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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ni, Fe-Nachweis


nobody
29.01.2003, 21:36
Hi!
Habe eine Frage zum Nickelknachweis. Wenn ich zu der Lösung DMG gebe Bildet sich kein Komplex, sondern nur eine rotbraune Verfärbung! Kann ich Ni demnach ausschließen? Oder könnte ein Ion gestört haben?
Sind Analysensubstanzen in den Fe enthalten sind immer magnetisch?
Danke für eure Hilfe!!

nobody
29.01.2003, 21:42
Hi,

sorry, DMG ?

FK
29.01.2003, 21:46
Dimethylglyoxim bildet in essigsaurer, neutraler oder ammoniakalischer Lösung den Nickelkomplex. Wenn starke Oxidationsmittel anwesend sind, kann es evtl. statt eines Niederschlags nur eine rötliche Färbung geben. Ansonsten gibt Eisen(II) eine rote und Cobalt(II) eine braunrote Färbung.

Metallisches Eisen ist ferromagnetisch, außerdem z. B. Fe3 O4 und ein paar andere Eisenverbindungen. Die bleiben auch schön an einem Magneten hängen. Sehr viel Fe-verbindungen (wie auch jede Menge anderer Verbindungen von Übergangsmetallen etc.) sind paramagnetisch, aber das kannst Du nicht einfach mit einem Magneten in der Hand feststellen...

Also: wenn nichts am Magneten hängen bleibt, heißt es nicht, dass kein Eisen (= keine Eisenverbindungen) drin ist.

Gruß,
Franz

nobody
29.01.2003, 21:47
Hi,
achso, DMG = Dimethylglyoxim, hatte ich noch nie gehört.


@ FK:
Dimethylglyoxim bildet in essigsaurer, neutraler oder ammoniakalischer Lösung den Nickelkomplex.

ich dachte der Nickelkomplex wird nur in ammoniakalischer Lösung gebildet, ph 7,5 - 8,5!!

MfG Zeus

nobody
29.01.2003, 22:20
Da ich Cobalt ziemlich sicher drin habe könnte mein Ni-Nachweis also gestört sein.
Ich hatte auch versucht mal mit Urotropin zu fällen. Dabei ist mir auch was ausgefallen. Der NS war weiß aber auch leicht rosa. Da ich kein braunen oder gelben NS habe kann ich doch Fe und Cr ausschließen. Hab mit dem NS mal versucht Thenards Blaureaktion zu machen hat nicht funktioniert. Könnte das daran liegen dass der Ns noch rosa gefärbt war(dürfte Mn gewesen sein)? Anstatt blau hat sich das ganze nämlich grünlich verfärbt. Kann ich das Mn irgendwie raus bekommen, durch waschen?
Danke!

buba
29.01.2003, 22:52
Vielleicht hilft das Diagramm auf der letzten Seite: http://www.chemie.uni-hamburg.de/praktika/nfac/Unterlagen/18.Tag_Trennungsgang.pdf

Duke
29.01.2003, 22:53
Also bei mir hat der Ni-Nachweis am besten im essigsauren geklappt. Ruhig gut ansäuern schaden kanns eigentlich nicht. Eisen ist doch eigentlich recht leicht nachzuweisen. Entweder als Berliner Blau oder als Rhodanit.

Viel Glück ;)

nobody
29.01.2003, 22:59
Kann ich Eisen als Berliner Blau auch aus der Ursubstanz nachweisen, also ohne Trennungsgang?

Adam
30.01.2003, 06:31
Kann ich Eisen als Berliner Blau auch aus der Ursubstanz nachweisen, also ohne Trennungsgang?


DMG liefert mit Ni-, Fe-, Co-, Cu- u. Pt-Salzen charakteristische Komplexe...


Störungen sind also nicht ausgeschlossen wenn Du mehrere von diesen Ionen in deiner Substanz hast (nehmen wir mal Pt raus ;) )


Gruß
Adam

nobody
30.01.2003, 16:45
Originalnachricht erstellt von Duke
Also bei mir hat der Ni-Nachweis am besten im essigsauren geklappt. Ruhig gut ansäuern schaden kanns eigentlich nicht. Eisen ist doch eigentlich recht leicht nachzuweisen. Entweder als Berliner Blau oder als Rhodanit.

