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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bewusstlosigkeit - epileptischer Anfall?


stud.med.
29.01.2003, 00:15
Folgende Fall- Geschichte liegt vor: Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und warten hungrig aufs Essen. Plötzlich sagt V., soeben habe sie sich einen Fingernagel abgeknickt. Eine Minute später beginnt sie heftig am ganzen Körper zu zucken und fällt auf den Boden, wo sie noch immer kurze Zeit weiterzuckt und dann in einer Stellung verharrt - mit starrem, abwesenden Blick. Kurze Zeit später kommt sie wieder zu sich und fragt, ob sie auf den Boden gefallen sei. Der ganze Anfall hat höchstens eine Minute gedauert. Nun ist V. wieder bei vollem Bewusstsein, klar ein wenig noch unter Schock aber sie habe solche Anfälle früher ab und zu gehabt.

Nun meine Frage: Wie ist das folgende Fallbeispiel zu interpretieren? Wenn man einfach nur ohnmächtig wird, dann zuckt man nicht am ganzen Körper oder?

bm
29.01.2003, 00:25
tippen.

Ist eine Art Kurzschluss im Gehirn. Die Dame hatte hinterher sicher heftige Muskelschmerzen.

mantis
29.01.2003, 06:11
die "Dame" sollte sich mal dringend neurologisch untersuchen lassen, auch in Hinsicht auf Autofahren usw. :eek:
Das ist wirklich eine Sache, wo man lieber einmal zu viel als ein mal zu wenig zum Arzt geht.

buba
29.01.2003, 12:28
Originalnachricht erstellt von stud.med.
Nun meine Frage: Wie ist das folgende Fallbeispiel zu interpretieren? Wenn man einfach nur ohnmächtig wird, dann zuckt man nicht am ganzen Körper oder?
Das würde ich auch so sehen. V.a. in Verbindung mit "sie hat solche Anfälle früher ab und zu gehabt".

--> Epilepsie:

Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch das wiederholte Auftreten »zerebraler« Anfälle (mit präkritischem, kritischem u. postkrit. Stadium), die – als E. convulsiva – mit allgemeinen oder aber mit begrenzten, »nichtgeneralisierten« Krämpfen einhergehen (E. major = generalisierte E. = Grand mal bzw. partielle oder fokale E.) oder aber ohne Krämpfe verlaufen (E. nonconvulsiva) bzw. nur mit Anfällen kurzer Dauer (Petit mal); alle evtl. mit klassischer Aura (Vorbotenzeichen = Prodromi). Im einzelnen unterscheidet man generalisierte Anfälle (Grand mal u. Petit mal), fokale, partielle oder lokale Anfälle, einfache oder komplex-fokale Anfälle u. solche, die in generalisierte Anfälle übergehen. Im Krankheitsverlauf kommen Übergänge von einer zur anderen Anfallsform oder wechselndes Auftreten vor, oft z.B. eine sekundäre Generalisation, sowie epileptische Wesensänderungen. Das EEG zeigt mehr oder weniger rhythmische Folgen von Spitzen, steilen Wellen oder Spitze-Welle-Komplexen, deren örtliche Verteilung generalisierte von nichtgeneralisierten Krankheitsformen zu unterscheiden u. deren Dauer kurze, ohne klin. Begleitzeichen auftretende »Paroxysmen« u. epileptische Statusformen mit Verhaltensstörungen oder Dämmerzuständen zu erkennen hilft (typische EEG-Bilder kommen bei Epileptikern jedoch nur in etwa 30% der Erkrankungsfälle vor; bei 30% findet man nur uncharakteristische Veränderungen, bei weiteren 20% sind Störungen provozierbar).

mehr: http://www.gesundheit.de/roche/ro10000/r10271.html

stud.med.
30.01.2003, 23:38
Beginnt man bei einem Ohnmachtsanfall überhaupt zu zucken?!

Klinsebaer
02.02.2003, 17:19
Originalnachricht erstellt von stud.med.
Beginnt man bei einem Ohnmachtsanfall überhaupt zu zucken?!

Laut meiner Mama (und die hat Medizin studiert) grundsätzlich NEIN!

Marvek
02.02.2003, 17:30
Plötzlich sagt V., soeben habe sie sich einen Fingernagel abgeknickt.

Offensichtlich hat das was mit dem Fingernagel zu tun ...
... ein kleiner Schmerzreiz als "Katalysator" ?!

nobody
02.02.2003, 18:00
Bei bestimmten Typen der Epilepsie können Schmerzreize als Auslöser fungieren.
Bei Ohnmacht (die 1000nde Ursachen haben kann) treten nicht generell Muskelkrämfe auf.
mfg, kmc

Marvek
02.02.2003, 21:36
Es soll ja wirklich Frauen geben, die wegen nen abgeknickten Fingernagel nen Anfall kriegen aber ok :D

Folgende Fall- Geschichte liegt vor: Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und warten hungrig aufs Essen. Plötzlich sagt V., soeben habe sie sich einen Fingernagel abgeknickt.

Also: Zuerst der Hunger, dann der Schmerzreiz (und weil der Anfall erst ne Minute später kam) wohl auch die Aufregung. Das sind die 3 Auslöser. Eine rein psychische Störung vermute ich nicht ... - auf jeden Fall etwas in Zusammenhang mit Energiehaushalt (wegen dem "hungrig")