aber ob das Wichtig war oder den Unfall hervorhgerufen hat? Ich denke auch das man die Wahrheit (falls dieses Teil etwas damit zu tun hatte) nicht erfahren wird, denn dann würde die NASA Probleme bekommen..
Lots und den anderen gebe ich recht, denn bei einem schweren Verkehrsunfall kommen auch möglicherweise viele Menschen ums Leben, auf der anderen Seite ist die Raumfahrt schon etwas besonderes!
Aber die Astronauten kannten wie gesagt ihr Risiko und ich finde, dass hat trotz dieses Unfalls immernoch was faszinierendes den Weltraum zu "bereisen"! Das wär echt DER absolute Traumberuf aber das wird er wohl auch bleiben...

mfg
Winas

Godwael
14.02.2003, 22:05
Hmmm... Offenbar wissen die NASA-Techniker inzwischen, was schiefgegangen ist. Beim Start ist angeblich ein Riß in der linken Tragfläche entstanden. Soso, und wo kam der her..?

Ich persönlich halte die anvisierte Lebensdauer von 100 Starts und Landungen für absolut lächerlich und aus der Luft gegriffen. Kein Fluggerät überlebt sowas mehr als 20 oder 25 Mal.

Insgesamt bin ich kein Verfechter der bemannten Raumfahrt. Was sollen Menschen da oben? Es gibt nichts, was Automaten nicht genau so gut erledigen könnten, und das zu einem Zehntel des Preises.
Es wäre viel sinnvoller, in Richtung autonomer unbemannter Sonden zu forschen, als mit einem Wahnsinnsaufwand Leute nur zum Winken hochzuschicken.

hippie
14.02.2003, 22:22
amerikaner winken gerne. auf dem mond, in kabul, in bagdad...