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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studieren und Hauptberuf?


Ethan
07.01.2003, 22:46
Hallo Leuts,

wollte euch fragen, ob es eine gesetzliche Regelung gibt, welche das studieren an einer Fachhochschule oder Uni neber dem Hauptberuf untersagt (Arbeitszeitbedingt)? Wenn ja warum sind denn Abendschulgänge zusätzlich zur Arbeitszeit erlaubt? Gibt es doch irgendwelche Möglichkeiten (keine Trainee-Programme, da diese eine Abänderung der Arbeitszeit beinhaltet)

Carsten Wallner
08.01.2003, 20:47
Hi!

gesetze weiß ich nicht - aber ich bin Lehrer - also Beamter - un da ist jede noch so kleine Nebentätigkit genehmigungspflichtig. Allerdings sagte meine Chefin studieren dürfe ich ohne probleme nebenbei - und ohne genehmigung...

Gruß
Carsten

buba
08.01.2003, 20:50
Beamte sind ja auch was anderes... :rolleyes:

Als ich vor 2,5 Jahren gejobbt habe, hörte ich von einigen Kollegen, die Studenten waren, dass sie nicht länger als x Stunden die Woche (x weiß ich nicht mehr, so um 14?) arbeiten dürften, sonst würden sie nicht als Studenten anerkannt werden. :rolleyes:

nobody
08.01.2003, 21:22
Von wem als Student anerkannt?

Grundsätzlich kann es dem Arbeitgeber egal sein, ob Du nebenher an irgendeiner Uni eingeschrieben bist. Jedenfalls solange Du regelmäßig zur Arbeit kommst. Was meinst Du wieviel Leute noch irgendwo eingeschrieben sind, nur um das Semesterticket zu bekommen.

buba
08.01.2003, 21:31
Vielleicht ging's dabei nur um die steuerfreie Grenze.

Bei uns gibts übrigens kein Semesterticket.

nobody
08.01.2003, 21:50
Originalnachricht erstellt von buba
Vielleicht ging's dabei nur um die steuerfreie Grenze.

Hm, macht macht das vor der Steuer wirklich einen Unterschied, ob eingeschrieben oder nicht?


Bei uns gibts übrigens kein Semesterticket.
Echt, auch nicht wenn man eins will? Bei uns gibts das wohl seit ein paar Jahren zwangsweise für alle.

buba
08.01.2003, 21:56
Es gibt nur einen "Ausbildungstarif II" für Schüler ab 15, Studenten, Azubis u.a.


Wer einige Tausend Euro pro Jahr verdient, wird einkommensteuerpflichtig oder so. Frag mich jetzt aber nicht nach %en.

Ethan
08.01.2003, 22:06
Grundsätzlich kann es dem Arbeitgeber egal sein, ob Du nebenher an irgendeiner Uni eingeschrieben bist. Jedenfalls solange Du regelmäßig zur Arbeit kommst.
Eigentlich ganz meine Meinung. Habe aber irgendwo im Hinterkopf noch was in Erinnerung dass der Gesetzgeber max. 40 h/week zulässt, damit Überstunden rechtlich deklarierbar sind. Wenn das Stimmt bleibt nur noch die Frage offen, bei einer Uni/FH Vorlesungen als Pflichtveranstaltung gilt bzw. eine prozentuale Fehlzeit toleriert wird?

Carsten Wallner
11.01.2003, 11:52
Hi!
@Buba: Beamte sind da nur in sofern was anderes, dasss der Staat/das Land als arbeitgeber die "zweitjob-Sachen" viel strenger sieht als jeder andere Arbeitgeber...

Zu der Frage "als Student anerkannt..." Ich denke da geht es um die Krankenversicherung. Die läuft für Studenten doch über die AOK - wenn man aber in einem festen Arbeitsverhältnis ist muss man halt selebr versichert sein und schön zahlen...

Gruß
Carsten

terry
14.02.2003, 19:16
Hallo,

man kann auch bei einer anderen Krankenversicherung als der AOK sein als Student.

Dann gibt es einen Grundfreibetrag, unterhalb dessen keine Einkommensteuer bezahlt werden muß, dieser liegt z.Z. bei 7235 €

Als Student anerkannt wird man z.b. fürs BAföG, wenn man sein Studium nicht als Haupttätigkeit betreibt, kann einem Ruck Zuck das BAföG gestrichen werden.

Und dem Arbeitgeber reicht es nicht nur, dass man pünktlich zur Arbeit erscheint. Bereits, wenn er das Gefühl hat, dass den Arbeitnehmer die Nebenbeschäftigung mehr interessiert, als die Haupttätigkeit, kann er die Nebentätigkeit untersagen oder wenn er meint, dass die Gefahr für den Arbeitnehmer zu hoch ist, z.B.ein Verletzungsrisiko bei Extremsportarten, kann er seine Zustimmung verweigern.

Ich glaube es geht Ethan hier nicht nur um die Immatrikulation und dem damit evtl. verbundenen Semesterticket, sondern die richtige Anwesenheit neben der Berufstätigkeit in der Uni/FH.
Da müsste es eigentlich egal sein, wie oft du anwesend bist, das hängt aber meines wissens von der Uni und der Vorlesung ab. Manch ein Prof kontrolliert die Anwesenheit, was ja bei 450 Studenten z.B. schon wieder recht schwer werden dürfte.

lena
14.02.2003, 19:39
wobei man aber auch sagen muss dass neben einem chemie studium arbeiten schon ganz schön hart ist

Ethan
15.02.2003, 17:00
Danke Leuts für die Tipps, aber ich glaube den Gedanken brauche ich nicht mehr weiter nachgehen, da ich in Wohnortsnähe alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, -leider nicht mit Erfolg. Trotz der vielen Steine die man in den Weg gelegt bekommt, muß ich mir immer wieder vor Augen führen, dass wir prinzipiell in Deutschland immernoch viel mehr Möglichkeiten haben den Bildungsweg nach Wunsch zu gestalten als irgendwo anderst auf dieser Welt,- man muß halt eben auch bereitsein Abstriche hinzunehmen.
Wenn ich mich auch in der Firma umschaue, denke ich mir mitlerweile ehe: Je mehr man sich versucht zu qualifiziern, desto mehr vergisst man das eigentliche an der Chemie: das Forschen und Verstehen - und dann geht es nur noch um Zahlen,
- die der Firma und sich selbst.


Grüsse Ethan

Matzi
15.02.2003, 17:08
Originalnachricht erstellt von Ethan
Wenn ich mich auch in der Firma umschaue, denke ich mir mitlerweile ehe: Je mehr man sich versucht zu qualifiziern, desto mehr vergisst man das eigentliche an der Chemie: das Forschen und Verstehen - und dann geht es nur noch um Zahlen,
- die der Firma und sich selbst.
Schön gesagt und du hast da - in meinen Augen - auch vollkommen Recht.
Allerdings kann eine weitere Qualifizierung ja auch aus Interesse an der Sache - für die meistens von uns hier Chemie, für einige andere andere Gebiete - geschehen, aus reinem Wissensdurst. (Wird aber wohl immer weniger denke ich.)