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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erdentstehung Nukleare Prozesse


mantis
08.01.2003, 19:38
Und noch eine Frage, mit der ich überhaupt nichts anfangen kann:

"Die chemischen Elemente sind durch zwei grundverschiedene nukleare Prozesse entstanden. Nenne den verantwortlichen Prozess für die Elemente unterhalb der Masse des Elementes Eisen, und oberhalb".

Unterhalb von Eisen ist Ruthenium und Osmium, was mir jedoch in diesem Zusammenhang nicht wirklich etwas sagt...
Kann jemand mit dieser Fragestellung etwas anfangen, habe bei mir schon andere gefragt, stehen vor demselben Problem :confused: .

buba
08.01.2003, 19:44
Originalnachricht erstellt von Ilsebill
Unterhalb von Eisen ist Ruthenium und Osmium, was mir jedoch in diesem Zusammenhang nicht wirklich etwas sagt...
"unterhalb der Masse des Elements Eisen" = Elemente mit Ordnungszahl <26, nicht Elemente in den höheren Perioden! :D

Kernfusion in Sternen --> Elemente bis Eisen
Supernovae --> schwerere Elemente als Eisen

http://www.welt.de/daten/2002/01/08/0108ws306477.htx
http://home.arcor.de/ernst_werner/diplom/astro/sternentstehung.html
...

mantis
09.01.2003, 06:58
danke buba, die Seiten sind gut.
Werde sie heute auf der uni mal weiterempfehlen... :)
Hoffe, dass die Satzstellung in der Klausur eindeutiger sein wird!

buba
09.01.2003, 07:42
Noch eindeutiger als wenn von der Masse des Eisens die Rede ist? :suspect:

;)

mantis
09.01.2003, 08:17
hm, schon gut, schon gut... ;)

mantis
05.02.2003, 19:01
eindeutiger:
Elemente die schwerer als Eisen sind entstanden durch Bestrahlung mit Neutronen: Zwei recht unterschiedliche Prozesse haben zu dieser Entstehung beigetragen. Der s-Prozess (d.h. slow process) tritt parall mit der Bildung von eisen im Sterninneren auf. Wie in einem Kernreaktor vollzieht sich die Reaktion in kontrollierender Weise. Die zeitlichen abstände der Neutronentreffer sind so groß, das die kerne geunug Zeit haben, dazwischen jeweils eine stabile Konfiguration durch den Beta-Zerfall zu erreichen. Daher verläuft der Weg des Elementenaufbaus entlang des Stabilitätsgürtels. Aus demselben Grund endet er bei Bi 209 , dem schwersten stabilen Kern.

Der r-Prozess (rapid process) tritt während der Explosion einer Supernova auf. Er ist mit der Atombombe verwandt. kaum hat ein Kern ein Neutron aufgenommen, wird er schon von einem weiteren getroffen. Für radioaktiven Zerfall ist zwischen den Einschlägen keine Zeit. Dieser Zerfall tritt erst wieder auf, wenn der Kern so neutronenreich geworden ist, dass er keine weiteren Neutronen mehr absorbieren kann. Dies führt zu einem Aufbauweg, der im Verhältnis zum Stabilitätsgürtel versetzt ist, und ermöglicht den weiter gehenden Aufbau über die Kernzahl 209 hinaus. Der Prozess endet erst jenseits der Kernzahl 300. An diesem Punkt bewirken die aufprallenden Neutronen die Spaltung der Kerne. Die Sprünge im r-Prozess-Verlauf treten bei den so genannten magischen Neutronenzahlen auf: 82, 126, 184. Sie sind insofern magisch, als sie dem Kern eine ungewöhnliche Stabilität geben.
:)