Nein, der Nachweis von Nickel-Ionen mit Dimethylglyoxim ist nicht in saurer Lösung durchzuführen, weil sonst die Koordinationsstellen des Liganden protoniert werden.

nobody
30.01.2003, 20:12
Hi,
Eisen kannst du aus der Ursubstanz nachweisen:
probe in konz. HCl lösen, etwas H2 O2 um Fe(II) zu Fe(III) zu oxidieren, dann Hexacyanoferrat(II) dazu ( also berliner blau-Nachweis).
Geht natürlich nicht wenn du Eisenoxid oder Chromeisenstein als unlöslichen Rückstand drin hast, aber die müsste man an der Farbe erkennen.
Noch ein kleiner Tipp: Wenn du meinst, das unter bestimmten bedingungen ( zu sauer zum beispiel ), keine Fällung eintritt, dann gib ein paar Tropfen ( am besten verdünnt ) der gesuchten Lösung dazu. Wenn dann keine Reaktion eintritt, hast du was falsch gemacht.

Conan
31.01.2003, 16:15
Nein, der Nachweis von Nickel-Ionen mit Dimethylglyoxim ist nicht in saurer Lösung durchzuführen, weil sonst die Koordinationsstellen des Liganden protoniert werden

Aber sicher geht das. Man kann sowohl Nickel im Essigsauren mit DMG und im alkahlischen als Komplex fällen. Geht beides wunderbar.

nobody
31.01.2003, 16:32
Wenn es "wunderbar" im sauren ginge, warum bestimmt man Nickel dann gravimetrisch mit Dimethyylglyoxim im alkalischen Bereich?

Adam
31.01.2003, 17:08
Aber sicher geht das. Man kann sowohl Nickel im Essigsauren mit DMG und im alkahlischen als Komplex fällen. Geht beides wunderbar.


"Nachweisen" schon (das sagt auch der Jander)...aber wenn es darum geht Ni quantitativ zu bestimmen sollte man schon im alkalischen arbeiten (pH: 9) ansonsten kann es gleich lassen....

nobody
31.01.2003, 19:17
mir ist noch was eingefallen:
Bei uns im Praktikum hatte auch mal jemand Eisen und Nickel drin, hat DMG dazugegeben. Er hatte einen roten Niederschlag der sich am Boden vom Reagenzglas absetzte und einen der auf der Lösung schwamm. daraufhin haben das noch einige Leute versucht und lagen damit richtig. Ich weiß nur nicht mehr welcher von den beiden komplexen leichter ist

Conan
31.01.2003, 19:55
Wenn es "wunderbar" im sauren ginge, warum bestimmt man Nickel dann gravimetrisch mit Dimethyylglyoxim im alkalischen Bereich?

Also zuerst mal eins vorneweg. Ich hab gravimetrisch Nickel einmal im alkahlischen und einanderesmal im essigsauren bestimmt. Es hat beides wunderbar funktioniert.

Warum man es bevorzugt im alkahlischen macht, ich weiß es nicht. Ich glaub im Müller steht die Vorschrift drin, wie man es auf beide Arten gravimetrisch bestimmt.

"Nachweisen" schon (das sagt auch der Jander)...aber wenn es darum geht Ni quantitativ zu bestimmen sollte man schon im alkalischen arbeiten (pH: 9) ansonsten kann es gleich lassen....

Also wie schon gesagt, ich habs quantitativ im sauren gefällt und es ging wunderbar. Hast du es denn schon einmal im essigsauren gefällt, Adam?

Und nochmal, ich kann nur sagen, daß ich wirklich nicht weiß, warum es sich eingebürgert hat, Nickel im alkahlischen zu fällen. Vielleicht spart man sich da die Arbeit anzusäuern, da die DMG lösung meist eh schon alkahlisch ist. :)

Adam
31.01.2003, 22:54
Also wie schon gesagt, ich habs quantitativ im sauren gefällt und es ging wunderbar. Hast du es denn schon einmal im essigsauren gefällt, Adam?


