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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Energetik, Redoxreaktionen..und mehr


nobody
24.10.2000, 21:05
1. Zur Energetik:
Welche Parameter spielen beim Energieprofil einer Reaktion eine Rolle und warum?

2. Redoxgleichungen:
Bei welchen Redoxgleichungen entsteht eine Rost- oder Salzbildung?
Welche Redoxreaktionen gibt es, bei denen etwas anderes entsteht?

3.
Was ist ein Lokalelement/eine Korrosion?
Ich habe kein blasse Ahnung.

Ich wäre sooo dankbar für verständliche Antworten!

nobody
25.10.2000, 18:41
zu 1.
Wenn Du mit "Energieprofil" so eine Art Reaktionsweg-Energie-Diagramm meinst:
Dessen Aussehen richtet sich danach, ob die Reaktion endotherm oder exotherm ist, wie groß die Aktivierungsenergie ist, ob es Zwischenstufen gibt, usw...

zu 2.
Es gibt eine unzählbare Anzahl von Redoxreaktionen. Wenn keine ionischen Verbindungen entstehen, dann entstehen halt kovalente Verbindungen oder Elemente. Jede Gewinnung eines Elementes aus einer Verbindung desselben ist eine solche Redoxreaktion bei der "etwas anderes entsteht". (z.B. Reduktion von Bauxit zu Alu.)

zu 3.
Korrosion: Zerstörung eines Werkstücks (meistens metallischer Natur) durch Oxidation. z.B. Rosten von Eisen.
Lokalelement: an dessen Anode findet diese Oxidation statt (bzw. die Anode wird oxidiert).

In unserem Schulbuch (11. Klasse) war das eigentlich ganz gut erklärt...
(hast Du schon mal in Dein Buch reingeschaut? ;) )

nobody
26.10.2000, 11:17
Wenn du bei ersterem mit Energieprofil ein Energiediagramm meist, dann richtet sich die Reaktionsgeschwindikeit nach:
-Temperatur
-Oberfläche
-Konzentration/Menge
-?
Jedenfalls gibt es da noch einen vierten Faktor.

Nightflyer

nobody
27.10.2000, 11:57
Mir ist grade der vierte Faktor eingefallen:
-Katalysatoren

Sesenion
30.10.2000, 01:19
Ein Lokalelement ist eine Stelle, an der zwei verschieden edle Metalle Kontakt haben. Wenn eine Elektrolytische Lösung dieses Lokalelement bedeckt, wird das unedlere Metall gelöst und ein Strom beginnt zu fließen. Die Kontaktstelle zwischen den Metallen ist hierbei praktisch ein kurzgeschlossener Verbraucher, während die beiden Metallstücke in der Lösung mit einer Batterie vergleichbar sind.
Auf kleinster Ebene gibt es Lokalelemente im Stahl. Die eingelagerten Kohlenstoffatome bilden hier das edlere Element, während die Eisenatome das unedlere Element bilden. Deswegen rostet normaler Stahl (nicht Edelstahl) ziemlich schnell, wenn er mit einer Salzlösung in Kontakt kommt.
Bei Schiffen wird eine sogenannte Opferanode ins Wasser gehängt. Diese besteht aus einem unedlen Metall wie Zink und ist direkt mit dem Stahlkörper des Schiffs verbunden. Wenn Oxidationsmittel am Stahl des Schiffs angreifen, wird dieser durch die Elektronen stabilisiert, die die Opferanode abgibt, während ihre Ionen in Lösung gehen.
Das Gleiche Prinzip haben auch verzinkte Autokarosserien. Wenn im Lack ein Kratzer auftritt und dieser nass wird, geht das Zink in Lösung und stabilisiert den Stahl. Das bietet einen ausgezeichneten Rostschutz.