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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Extrauterine Gravidität


sebi17
12.12.2002, 22:20
N' Abend,
und zwar komm ich grad ausm Sani Kurs von den Maltesern. Und der gute Ausbilder konnte mir nicht erzählen, wie es eine befruchtete Eizelle schafft, auserhalb der Gebärmutter zu teilen. Weil eigentlich fehlt da ja die VErsorgung, oder holt die Zelle die sich von woanders?
Gruß Sebi

nobody
12.12.2002, 22:28
Ich denke mal die befruchtete Eizelle hohlt sich die Nährstoff aus der Umgebung. Wie sollte sie sich sonst teilen und überhaupt überleben. (Leben ist ziemlich energieaufwendig.)

nobody
12.12.2002, 23:05
Hallo!

Mein SaniLehrgang ist schon lange her, lediglich an eine ähnliche Fragestellung kann ich mich entsinnen – wie auf einen Hinweis des damaligen Ausbilders über die Art der Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (verschiedene mögliche Orte mit Nährstoffreichtum, in ganz seltenen Fällen kann auch eine extrauterine Schwangerschaft ausgetragen werden; gemeint ist dies im natürlichen Sinn).

An dieser Stelle zitiere ich deshalb aus dem Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch; 259. Auflage; CD-Version: KW 2002; Copyright ©2001 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG):

<br>"Extra|uterin|gravidität f: (engl.) ectopic pregnancy; Abk. EU; ektope Gravidität; Schwangerschaft außerh. der Gebärmutter (sog. Bauchhöhlenschwangerschaft); Lok.: Tube (Tubargravidität*, häufigste Form), Eierstock (Ovarialgravidität*), Bauchhöhle (Abdominalgravidität im Peritoneum); Diagn.: in den ersten SSW oft schwierig; Verdacht bei Ausbleiben der Menstruation od. bei Blutung nach verlängertem Intervall, einseitigen, wehenartigen Schmerzen im Unterleib, nicht wesentlich vergrößertem Uterus bei positiven (nicht obligat!) Schwangerschaftstests, Blutungen mit Ausstoßung von Dezidua. Ein diffuser Tumor im hinteren Scheidengewölbe weist auf Hämatozelenbildung hin. Ferner HCG-Bestimmung, Ultraschalldiagnostik, Laparoskopie*, ggf. Laparotomie.

Tubar|gravidität f: (engl.) tubal pregnancy; Eileiter- od. Tubenschwangerschaft; häufigste Form der Extrauteringravidität* (ca. 95 %); Urs.: Funktions- od. Strukturstörung der Eileiter meist inf. Salpingitis, Endometriose od. chir. Eingriff im Bauchraum. Bei der Nidation* des befruchteten Eis im ampullären Teil des Eileiters kommt es nach wenigen Wochen zum Tubarabort mit Ausstoßung der Frucht in die Bauchhöhle (Hämatozele peritubar u. im Douglas*-Raum, meist schwache Blutung nach außen); bei der selteneren Implantation im isthmischen od. intramuralen Teil (interstitielle Schwangerschaft) kommt es zur Tubarruptur mit Perforation des Eileiters u. starker (u. U. lebensbedrohlicher) Blutung in die Bauchhöhle inf. proteolytischer Andauung der Tubenwand mit Arrosion von Ästen der A. ovarica u. A. uterina; Sympt.: plötzliche Schmerzen (peritoneale Reizung), hämorrhagischer Schock, Akutes Abdomen; Ther.: möglichst tubenerhaltende laparoskopische Op.; system. Gabe von Methotrexat; bei Schock Laparotomie, Salpingektomie.

Douglas-Raum: (engl.) Douglas´ pouch; der zw. Uterus u. Rektum (Excavatio rectouterina) gelegene tiefste Punkt der Bauchhöhle bei der Frau; beim Mann zw. Harnblase u. Rektum (Excavatio rectovesicalis).

Ovarial|gravidität f: (engl.) ovarian pregnancy; Extrauteringravidität* im Ovar; meist bis zur 6.-7. SSW Ruptur (klin. als Akutes* Abdomen)".</br>

Lunaris
13.12.2002, 09:15
Wie das möglich ist? Recht einfach sogar, wenn ich das so sagen kann. Die befruchtete Eizelle kann einfach im Eileiter hängen bleiben und schon hat man den Salat - im wahrsten Sinne... *gruselig*, muß man nicht haben :D!

Lunaris

nobody
31.07.2009, 13:17
Und weshalb kommt es so - welche Mechanismen versagen da?
Wie wird eigentlich der HCG-Wert bestimmt?

Uller
31.07.2009, 14:30
Ich glaube, da kann eine ganze Menge schief laufen. Häufigste Ursache sind meines Wissens narbige Veränderungen durch vorangegangene Entzündungen oder Operationen.

HCG wird meines Wissens im Labor per ELISA nachgewiesen. In Schwangerschafttests beruht der Nachweis auf einer Kombination von Chromatographie und Antikörpernachweis.

nobody
31.07.2009, 19:16
Danke Dir für die AW - was sind denn heute in Laborberichten die üblichen Einheiten?

Oft sieht man ja nur Angaben im Zehntelbereich - dabei gehen die Angaben in der Literatur dagegen in die Tausende - wie wird umgerechnet?

Z.B. BB 0,82... = IU/l?

nobody
10.08.2009, 21:10
Danke für die Hilfe. Hat sich geklärt - die Kommastelle rückt einfach weiter - und die Verdopplungsrate ist in Ordnung - hat sich alles also in Wohlgefallen...

tomdoc
11.08.2009, 23:19
War das nicht das Ovar, aus dem das Ei kommt das aussieht wie ein Basketball was dann in die Tube eingetütet werden muss, wofür obendrauf diese Fimbrientrichter sitzt. Wenn das Ei danebenfällt "nistet" es sich im Peritoneum (Bauchfell) ein, solange die Durchblutung reicht. Das Peritoneum kann Organe, Entzündungen und Tumoren ernähren. Für KInder reichts ab einer bestimmten Grösse nicht.


Ginge alles viel einfacher, aber dann wärs ein Mann.

nobody
18.08.2009, 22:37
Tja, und noch unverständlicher - wie Ärzte das Wunder Leben oft einfach so zerstören...

Oft wohl nicht fair und dennoch so ist da Leben - dann steht man abends auf der Terrasse und soll Witze reißen und die Leute bei Laune halten, die selbst das Jahr über voll eingespannt sind und endlich entspannen sollen - obwohl man selbst Mühe hat das Wasser aus den Augen zu halten...

Schauspieler ist ein harter Job - nur die Harten kommen eben durch.