Kritische Betrachtungen des BOHR'schen Atommodells in Lehrveranstaltungen nehmen häufig Bezug auf Sachverhalte, die den Lernenden im Wesentlichen nur "gesagt" werden.
Hier meine ich eine einfache Alternative zu sehen, die gleichzeitig überleitet zu der Problematik, die in der Unschärferelation eine Lösung findet.
Nach der BOHR'schen Modellvorstellung kann das Wasserstoffatom nur Energie in ganz bestimmten Portionen aufnehmem. Was recht besehen schon deshalb nicht sein kann, weil es dann die von BALMER und anderen beobachteten Anregungen gar nicht hätte geben können, alldieweil einer Spektrallinie exakt definierter Frequenz eine Energie des Betrags "Null" zukommt, solange deren Intensität endlich ist.
Gruß FKS
bm
15.02.2008, 21:40
Die Botschaft hör ich wohl...
Also hatte Newton auch unrecht?
Friedrich Karl Schmidt
16.02.2008, 09:20
Die Botschaft hör ich wohl...
Also hatte Newton auch unrecht? Inwiefern sehen Sie NEWTON hier als betroffen an ? Und weshalb....."fehlt Ihnen der Glaube"
Gruß FKS
HF
16.02.2008, 12:27
Das Bohrsche Atommodell hatte noch keinen Funken Quantisierung. Sonst hätte es keinen strahlenden Dipol vorhergesagt. Die Korrektur kam durch de-Broglie, mit der Relation des Welle Teilchen Dualismus. Dieser Mix aus klassischer quantenmechanischer Physik macht das Modell vollkommen nutzlos mit Ausnahme für H.
Erst dadurch konnten ja die einzelnen Serien erklärt werden. Aber eben nur für H.
Friedrich Karl Schmidt
16.02.2008, 19:24
Das Bohrsche Atommodell hatte noch keinen Funken Quantisierung. Die Berechnung der einzelnen Zustände des Wasserstoffatoms nach dem BOHR'schen Modell geht von der Voraussetzung aus, dass der Drehimpuls gequantelt ist.
Im Übrigen geht es hier ( natürlich ) nur um Widersprüchlichkeiten des BOHR - Modells in Bezug auf das H-Atom , nicht um Unzulänglichkeiten diees Modells in Bezug auf andere Atome.
Gruß FKS
HF
16.02.2008, 19:41
Ja, aber diese Quantisierung wurde erst nachträglich von de-Broglie eingeführt. Die ursprüngliche Darstellung von Bohr sah eine Quantisierung nicht vor. Daher kam es ja zum strahlenden Dipol. Erst durch den Welle-Teilchen-Dualismus wurden quantisierte Zustände in das Modell eingebaut.
bm
16.02.2008, 19:49
Das Ganze war Anfang des letzten Jahrhunderts eine extrem rasante Entwicklung, die die Physik quasi auf den Kopf stellte. Dass es da teilweise zu, nachträglich als "nicht richtig" einzustufenden Vereinfachungen kam, ist nur verständlich.
Beim Bau eines Hauses fängt man mit den Fundamenten an. Nicht mit dem Dachstuhl. (nach mp).
Friedrich Karl Schmidt
16.02.2008, 20:00
Das Ganze war Anfang des letzten Jahrhunderts eine extrem rasante Entwicklung, die die Physik quasi auf den Kopf stellte. Dass es da teilweise zu, nachträglich als "nicht richtig" einzustufenden Vereinfachungen kam, ist nur verständlich.
Beim Bau eines Hauses fängt man mit den Fundamenten an. Nicht mit dem Dachstuhl. (nach mp). Es war nicht meine Absicht , hier die Historie zu diskutieren. Es ist auch nicht meine Absicht , Kritik an BOHR zu üben. Aber da es nun einmal Usus ist, den Übergang zur heute gültigen Vorstellung mit dem Aufzeigen von Widersprüchlichkeiten des BOHR-Modells einzuleiten, scheint mir mein Ansatz didaktisch geeigneter als das übliche Bezug nehmen auf die MAXWELL - Gleichungen, nach denen jede beschleunigte Ladung strahlen muss. Ein Zusammenhang, den kaum ein Lernender übersieht, der erstmalig mit Atommodellen befasst ist.
Gruß FKS