Ne... im essigsäuren erscheint es mir kontraproduktiv . Das es geklappt hat ertaunt mich allerdings. Wie groß war der pH-Wert bei der Fällung?

Ich kenne auch nur Vorschriften mit alk. Medium.

Conan
31.01.2003, 23:11
Weiß nicht mehr. Hab den Müller auch nur ausgeliehen. Ich weiß nur, er war ziemlich tief. Wenn man mit der Nase über den Sud gegengen ist, ist man vom Essiggestank fast in Ohnmacht gefallen. :D

Adam
31.01.2003, 23:16
Weiß nicht mehr. Hab den Müller auch nur ausgeliehen. Ich weiß nur, er war ziemlich tief. Wenn man mit der Nase über den Sud gegengen ist, ist man vom Essiggestank fast in Ohnmacht gefallen

:D


Bei der Bildung des Komplexes werden doch 2 äq Protonen abgespalten... so wie ich den Komplex vor Augen habe...

Warum also noch ansäuern...

Sebi.T
23.03.2003, 20:55
Hallo :D
Ich habe hier mal den Nachweis für Nickel aufgeschreieben!
Ich hoffe den Trennungsgang kriegste hin!
Ich liste Dir den kompletten Trennungsgang
aus meinem Protokoll(das war ne 1)
Also das geht so:

Trennungsgang der Hydrogensulfid- Gruppe
Enthält die zu untersuchende Stammlösung Nitrat- Ionen, so müssen diese von der Lösung abgetrennt werden, da diese bei den Nachweisen stören können.
Ich nehme hierzu etwas Salzsäure(HCl) und versetze diese mit der Stammlösung und gebe sie in ein Abdampfschälchen. Dieses stelle ich auf die Heizplatte und dampfe die Substanz bis fast zur trockenen ein, und nehme sie erneut mit konz. Salzsäure(HCl) auf.
+Achtung: Wenn man bis zur fast trockenen abdampft verflüchtigen sich
die Quecksilbersalze. Um dieses zu vermeiden wartet man
beim Einenungsprozess solange bis ein winziger Tropfen
übrig bleibt, den man dann mit der konz. Salzsäure(HCl)
aufnimmt.
Die Substanz wird nach dem Einengungsprozesses in ein Bechergläschen überführt, nachdem man die Substanz in konz. Salzsäure(HCl) aufgenommen hat. Dabei sollte der pH- Wert bei ca. pH1 liegen, da sonst die Ionen nicht nacheinander ausfallen.
Anschließend gibt man etwa 10mL Thioacetamid- Lösung( (NH4)2S -TAA- ) in das Bechergläschen, und kocht für einige Minuten auf.
Ist die Fällung beendet, so gibt man einige Spatelspitzen Ammoniumacetat (CH3COONH4) in das Bechergläschen, um die Lösung abzustumpfen. Mit diesen Vorgang des Abstumpfen erreicht man, dass der pH- Wert in den neutralen Bereich(pH- 7) verschoben wird, denn nur dann kann man mit dem Trennungsgang
fortfahren. Durch das allmähliche Herabsetzen des pH- Wertes kann man beobachten, dass die Sulfide des Quecksilbersulfids(HgS), Bleisulfids(PbS) und Kupfersulfids(CuS) in der genannten Reihenfolge ausfallen.
Ich erhalte die Ausfällungen der genannten Sulfide und in Lösung liegen die Ammoniak- Gruppe, Ammoniumsulfid- Gruppe Ammoniumcarbonat- Gruppe und Lösliche- Gruppe vor.
Die Ausfällung des Quecksilbersulfids(HgS), Bleisulfids(PbS) und des Kupfersulfids (CuS) werden mit warmen dest. Wasser(H2O) gewaschen und mit warmer Salpetersäure(HNO3), die aus 2Teilen dest. Wasser(H2O) und 1Teil konz. Salpetersäure (HNO3) hergestellt wird aufgelöst, damit man die Nachweise durchführen kann. Das Quecksilbersulfid(HgS) geht dabei nicht in Lösung. Ich erhalte die Ausfällung des Quecksilbersulfides(HgS) und in Lösung liegen die Ionen
des Blei(Pb2+) und Kupfer(Cu2+) vor. Die Ausfällung des Quecksilbersulfides (HgS) löst man unter leichtem erwärmen in einer Mischung aus konz. Salzsäure(HCl) und Hydrogenperoxid(H2O2) auf (Unter dem Abzug, wegen den H2S-Verbindungen!).
Hierbei wird wieder das überschüssige Hydrogenperoxid(H2O2) verkocht, bis keine Schaumblasen auftreten, da sonst Störungen bei den Nachweisreaktionen auftreten.
Nun kann ich die Nachweise für die Ionen der Hydrogensulfid- Gruppe durchführen.
Vorbereitung auf die nächste Gruppe.
Ich nehme nun die in Lösung gegangenen Gruppen der Ammoniak- Gr., der
Ammoniumsulfid- Gr., der Ammoniumcarbonat- Gr. und der Löslichen- Gr., und koche diese etwas auf um jetzt das noch enthaltende Hydrogensulfid(Schwefelwasserstoff, H2S) zu zerstören(vertreiben). Während des Erwärmungsprozesses gebe ich Hydrogenperoxid(H2O2, w = 30%ig) in die kochende Substanz. Man engt dann bis fast zur trockenen ein, und löst den Rückstand in verd. Salzsäure(HCl) auf. Falls dabei wieder der Schwefel elementar ausfällt in Form eines weißen Niederschlages(Nd.¯), filtriere ich diesen ab, und verwerfe diesen unbrauchbaren Rückstand.

