Das metastabile System macht mir ein bisschen zu schaffen. Ich hoffe mir kann jemand dabei helfen.
Bei Eisen-Kohlenstoffverbindungen existiert die stabile Legierung FeC und das metastabile Fe-Fe3C. Bei Energiezugabe wird die Gittermodifikation beim metastabilen System durch Diffusion geändert.
Ich würde nun gern mehr über das metastible System wissen. Hat das was mit der Löslichkeit der Kristalle im festen Zustand zu tun? :confused:
Danke
nobody
05.01.2003, 18:20
Was meist du genau?
Das metastabile Eisen-Kohlenstoffdiagramm?
oder die verschiedenen Verbindungen Austenit, Zementit, ...
nobody
07.01.2003, 22:09
Hallo,
Das metastabile Eisenkohlenstoffdiagramm beinhaltet meines Wissens nach die Verschiedenen Phasen Austenit, Zementit, Ledeburit... . Meine Frage ist: Warum sind Eisen-Kohlenstoffverbindungen metastabil wenn die Haltezeit der Erwärmung in der Schmelze nicht lang genug ist? Was zeichnet eine metastabile Verbindung aus?
mfG Torsten
Gluecki
06.04.2003, 23:22
Ließe man dem System Eisen-Kohlenstoff unendlich viel Zeit beim Abkühlen, würde letztendlich Eisen (mit etwas darin gelöstem Kohlenstoff) neben reinem Kohlenstoff vorliegen, da dies den Zustand niedrigster Gesamtenergie repräsentiert.
Kühlt man aber "schnell" ab, ist die zeitabhängige Trennung von Fe und C nicht möglich. Diffusion braucht Zeit, bei kleiner Energiedifferenz zwischen den Zuständen besonders viel. Also stellt sich der Zustand niedrigstmöglicher Energie ein, der ohne die Trennung in Fe und C erreicht werden kann - Fe3C (Zementit). Dies ist aber nicht der eigentlich stabile Zustand, also der metastabile. Der metastabile Zustand zeichnet sich dadurch aus, daß er energiereicher als der stabile ist und bei Zufuhr der nötigen Aktivierungsenergie und nach genügend langer Zeit in den stabilen übergeht. Nur sind solche Zeiten oft seeehr lang.