Coffein
Resorption und Stoffwechsel
Coffein wird in der Regel sehr rasch und fast vollständig aus dem
Magen-Darm-Trakt ins Blut resorbiert. Hierbei ist besonders die fettlösliche
Eigenschaft des Coffeins (Lipophilie) hilfreich, da es auf diesem Wege
sehr leicht biologische Membranen überwinden kann. So passiert Coffein
schnell die „Blut-Hirn-Schranke“, gelangt durch die Plazentaschranke
und sogar in die Milch (!) stillender Mütter.
Manche Gerbstoffe, wie z.B. das Tannin verzögern die
Freisetzung des Coffeins, was die maximale Blutplasmakonzentration
verringern kann. Dieser Effekt wird
von Teekennern ausgenutzt, die „anregenden Tee“ nur eine bis zwei
Minuten ziehen lassen. Nach dieser Zeit ist der Anteil der aus den Teeblättern
extrahierten Gerbstoffe noch gering.
Ausgeschieden wird Coffein nur zu einem geringen Teil (1-2% der eingenommenen
Menge) in unveränderter Form. Erst wenn wichtige Enzymsysteme der Leber
das Coffein durch „Umbauarbeiten“ so verändert haben, dass
dessen Wasserlöslichkeit erhöht ist, kann es über die Niere
in den Urin gelangen.
|