Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versuch Redoxzellen
nobody
09.12.2002, 19:22
Hallo zusammen,
hab heute in der Schule von meinem Lehrer einen Versuch aufbekommen, der mir in der Stunde und jetzt immer noch nicht klar ist.
Folgende Aufgabe:
Wir haben zur Verfügung
1. Natriumchlorid
2. Zinkstastab
3. Kupferbüroklammern
4. Filterpapier
5. Wasser
6. "Krokodilklemmen"
7. Voltmeter
Wir sollen durch einen bestimmen Versuchsaufbau 3,5 V erreichen.
Wie schaffe ich das?
Zeitungsente
09.12.2002, 19:56
Solltet ihr eine Galvanische Zelle aufbauen
nobody
09.12.2002, 20:03
Leider weiss ich nicht, was das ist. Wir haben nur gesagt bekommen, dass wir aus den vorhandenen Gegenständen, Stoffen etc irgendwie eine Konstuktion aufbauen, bei der das Voltmeter 3,5 Volt anzeigt.
FK
09.12.2002, 20:08
Das Zink-Kupfer-Paar gibt (theoretisch) 1,1 V von sich; schaltet man drei Stück hintereinander, kommt man auf 3,3 V.
Was man tatsächlich für eine Spannung erhält, hängt u. a. von bereits vorhanden Ionen ab.
Mit einem Zinkstab kommt man hier nicht weit, da muss man Scheiben abschneiden...und statt verkupferten Büroklamern (innen ist Stahl) wären Kupfermünzen besser.
Geht also im Prinzip so: Salz in Wasser lösen, Filterpapíer damit tränken, ein Stück Zink, ein Stück Kupfer, Filterpapier dazwischen. 3 solcher Pakete aufeinandergelegt (Cu und Zn müssen immer abwechselnd liegen; einmal mit Filterpapier dazwischen, einmal ohne). Dann bekommt man ca. 3,3 V.
Der alte Volta hat's auch so gemacht.
Gruß,
Franz
Zeitungsente
09.12.2002, 20:21
Hmm..
ich kann dir das Grundprinzip einer Galvanischen Zelle erläutern...
Aufbau
Zwei Metalle mit unterschiedlichem Oxidationsbestreben tauchen in eine Elektrolytlösung. Zwischen den beiden Metallen bildet sich eine elektrische Spannung (eine Potentialdifferenz) aus. Grundlage hierfür ist eine Redoxreaktion.
Die Spannung einer galvanischen Zelle ist um so größer, je mehr sich die beiden Metalle in ihrem Oxidationsbestreben (in ihrem Redoxpotential) unterscheiden. Das unedlere Metall bildet den Minuspol.
Chemische Vorgänge
a) Minuspol: Aufgrund des größeren Oxidationsbestrebens gehen Metallatome unter Zurücklassung von Elektronen als Ionen in die Elektrolytlösung über. Die Elektronen fließen über den Draht zum Pluspol.
b) Pluspol: Hier werden Elektronen an die positiv geladenen Metall-Ionen der Elektrolytlösung abgegeben. Die Metall-Ionen werden entladen, Metallatome setzen sich am Pluspol ab.
Der Ladungsausgleich in der Lösung erfolgt durch Wanderung von positiv geladenen Ionen. Die Ionen des unedleren Metalls wandern in die Elektrolytlösung auf der Seite des edleren Metalls (Pluspol).
Wieviel Strom genau das erzeugt, kann ich dir nicht sagen..