Trennungsgang der Ammoniak- Gruppe

Der zu untersuchenden Probelösung gebe ich festes Ammoniumchlorid(NH4Cl)hinzu. Zusätzlich mache ich die zu untersuchende Probelösung mit verd. Ammoniakwasser(NH4OH) schwach ammoniakalisch, damit die Gruppenfällung einsetzt. Gegebenenfalls verdünne ich die Substanz mit dest. Wasser. Ich koche nun kurz auf.
Ich bereite während des Erwärmungsprozesses ein Filtriergestell vor und gebe dann nach ca. 3-5 min Erwärmungsprozesses die Substanz durch den Filter.
Ich erhalte im Filter die Ausgefallenen Ionen im
Hydroxid- Zustand(Fe(OH)3; Al(OH)3; Cr(OH)3). Im Filtrat erhalte ich in Lösung die
Ammoniumsulfid- , Ammoniumcarbonat- und Lösliche- Gruppe.
Die im Filter entstandenen Ausfällungen wasche ich mit warmen dest. Wasser aus, wobei man das erste Waschwasser in die in Lösung gegangenen Gruppen gibt.
Die Ausfällung löse ich in warmer verd. Salzsäure(HCl) auf, und gebe sie in
eine Lösung aus 10 Teilen konz. Natronlauge NaOH und 1 Teil Hydrogenperoxid (H2O2 w = 30%) [ „Alkalischer Sturz“ ]. Diese Substanz bringe ich erneut zum kochen.

Vorbereitung auf die Nächste Gruppe:
Da bei der Ammoniak- Gruppe keine Schwefelverbindungen enthalten sind, nehme ich
die in Lösung gegangenen Gruppen der Ammoniumsulfid- Gr., der Ammoniumcarbonat- Gr. und der Löslichen- Gr. und führe den Trennungsgang fort.

