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Organische Chemie
K.P.C. Vollhardt, N.E. Schore
85.00 €

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molekül des monats



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Riboflavin

Die Wirkungsweise und die Funktion von Riboflavin

Riboflavin ist Bestandteil der Coenzyme FMN und FAD.
Etwa 60 verschiedene Flavinenzyme (Flavin-Dehydrogenasen und -Oxidasen) enthalten die Coenzyme FAD bzw. FMN. Die Flavinenzyme dienen als Wasserstoffüberträger im intermediären Stoffwechsel (=Gesamtheit aller chemischen Umsetzungen, die sich, durch Hormone gesteuert und durch Enzyme katalysiert, in den Zellen vollziehen). In der Atmungskette stellen die Flavinenzyme den begrenzenden Faktor dar.

FAD + H2 = FADH2

In Form seiner Coenzym-Formen FMN und FAD spielt Riboflavin eine essentielle Rolle bei einer Vielzahl lebensnotwendiger Redoxreaktionen im Körper. Daher ist es an zahlreichen Reaktionen des Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsels und über die Atmungskette auch an der Energiegewinnung, beteiligt.

Die Riboflavin-Coenzyme sind für die Umwandlung von Pyridoxin (Vitamin B6) und Folsäure in ihre Coenzymformen und auch für die Niacinsynthese aus Tryptophan erforderlich.
Die Flavinenzyme sind auch an der Hämoglobinreduktion in den Erythrozyten beteiligt.

Außerdem ist es reichlich in der Netzhaut des Auges vorhanden, man vermutet dass es dort eine Lichtschutzwirkung (vor allem gegenüber kurzwelligem Licht) hat.