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Coffein

Die Chemie des Coffeins

Der chemisch am besten untersuchte Kaffeebestandteil ist das 1820 von F.F.Runge isolierte Alkaloid Coffein. Chemisch korrekt wird es als 1,3,7-Trimethylxanthin bezeichnet, ein im Reinzustand farb- und geruchloses, leicht bitter schmeckendes Pulver. Es gehört zur Gruppe der natürlich vorkommenden Purine, genauso wie die strukturähnlichen Di- bzw Monomethylxanthine Theophyllin und Theobromin.

Formeln

Mit einer Weltjahresproduktion von rund 200 000 t ist Coffein die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz der Welt. Der durchschnittliche Mitteleuropäer nimmt täglich mehr als 200 mg Coffein, zumeist in Form von Kaffee, Tee, Limonaden oder sogenannten „Energy Drinks“, zu sich. Die klinische Bedeutung der Methylxanthine wurde früh erkannt. Die wichtigsten der heute eingesetzten coffeinhaltigen Präparate gehören zu den Schmerzmitteln (Analgetika), Appetitzüglern (Anorektika) oder Atemstimulantien (Analeptika).

Natürliche Quellen des Coffeins:

Kaffee bis 2,40%
Tee 3,00 – 5,00%
Maté 0,80 – 1,75%
Guaraná bis 5,00%
Kolanuß bis 3,00%
Kakao 0,05 – 0,36%