Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Widerspruch!
nobody
26.09.2000, 13:36
Die moderne Naturwissenschaft bestätigt die Existenz < Schwarzer Löcher >.....jedoch die Möglichkeit der Kalten Fusion wird oft strikt verneint!
Ein Beispiel:Wenn ich die Masse unserer Erde in einen Fingerhut presse, erhalte ich ein Schwarzes Loch - einverstanden?
Nun gut....
Ist denn diese Annahme der Singularität nicht gleichzeitig eine Annahme der Kalten Fusion?
Wie kann es denn sonst möglich sein,dass Masse derart komprimiert werden kann?(als durch das Gedankenexperiment der Fusion von Materie - unabhängig von Druck, Temperatur und Aggregatzustand)
Ich bin mal gespannt, ob sich jemand an diesem Thema interessiert zeigt?
hope 2 hear from u
nobody
24.10.2000, 15:20
Hi Rainer!
Wie setzt Du Kalte Fusion mit Singularität in Beziehung? Mir fehlt die offensichtlich hier abgelaufene Diskussion...
Ich denke, bei Schwarzen Löchern geht es darum, etwas zu erklären, das ganz offensichtlich existiert - aber man muss ja nicht umgekehrt (mit heutigen Mitteln) Ähnliches selbst erschaffen können, oder?
MfG
Amino
nobody
10.11.2000, 10:49
Ich glaube Du hast da einen kleinen Gedankenfehler in deiner These.
Als Kernfusion bezeichnet man die Verschmelzung zweier Atomkerne. Dabei wird Energie freigesetzt. Zur Kernfusion ist es allerdings notwendig, daß die gleichnahmigen Ladungen sich soweit nähern, bis die kurzreichweitige Kernkraft die Oberhand gewinnt. Dazu muß also die Coulombkraft überwunden werden. Diese ist allerdings schon bei kleinen Kernen einige MeV hoch. Bei Temperaturen wie sie im Sonneninneren herrschen besitzen die Teilchen eine mittlere kinetische Energie von 1 bis 10 keV. Erst durch den Tunneleffekt kommt es dann zur Kernfusion.
Man kann nun natürlich unterschiedliche Wege gehen um diesen Coulomb-Wall zu überwinden. Einerseits durch eine Temperaturerhöhung => thermische Kernfusion (praktikabel), mittels Teilchenbeschleuniger (Ausbeute zu gering) oder durch Druck wie du es oben beschreibst => kalte Fusion. Wenn die die Möglichkeit der kalten Fusion abgestritten wird, dann wird damit die technische Realisierung unter heutigen Maßstäben angezweifelt. Denn es ist wesentlich einfacher Temperaturen von mehrern Millard. Grad zu erreichen, als die zur Fusion notwendigen Drücke.
nobody
10.11.2000, 11:30
Ich hoffe, wir sind uns einig, dass schwarze Löcher aus roten Riesen entstehen. Besagte Sterne haben ihren Wasserstoffvorrat schon fast aufgebraucht. Entweder, der rote Riese explodiert anschliessend (Supernova)oder fällt in sich zusammen(weisser Zwerg, schwarzes Loch).
Stellt sich doch die Frage, ist ein schwarzes Loch tatsächlich eine kalte Fusion?
Ist es nicht eher wahrscheinlich, dass ein schwarzes Loch einfach aus dicht zusammengepressten Atomrümpfen besteht, welche sich durch ihre eigene Anziehungskraft der Masse zusammenhalten. Ist dazu eine Fusion notwendig?
Natürlich entsteht dabei die Frage, was mit den Elektronen geschieht...
Nightflyer
nobody
10.11.2000, 12:20
Ein schwarzen Loch hat selbstverständlich nichts mit einer kalten Fusion gemeinsam.
Zur Entstehung eines Schwarzen Loches:
Ein heißer Stern widersteht dem Gravitationskollaps infolge seines thermischen Druckes. Ein Stern dessen thermonuklearer Brennstoff ausgegangen ist, fällt also in sich zusammen, bis der Druck der Materie diesen Kollaps auhält. Er stützt sich dann auf den sogenannten Fermi-Druck seiner Teilchen (quantenmechanischer Widerstand der teilchen sich zu nahe zu kommen). Das ist bei einem weißen Zwerg der Fall. Ist die Masse des Sternes größer als 1,9 Sonnenmassen versagt dieser Druck, da der Gravitationsdruck größer als der Fermidruck ist. Dann werden die Atomhüllen zu einen Fermi-Gas-Brei zerquetscht (relativistisch entartetes Gas). Die Nukleonen hingegen halten noch ein wenig mehr aus, so daß bis zu einer Masse von ca. 3 Sonnenmassen ein stabiler Zustand in Form eines Neutronensterns entsteht. Ist die Masse des Sterns hingegen noch größer, so können auch die Nukleonen dem Gravitationsdruck nicht mehr standhalten und der Stern stürzt unaufhaltsam in sich zusammen. Kein Material, selbst Nukleonencores oder die Quarks können einen solchen Druck aushalten, sondern werden durch das Schwerefeld in einen unkenntlichen Brei zerquetscht.
Ein scharzes Loch aht also nichts mit einer Kernfusion zu tun. Vielmehr könnten aber die Auftretenden Gravitationskräfte dafür sorgen, daß die Kerne einander so nahe kommen, daß die kurzreichweitige anziehende Kernkarft gegenüber der abstoßenden Coulombkraft obliegt und es so zur Fusion kommt.