Trennungsgang Ammoniumsulfid- Gruppe

Die beiden Ionen Cobalt(Co2+) und Nickel(Ni2+) kommen aus der
Ammoniak- Gruppe und liegen in ihren Amminkomplexen [Co(NH3)x]3+ und
[Ni(NH3)6]2+ in Lösung vor. Ich überprüfe nun die Lösung ob diese deutlich
ammoniakalisch reagiert ist, und versetze dann mit ca.10mL einer 2%igen Thioacetamid-Lösung und koche einige Minuten auf.
+ Wichtig: Man muss hier die Lösung auf ihre Vollständigkeit hin überprüfen, indem man in die Lösung wieder das Fällungsreagenz Thioacetamid hinzu gibt.
Ich filtriere nun ab und erhalte die Ausfällung des Cobaltsulfids(CoS) und Nickelsulfids(NiS). Im Filtrat liegen die Ammoniumcarbonat- und Lösliche-
Gruppe vor. Es empfiehlt sich die Ausfällung auf Cobalt(Co2+) mit der Boraxperle zu
überprüfen. Anschließend bringt man die Ausfällung mit konz. Essigsäure(CH3COOH)
und Hydrogenperoxid(H2O2 w =30%) unter Erwärmen in Lösung.
+ Achtung: Das überschüssige H2O2 muss verkocht werden.
In Lösung gegangen liegen die beiden Ionen Cobalt(Co2+) und Nickel(Ni2+) vor, die man in zwei Teile aufteilt und getrennt auf die Ionen Cobalt(Co2+) und Nickel(Ni2+) untersucht.

Vorbereitung auf die Nächste Gruppe:
Da die in Lösung gegangenen Ionen der Ammoniumcarbonat- Gruppe und der
Löslichen- Gruppe wieder Sulfide enthalten muß ich diese wieder zerstören. Hierzu säuere ich die Lösung mit Salzsäure(HCl) an, und koche sie auf. Nach einigen Augenblicken setze ich der erwärmten Lösung 10Tropfen
Hydrogenperoxid(H2O2, w = 3%ig) hinzu, und enge bis zur fast trockenen ein, um
so die Sulfide endgültig zu zerstören. Um die noch zusätzlich enthaltenen Ammoniumsalze zu zerstören versetze ich den vertrockneten Rückstand mit etwa 1mL
einer konz. Schwefelsäure(H2SO4) an, und enge wieder bis zur fast trockenen ein.
Ich rauche hier die Ammoniumsalze ab, bis keine weißen Dämpfe mehr entstehen.
Den Rückstand nehme ich in verd. Salzsäure(HCl) auf. Sollte dieser Rückstand unlöslich sein, nehme ich diesen, und filtriere ihn ab.

Trennungsgang Ammoniumcarbonat- Gruppe

Ich nehme nun die in Lösung gegangenen Ammoniumcarbonat- und Lösliche-
Gruppe und versetzte die Stammlösung in ein Bechergläschen mit
etwa zwei Spatelspitzen Ammoniumcarbonat (NH4)2CO3, daß als
Fällungsreagenz eingesetzt wird. Ich koche kurz auf .Währen dessen
bereite ich ein Filtergestell vor, und setze ein Trichter mit einem
Schwarzband- Filterpapier in das Filtergestell hinein, und stelle ein
zweites Becherglas unter den Trichter. Nach etwa 5min nehme ich
das Bechergläschen von der Heizplatte und gieße es über den Filter aus. Ich sehe nun, daß eine klare Lösung in das untere Becherglas läuft, und das im Filterpapier ein weißer Niederschlag zurück bleibt. Ich nehme nun das Becherglas mit der klaren Lösung und gieße es ein zweites mal über das Filterpapier. Erst wenn die Lösung vollkommen klar ist kann ich mit den Nachweisen beginnen.

Vorbereitung auf die Nächste Gruppe:
Da die in Lösung gegangenen Ionen der Löslichen- Gruppe wieder Ammoniumsalze enthalten, enge ich sie bis zur Trockenen ab und rauche die Ammoniumsalze ab, bis keine weißen Dämpfe mehr zu erkennen sind
Den Rückstand nehme ich in wenig verd. Salzsäure(HCl) auf.

Lösliche- Gruppe

Die Kationen der Löslichen- Gruppe, weise ich aus der Ursubstanz bzw. aus dem Filtrat, indem die Ammoniumcarbonat- und Lösliche- Gruppe enthalten sind nach.
Für die Kationen der löslichen Gruppe ist kein Trennungsgang nötig.
Es gibt in diesem Fall keine Störionen, die bei den Nachweisen stören könnten.

