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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anthracenpikrat & MWG


nobody
26.11.2002, 17:22
Hi

ich muss bis morgen mit meinen Aufgaben fertig sein und hänge bei einer grad echt fest, weil ich die Stoffe nicht kenne und mir auch net vorstellen kann was da passieren soll.
es hat auf jeden fall was mit dem gleichgewicht zu tun, aber ich weiß nicht was da passiert: ich tippe irgendwie auf konzentration beim gleichgewicht.

Aufgabe:

eine farblose Anthracen - lösung reagiert mit einer gelben Pikrinsäure-Lösung zu einer rotgefärbten Lsöung von Athracenpikrat. Was beobachtet mann wenn man die verdünnte hellorte Athracenpikrat- Lösung mit Anthracen- Lösung versetzt? Erklären sie...


also ich hab irgendwie da keine genaue vorstellung :(

danke für eure hilfe!

mfg

madcat

Karch
26.11.2002, 17:35
eine farblose Anthracen - lösung reagiert mit einer gelben Pikrinsäure-Lösung zu einer rotgefärbten Lsöung von Athracenpikrat. Was beobachtet mann wenn man die verdünnte hellorte Athracenpikrat- Lösung mit Anthracen- Lösung versetzt? Erklären sie...
Also zunächst werden beim Verdünnen wieder Edukte nachgebildet. Wenn man weiteres Anthracen hinzugibt, reagiert es mit Pikrinsäure zu Anthracenpikrat (Prinzip von Chatelier). Steht auch in deinem Thema zu Gleichgewichten.

Florian

nobody
26.11.2002, 17:44
ja aber ich lasse doch zuerst Anthracen und Pikrinsäure zu Anthracenpikrat reagieren und gebe dann erst wieder Anthracen hinzu.
wieso entstehen dann durch da mehr edukte? ich hab doch nur das hinzugegebene Anthracen als Edukt und das Athracenpikrat produkt hat doch keinen grund nochmal zu reagieren,oder?
das sind doch alles flüssigkeiten,oder?was würde das dann für das gleichgewicht bringen?

Karch
26.11.2002, 19:17
Ich glaube wir reden etwas aneinander vorbei.
Wenn du Anthracen und Pikrinsäure zusammen gibst, ensteht Anthracenpikrat. Da du hier von verdünnter Lösung gesprochen hast, musst du verdünnen und dabei wird das GG zunächst wieder zu Gunsten der Edukte verschoben (tut aber auch eigentlich nichts zur Sache).
Fakt ist, dass wenn du weiteres Anthracen hinzugibst - egal, ob die Lösung verdünnt ist oder nicht - wird Anthracenpikrat nachgebildet. Eine Erhöhung einer Konzentration in einem GG wird eine Verschiebung des GG bewirken und zwar immer in die Richtung, in der die erhöhte Konz. z.T. wieder verbraucht wird.
Ich hoffe ich habe mich diesmal besser ausgedrückt :D , ansonsten frag einfach noch mal nach, wenn es noch unklar sein sollte.


Florian

nobody
26.11.2002, 19:34
achso ich glaub jetzt hab ichs:

wird bei der ersten reaktion von anthracen mit Pikrinsäure die Pikrinsäure noch nicht vollständig umgesetzt,sodass sie nachher noch mit dem "neuen" anthracen zu Anthracenpikrat reagieren kann?
denn wenn nur das Produkt (Anthracenpikrat) vorhanden wäre und keine Pikrinsäure mehr würde doch die erneute zugabe des Edukts (anthracen) nichts bewirken,oder?


das würde dann dich heißen,dass das gleiuchgewicht auf seiten der produkte liegt,oder?

nobody
26.11.2002, 19:48
kann es nicht sein,dass der farbwechsel der lösung noch eine rolle spielt?

Karch
26.11.2002, 20:27
kann es nicht sein,dass der farbwechsel der lösung noch eine rolle spielt?
Die Reaktion eignet sich doch hervorragend, um das GG optisch darzustellen. Anthracenprikrat ist rot; wenn mehr gebildet wird, wird die Färbung intensiver, so kann man direkt Aussagen über die GGverschiebung machen.