Nachweise der Kationen



Kupfer(Cu2+) - Nachweis:

Kupfer(Cu2+) bildet mit Ammoniakwasser(NH3 × H2O) zunächst einen bläulichen Nd.¯ vom Kupferhydroxid(Cu(OH)2). Dieser wiederum löst sich aber im Überschuß vom Ammoniak(NH3) zum tief blauen Kupfertetraaminkomplex.

Reaktionsgleichung:

Cu2+ + 2NH3 × H2O --> Cu(OH)2 + 2NH4+

Cu2+ + 4NH3 --> [Cu(NH3)4]2+

Kupfertetraaminkomplex


Eisen(Fe3+) - Nachweis:

Ich nehme die in warmer verd. Salzsäure(HCl) aufgelöste Ausfällung und gebe
dort eine Ammoniumthiocyanat- Lösung(NH4SCN) hinzu. Ich erhalte dann
eine Rotfärbung, die durch das Eisenthiocyanat (Fe(SCN)3) erzeugt wird.

Reaktionsgleichung:

Auflösen mit verd. Salzsäure(HCl)
Fe3+ + 3NH4OH --> Fe(OH)3 + 3NH4+

Fe3+ + 3SCN --> Fe(SCN)3

Thiocyanat blutrote Färbung

4Fe3+ + 3K4[Fe(CN)6] --> Fe4[Fe(CN)6]3 + 12K+

Kaliumhexacyanoferrat Eisenhexacyanoferrat


Chromat(Cr3+) - Nachweis:

Ich teile das gelöste Chromation (CrO42-) in zwei Teile und mache den

I – Nachweismöglichkeit:
Ich säuere die Chromatlauge mit verd. Essigsäure(CH3COOH) an und versetze
sie anschließend mit Natriumacetat. Nach Zugabe von Bariumchlorid(BaCl2)
entsteht ein gelber Niederschlag vom Bariumchromat.

II – Nachweismöglichkeit:
Die Chromatlauge versetze ich mit Hydrogenperoxid(H2O2) und mit verd. Schwefelsäure(H2SO4) säure ich diese an. Ich erhalte eine Blaufärbung,
welch durch das entstehende Chromperoxid sichtbar wird.

Reaktionsgleichung:

I – Nachweis:

2Cr3+ + 3NH4OH --> Cr(OH)3 + 3NH4+

2Cr3+ + 3H2O2 + 10OH- --> 2CrO42- + 8H2O

II – Nachweis:

K2Cr2O7 + H2O2 + H2SO4 --> 2CrO5 + K2SO4 + 5H2O


Nickel(Ni2+)- Nachweis:

Die gelösten Sulfide werden durch kochen vom Hydrogenperoxid(H2O2) zerstört.
Die Lösung wird in 2Teile geteilt und 1Teil ammoniakalisch gemacht, und mit
Dimethylglyoxim versetzt. Dabei entsteht ein roter voluminöser Niederschlag(Nd.), der ammoniakalisch ist.

Reaktionsgleichung:

Ni2+ + 2H2C4H6N2O2 --> Ni(HC4H6N2O2)2 + 2H+

roter Niederschlag(Nd.)

So keine Sorge ich hab den Text eingefügt!
So hoffe damit kannste was anfange! :D

Bis dann!

Euer Sebastian

FK
23.03.2003, 21:03
Originalnachricht erstellt von Sebi.T

So keine Sorge ich hab den Text eingefügt!



Da hätteste sonst auch ne Stunde dran geschrieben...

Sehr ausführliche Beschreibung; kann man was mit anfangen.

Gruß,
Franz

Sebi.T
23.03.2003, 21:37
Hallo Halli!
Ich hab aber wo ich das Protokoll geschrieben hab 3Stunden gebraucht!
Ja die Anorganische- und Analytische- Chemie sind mit der Instrumentellen Analytik und Physikalische Chemie meine Fachgebiete!
Habe aber auch spass da dran solche Sachen zu schreiben!
Ich führe sogar ein Script für die Instrumentelle Analytik aus meiner Ausbildung zum CTA.

Also vielen dank für das Lob! :)