Florian

FK
26.11.2002, 20:33
Habe dem Thread mal einen aussagekräftigen Namen gegeben.

Ansonsten: Karch macht das schon :)

Gruß,
Franz

Karch
26.11.2002, 20:37
Danke für die Blumen, FK. :jump_twins:

Florian

nobody
26.11.2002, 20:44
erstmal noch ein großes DANKESCHÖN an Karch.

okay also das heißt nach der zugabe von an Anthracen bildet sich mit der restlichen Pikrinsäure Anthracenprikrat wodurch die rot färbung intesiviert wird?

ich weiß ich bin ein schwieriger fall was chemie angeht,aber danke für deine geduld :)

nobody
26.11.2002, 20:48
Originalnachricht erstellt von FK
Habe dem Thread mal einen aussagekräftigen Namen gegeben.

Ansonsten: Karch macht das schon :)

Gruß,
Franz

okay danke für die umbenennung...aber mal unter uns: ich hätte mit dem titel nix anfangen können...aber *pssst* ;) ;)

minutemen
28.11.2002, 23:13
irgendwie fehlt mir in all den erläuterungen ein doch recht wichtiges stichwort genau die reaktion betreffend: charge-transfer-komplex. wenn oben die frage 'erklären sie...' steht, sollte dieser komplex schon irgendwie erläutert werden, zumal gerade die farbvertiefung DAS indiz dafür ist. nur so als stichwort, auch wenns etwas spät kommt... :)

Conan
28.11.2002, 23:24
CT-Komplex ist schon richtig, aber ich denke doch eher, daß die Frage (bzw. der Fragesteller) sich ausschließlich mit dem Gleichgewicht auseinandersetzen will. Und nicht daß jetzt erläutert werden muß, welche quantenphysikalischen Eigenschaften dazu führen, daß die Farbe rot zu sehen ist. :)

FK
29.11.2002, 07:10
Originalnachricht erstellt von minutemen
irgendwie fehlt mir in all den erläuterungen ein doch recht wichtiges stichwort genau die reaktion betreffend: charge-transfer-komplex.

Ich habe mir das gespart, vermutend, dass die Erwähnung die Sache eher verkompliziert hätte.

Gruß,
Franz

Karch
29.11.2002, 09:51
Ich persönlich gehe davon aus, dass madcats5 noch in der Schule ist (schätzungsweise in Klasse 11). Das Bsp. kommt mir nämlich sehr bekannt vor und wird - zumindest bei uns - nur im Zusammenhang MWG und Konz.erhöhung besprochen. Aber er kann ja mal selbst was dazu sagen.

Ich habe mir das gespart, vermutend, dass die Erwähnung die Sache eher verkompliziert hätte.
So sehe ich das auch.

Florian

bm
29.11.2002, 15:25
Da du hier von verdünnter Lösung gesprochen hast, musst du verdünnen und dabei wird das GG zunächst wieder zu Gunsten der Edukte verschoben.

Das verstehe ich nicht, kannst Du das mal erläutern?

Karch
29.11.2002, 15:56
Soweit ich das beurteilen kann und ich unser Lehrbuch richtig verstanden habe, wird beim Verdünnen immer die Reaktionsrichtung begünstigt, die zu einer Vergrößerung der Teilchenanzahl führt. D.h. wenn er erst eine Lösung von Anthracenpikrat herstellt und diese danach verdünnt, sollte die Färbung doch abnehmen.
Oder geht es gar nicht um den Effekt sondern um meine unverständliche Syntax? (ist schon etwas komisch :rolleyes: ) Was ich damit sagen wollte, ist, dass er, wenn er von verdünnter Lösung spricht, halt erst einmal seinen Ansatz verdünnen muss. Und was dabei vorgeht, wollte ich zunächst erläutern, nämlich, dass die Rückreaktion begünstigt wird.
Hoffe es ist jetzt klarer.

Florian